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Kindergelderhöhung zum 1.1.2023 gilt nicht beim vierten und jedem weiteren Kind

Mit der für den 1.1.2023 geplanten Kindergelderhöhung um 31€ für das erste und zweite sowie um 25€ für das dritte Kind auf jeweils 250€ pro Monat möchte die Bundesregierung Familien deutlich entlasten. Der Verband kinderreicher Familien Deutschland e.V. begrüßt das in diesen herausfordernden Zeiten sehr, zeigt sich aber ausgesprochen enttäuscht von der Umsetzung dieses Vorhabens.

„Das Kindergeld für das vierte und jedes weitere Kind bleibt beim bisherigen Satz von 250€. Was nach Gerechtigkeit und Gleichbehandlung klingt, ist in Wirklichkeit eine deutliche Benachteiligung von Mehrkindfamilien. Es ist eben nicht so, dass die Kosten für Kinder linear mit der Kinderzahl steigen. Familien mit drei und mehr Kindern haben überproportional hohe Ausgaben für ihre Kinder und häufig durch an die Lebenssituation angepasste Arbeitszeitmodelle ein geringeres Monatseinkommen. Viel mehr Menschen müssen mit weniger Haushaltseinkommen auskommen. Dabei tragen Mehrkindfamilien wesentlich zur Gesellschaft bei“, erklärt Dr. Elisabeth Müller, Bundesvorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V.

Bei einer Kindergelderhöhung sollte die Lebenswirklichkeit der Mehrkindfamilien berücksichtigt werden. Ein bis zwei Einkommen müssen für eine große Zahl von Haushaltsmitgliedern ausreichen. In großen Familien ist vor allem der Verbrauch an Lebensmitteln und Hygieneartikeln sehr hoch. Die derzeitige Inflation trifft Familien mit drei und mehr Kindern daher besonders hart.

Zudem ist das Armutsrisiko von Mehrkindfamilien signifikant erhöht. Daher muss das Kindergeld als familienpolitische Leistung dringend deutlich ausgebaut werden, um echte Chancengleichheit zu gewährleisten. Die Höhe des Kindergeldes für dritte und weitere Kinder muss wieder stärker die besondere Leistung kinderreicher Familien berücksichtigen.

Das Kindergeld für dritte Kinder ist daher 50 Prozent und das Kindergeld für vierte und weitere Kinder 75 % über dem Kindergeld für erste und zweite Kinder anzusetzen, mindestens jedoch sollte das Kindergeld für alle kindergeldberechtigten Kinder um 31€ pro Monat steigen.

„Unsere Sozialberatung erreichen täglich Anfragen von Familien, die nicht mehr wissen, wie sie passabel wirtschaften können. Wir brauchen jetzt eine Lösung, damit nicht noch mehr Mehrkindfamilien in Armut geraten“, so die Vorsitzende. „Es geht dabei nicht nur um die dringend notwendige finanzielle Entlastung, es geht auch um die Wertschätzung und Achtung eines Lebensmodells, das einen überdurchschnittlich hohen Beitrag zum Generationenvertrag leistet.“

Kommentare

3 Antworten

  1. Shalom, Ich bin dafür, dass es kein Kindergeld geben sollte , dafür jedoch Kita ,Kindergarten,Schule frei und Schulspeise ,Schulkleider frei.
    Es müßten nicht unbedingt Uniformierte sein farbige T-Shirt so das jeder sich seine Farbe aussuchen kann nach dem er gerade Lust hat.
    Keine religiösen Symbole und Mädchen und Jungen gleichberechtigt . Kindergeld wird oft benutz um Zigaretten und Alkohol zu kaufen . Ich habe selten erlebt, dass man mit Kindergeld die Kinder bevorteilt . Schulklassen sollten Büchereien besuchen um eine Anleitung zum Lesen bekommen schon ab der 1.Klasse und die Eltern sollten schon in der Kita und im Kindergarten den Kindern abends was vorlesen. Eltern sollten sich auch um ihre Kinder kümmern und sie nicht nur kleiden und füttern.

  2. Nun die Masse der Familien wurde zufrieden gestellt.
    Die kinderreichen Familien müssen sich mal wieder zusammenschließen und für das vierte und fünfte Kind kämpfen.

    Das ist typisch für diese Regierung . Geld geben aber eine bestimmte Gruppe, die es besonders nötig hat, auszuschließen.
    Hoffe, das Anliegen der kinderreichen Familien wird noch erhört.
    Kämpfen Sie um Ihr Geld

  3. Ist dies wirklich ein Gewinn für Familien oder ein Anreiz für i.d.R. kinderreiche Familien aus Osteuropa, Türkei etc. nach Deutschland zu kommen? Diese Frage muss sich die Politik stellen.

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