Der Verband kinderreicher Familien Deutschland (KRFD) feiert heute sein 14-jähriges Bestehen. Seit seiner Gründung im Jahr 2011 setzt sich der Verband für die Belange von Familien mit drei und mehr Kindern ein und gibt denjenigen eine Stimme, die das Fundament unserer Gesellschaft bilden. 
Anlässlich dieses Jubiläums richtet der Verband einen eindringlichen Appell an die Politik: „Kinderreiche Familien brauchen dringend mehr Unterstützung – und zwar jetzt!“
„14 Jahre Engagement für kinderreiche Familien haben uns gezeigt, dass wir in Deutschland einen Paradigmenwechsel brauchen. Kinderreiche Familien sind Leistungsträger unserer Gesellschaft (vgl. BiB 2022) und ein unverzichtbares Fundament, um den Herausforderungen der sinkenden Geburtenraten zu begegnen. Deshalb muss Familie Vorfahrt bekommen“, betont Dr. Elisabeth Müller, die Vorsitzende des Verbands.
Im Kontext des Bundestagswahlkampfs empfiehlt der KRFD den demokratischen Parteien, kinderreiche Familien stärker in den Mittelpunkt ihrer Programme zu rücken. Konkret geht es dabei um: 
- Geldthemen im Alltag: Je mehr Personen im Haushalt leben, desto geringer ist das Pro-Kopf-Einkommen. Die Inflation trifft große Familien nach wie vor überdurchschnittlich. Der KRFD schlägt deshalb u.a. ein gestaffeltes Kindergeld ab dem 3. Kind vor und eine Reform der Steuer- und Sozialversicherungssysteme mit Entlastung für Familien.
- Familie, Betreuung und Beruf: Familien leisten unbezahlbare Arbeit für die Gesellschaft. Politik und Öffentlichkeit müssen dies stärker anerkennen, z. B. durch flexiblere Arbeitszeitmodelle und eine Reform des Elterngeldes.
- Bauen, Wohnen und Mobilität: Die Miet- und Kaufpreise in vielen Regionen sind kaum noch bezahlbar. Hier braucht es mehr mehrkindfamilientauglichen Wohnraum, realistische Finanzierungsoptionen und eine Quartiersentwicklung, die kinderreiche Familien im Blick hat.
- Digitalisierung, Chancen und Teilhabe: Die Teilhabe der Kinder und Jugendlichen darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen: das Bildungs- und Teilhabepaket sollte für alle Mehrkindfamilien zugänglich sein. Unterstützungsanträge müssen einfach und digital gestellt werden können.
„Die Bundestagswahl ist eine Chance, Familienpolitik auf die politische Agenda zu setzen“, so Dr. Müller weiter:
„Wir fordern von den Parteien ein klares Bekenntnis zu den Bedürfnissen von großen Familien – denn sie sind die Grundlage für eine nachhaltige Zukunft.“




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14 Kommentare
Wenn Deutschland in 60 Jahren noch bestehen will, dann muss die Regierung ihre Einstellung gegenüber der Familie ändern und die Familie fördern.
Ich denke nicht, dass dieses Thema für die Parteien wirklich interessant ist, erstens ist das eine Minderheit von Familien
zweitens sind solche Familien zu 90 % im rechtskonservativen politischen Spektrum verortet, also eine doppelte Minderheit
also auch nur für einen kleinen Teil der Parteien als Wähler reizvoll
Wenn Sie das als reine Tatsache verstehen: danke, dass Sie uns hier erzählen, was sowieso schon jeder weiß (wobei ich das mit 90% und rechtskonservativ in Frage stellen möchte).
Ich lese aus ihren Beitrag (wie eigentlich fast immer) aber eine gewisse linke Genugtuung. Das ist unnötig.
Keine der „demokratischen“ Parteien hat eine vernünftige Familienpolitik überhaupt auf dem Schirm. Den klarsten Beweis dafür liefert das ZDK, das seit dem Konzil eine Antifamilienpolitik betreibt mit seiner Forderung nach Pille und Abtreibung. Diese Bestrebungen sind widergöttlich, gegen die Menschen und sogar gegen den Staat.
Die deutschen Familien erwirtschaften zu einem großen Teil die RENTEN für ALLE.
Deshalb beinhaltet das Programm der AfD eine familienfreundliche Politik.
Die einzige große demokratische Partei in Deutschland ist die AfD.
Sie warnt vor denjenigen, die Deutschland in den Abgrund führen.
Sie betreibt echte demokratische Oppositionsarbeit.
Stimmt, wir haben ein zwei-Parteien-System: Altparteien und „Alternative“. In diesem Interview sagt Frau Dr. Weidel was sie für die Familien tun wird und noch viel mehr (Abschiebung, Corona-Aufarbeitung): https://www.youtube.com/watch?v=4TqMpQCtPYQ
Zitat: „Im Kontext des Bundestagswahlkampfs empfiehlt der KRFD den demokratischen Parteien,“
Ach, sind denn auch undemokratische Parteien zur Wahl zugelassen? Meine Güte, geht mir dieses ständige Framing auf den Senkel… Aber bald ist damit Schluss: https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/profitiert-afd-von-trump/
Natürlich. Die MLPD und noch eine kommunistische Partei (ihren Namen habe ich im Moment vergessen). Und oft konnte man auch die NPD wählen (die sich jetzt „die Heimat“ nennt) Punkt in dieser Wahl scheint sie aber nicht anzutreten.
Aber selbst die von Ihnen genannten Parteien sind anscheinend gemäß unserer Gesetze zulässig, sonst könnten sie ja nicht zur Wahl antreten (das war meine Intention bei dem Kommentar). Zudem würde ich anstelle der KRFD trotzdem die Aussage „demokratische Parteien“ nicht verwenden, da diese Aussage eine Vorauswahl der KRFD impliziert (ihn also quasi „teil“entmündigt) und der interessierte Wähler wohl nach Studium ALLER Parteiprogramme feststellen wird, welche Partei wählbar ist.
Bei allem Positiven, das hier zur Sprache kommt – der KRFD „empfiehlt“ „den demokratischen Parteien kinderreiche Familien . . .“ –
„den demokratischen Parteien“ . . . (!!!).
Mit dieser Formulierung beteiligt sich dieser Verband an der ausgrenzenden Diffamierung der AfD und schließt sich der undemokratischen bzw. antidemokratischen Vorgehensweise der
„Blockparteien“ an! Ist das hier „übersehen“ worden??
dass der Begriff „demokratische Partei“ auf die AfD nicht zutrifft ist eine interessante Feststellung
Damit, HERR KOVACS, deklassieren Sie sich selbst als absoluten ANTIDEMOKRATEN !
@H.P. Ihrer Aussage stimme ich voll und ganz zu! Wäre ja auch sehr seltsam, wenn undemokratische Parteien auf dem Wahlzettel stehen würden.
Der Text erwähnt die AFD doch gar nicht. Wenn Sie von der AfD als undemokratischer Partei ausgehen, dann ist das Ihre Einschätzung.