Was Gott tut, das ist wohlgetan;
es bleibt gerecht sein Wille.
Wie ER fängt meine Sachen an,
will ich ihm halten stille.
ER ist mein Gott, der in der Not
mich wohl weiß zu erhalten;
drum lass ich IHN nur walten.
Was Gott tut, das ist wohlgetan,
ER wird mich nicht betrügen;
ER führet mich auf rechter Bahn;
so lass ich mir genügen
an seiner Huld und hab Geduld,
ER wird mein Unglück wenden,
es steht in seinen Händen.
Was Gott tut, das ist wohlgetan.
ER ist mein Licht und Leben,
Der mir nichts Böses antun kann;
ich will mich IHM ergeben
in Freud‘ und Leid; es kommt die Zeit,
da öffentlich erscheinet,
wie treulich ER es meinet.
Was Gott tut, das ist wohlgetan;
dabei will ich verbleiben.
Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich ganz väterlich
in seinen Armen halten,
Drum lass ich IHN nur walten.






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7 Kommentare
Ich habe auf einem Flohmarkt ein altes evangelisches Gesangbuch entdeckt und gekauft. Es ist in Sütterlinschrift gedruckt. Langsam habe ich wieder gelernt diese flüssig zu lesen. Dabei habe ich erfahren, wie wertvoll und aufbauend diese alten Liedtexte sind. So habe ich begonnen, verschiedene Texte für mich in die heutige Schrift zu übertragen. Ich war überrascht festzustellen, dass ich für 50 Cent, die ich zahlen musste, so etwas wertvolles erhalten habe.
Wir haben es früher oft voll Gottvertrauen gesungen. Und eben daran fehlt einem Volke, in dem nur noch jeder Zweite überhaupt an Gott glaubt. In Krisenzeiten bleibt da nur die Verzweiflung oder der Aufstand gegen den demokratischen Staat als den Schuldigen, dessen linke Politiker uns nach Abschaffung fast aller christlichen Werte und Normen doch so viel Glück und Befreiung versprochen hat. Wir werden uns noch wundern, fürchte ich, was in der entchristlichten Gesellschaft alles an Fürchterlichem möglich ist.
„ER ist mein Gott, der in der Not
mich wohl weiß zu erhalten.“ –
„Es mag mich auf die rauhe Bahn
Not, Tod und Elend treiben,
so wird Gott mich ganz väterlich
in seinen Armen halten,
Drum lass ich IHN nur walten.“
Hat der Kommentator diese Zeilen in diesem Choral überlesen?
Das ist die Zuversicht, die wir Christen haben können:
Gott ist bei uns, auch und gerade in der Not!
Im Psalm 23 heißt es:
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir.
Nach meiner Krebsdiagnose tröstete mich auch eine andere Choralstrophe:
„Es kann mir nichts geschehen,
als was ER hat ersehen
und was mir selig ist.“
(Aus dem Choral:
„In allen meinen Taten laß ich den Höchsten raten“
Ich wünsche allen Menschen, die sich gerade im finstern Tal befinden, diesen Trost!
Shalom. Eine sehr gute Erkenntnis, Gott walten zu lassen. Könnte man sagen, dass Kirchenlieder eine Art Verhaltenstherapie waren/sind. Jesus hat es uns auch in der Bibel hinterlassen, wie wir uns verhalten sollen, damit es uns wohl ergeht .
Joh 15,4 Bleibt in mir, dann bleibe ich in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so könnt auch ihr keine Frucht bringen, wenn ihr nicht in mir bleibt.
„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.„
Halleluja
Singt doch das Lied jemandem vor, der eine unheilbare Krankheit oder sonst ein Leiden oder einen herben Verlust oder Katastrophe erlitten hat! Ich denke, es ist einfach alles Gott zuzuschreiben. Es erinnert mich an die Szene im „Hauptmann von Köpenick“ im Zuchthaus, als die Gefangenen am Sedantag singen müssen „Bis hierher hat mich Gott gebracht in seiner großen Güte…“
Shalom.
Gott ist in die Welt gekommen, damit wir durch diese eine Tür zum Vaterhaus zurück können. Dazu ist es wichtig, geistig zu denken. Jesus ist durch eine verschlossene Tür vergeistigt gekommen. Mit einem Körper aus Fleisch können wir nicht ins Reich Gottes . Krankheiten werden zurück gelassen und jedes Wehklagen. Wir sollen Schätze im Himmel sammeln. Was auch immer der Grund ist, weshalb wir Kriege und Krankheiten erleben, da ist eine Tür, durch die müssen wir gehen und wenn wir hier den Retter anklagen, ist das noch die alte Rebellion gegen Gott. Wir singen dem Herrn ein neues Lied . 🎶 voller Dankbarkeit und Freude .
In diese Richtung gehen auch meine Gedanken. Diese Durchhaltesprüche können bisweilen wie Verhöhnung wirken. Der Geprüfte weiß jedenfalls, wovon wir reden. — Wie schön, dass Sie doch noch die Kurve schaffen und die Assoziation zu dem insgesamt humorvollen Werk „Der Hauptmann von Köpenick“ herstellen.