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Das EU-Parlament hat in seiner heutigen (17.12.25 ) Sitzung eine Entschließung zur Unterstützung der Forderungen der pro-Abtreibung-Initiative „My Voice, my Choice“ verabschiedet. Danach sollen u. a. künftig Mittel aus EU-Steuergeldern bereitgestellt werden, um Frauen Abtreibungen in einem anderen Mitgliedsland zu ermöglichen.

Die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben, (CDL)  Susanne Wenzel (siehe Foto rechts), kommentiert den Beschluss:

„Die Mitgliedsstaaten haben im Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV) festgelegt, dass die EU auch in gesundheitspolitischen Belangen, die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten für die Gesundheitsversorgung zu berücksichtigen und zu achten hat. (Art. 168 Abs.7 AEUV). Die Kompetenzen der EU in diesem Bereich sind ausdrücklich auf unterstützende Maßnahmen beschränkt. (Art. 6)

Die unterschiedlichen rechtlichen Regelungen der Abtreibung, die auch die ethische und gesellschaftliche Grundhaltung der Gesellschaften der Mitgliedsstaaten widerspiegeln, drohen nun unterlaufen zu werden.

Die Abtreibungsbefürworter im Parlament, die in der bereits gestern geführten Parlamentsdebatte wie schon in vergangenen Debatten durch ihre ungeheure Aggressivität auffielen, bringen Frauen in Deutschland konkret in die Gefahr, künftig von der wichtigen Beratung und den angebotenen Hilfsmöglichkeiten abgeschnitten zu werden. Mit der heutigen Entscheidung hat das Europaparlament einmal mehr seine lebensfeindliche Haltung gegenüber Kindern im Mutterleib dokumentiert.

Die Beratung ist ein wesentlicher Bestandteil im Konzept zum Schutz von Kindern vor der Geburt, da sie Perspektiven für ein Leben mit dem Kind aufzeigen sowie den Frauen im Schwangerschaftskonflikt Schutz und Hilfe bieten soll. Durch die Einführung eines „Abtreibungstourismus“ würde das Beratungsangebot in Deutschland unterlaufen und wir können Frauen im Schwangerschaftskonflikt so nicht mehr erreichen.

Studien haben nachgewiesen, dass Frauen in den meisten Fällen im Schwangerschaftskonflikt unter einem enormen Druck stehen, auch ausgelöst durch Partner bzw. das Umfeld. Eine wirklich „freie und verantwortungsbewusste Entscheidung“, welche die Entschließung ausdrücklich schützen will, ist so nahezu unmöglich, ebenso können den Frauen in der Konfliktlage keine adäquate Hilfen mehr angeboten werden.

Frauen brauchen in dieser so elementaren und existenziellen Krise  Hilfen für sich und ihre vorgeburtlichen Kinder. Die Erleichterung von Abtreibungen, wie sie das EU-Parlament hier unterstützt, ist ganz sicher nicht die Lösung.

Die EU-Kommission hat gestern ihre Entscheidung über die Forderungen von „My Voice, My Choice“ für den 2. März 2026 angekündigt. Sie ist dabei nicht an die Entschließung des Parlamentes gebunden, dennoch ist die Entschließung des Parlaments ein fatales Signal an die von Präsidentin Ursula von der Leyen (CDU) geführte Kommission.

Die Kommission sollte sich bei ihren Abwägungen vergegenwärtigen, dass tatsächlich weitaus mehr als eine weitere Verletzung der Souveränität der EU-Staaten auf dem Spiel steht: Sollte die Kommission dem Anliegen folgen und gegen die Regelungen und vor allem die Werte der EU verstoßen, würde dies auch zu einer weiteren Entfremdung bei vielen Bürgern beitragen.

Ein Eingreifen der EU in die nationale Gesetzgebung in dieser bedeutenden Frage liefe nicht nur den EU-Verträgen zuwider, sondern auch der Europäischen Grundrechtecharta, die Europa verpflichtet, die unantastbare Würde des Menschen zu achten und zu schützen (Art.1 ) und das Recht auf Leben festschreibt (Art. 2).

Es wäre überdies das historische politische Vermächtnis einer christdemokratischen Kommissionspräsidentin, die zudem selbst Mutter und darüber hinaus auch noch Fachärztin für Gynäkologie ist, also um die Risiken der Abtreibungen für die Frauen weiß, wenn die Abtreibung unter ihrem Vorsitz in den EU-Mitgliedsstaaten weiter etabliert würde.

Kommentare

11 Antworten

  1. Interessant wäre, welche Parteien im Europaparlament für, und welche gegen die Resolution gestimmt haben. Weiß jemand, wo man das Abstimmungsverhalten ermitteln kann?

    1. Inzwischen habe ich die Abstimmungsergebnisse gefunden, nämlich bei „Abgeordnetenwatch“. Es wurd namentlich abgestimmt. von den deutschen Abgeordneten im EU-Parlament stimmten die AfD (ESN)-Abgeordneten geschlossen dagegen, die CDU (EVP)-Abgeordneten mehrheitlich dagegen (bei einer Ja-Stimme und 4 Enthaltungen), während Grüne- und SPD-Abgeordnete geschlossen für die Resolution stimmten.

  2. Liebe Frau Küble! Es tut ihm, dem Mann mit den verschiedenen Identitäten, ich kann auch sagen: MIR, unendlich leid. Für die völlig deplatzierten Worte Ihnen gegenüber. Er, ich, und die anderen bitten Sie von Herzen um Entschuldigung! Der Eckart, ich, der Pope Line, der Seppl Moashammer, und wer da noch war. Vergeben Sie mir bitte! Es wird nicht mehr vorkommen. Nehmen Sie die Entschuldigung an? Falls ja: DANKE! Darf denn der KieL noch schreiben??? Danke für Ihre Antwort, ich wünsche Ihnen „Frohe, gesegnete Weihnachten!“

    1. Guten Tag,
      natürlich nehme ich die freundliche Bitte um Entschuldigung an, Sie und der „Mann mit den verschiedenen Identitäten“ (ich habe es geahnt wegen der Ähnlichkeit des Stils) können auch wieder hier schreiben. Für den Fall, daß es beim Kommentieren aber später wieder polemische Ausmaße annimmt, werde ich nichts mehr freischalten, zum einen grundsätzlich, zum anderen, weil mir die Zeit für ständiges Hickhack fehlt, immerhin läuft die ganze CF-Arbeit hier ehrenamtlich.
      Ihnen und dem/den Anderen ebenfalls segensreiche Weihnachten
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

  3. Es ist einfach nur UNFASSBAR. Wieviele Kinder hat die Präsidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, selbst? Dann, Frau von der Leyen, müssten SIE doch eigentlich ganz an der Spitze von „PRO Kind“ stehen, oder ???

  4. Adenauer und de Gaulle hatten es schon gewusst:

    Die Menschen auf unserem Kontinent wollen ein demokratisches Europa der Vaterländer und einen gemeinsamen Binnenmarkt.

    Das bahnt sich jetzt seit einiger Zeit an und lässt sich mit friedlichen Mitteln wohl kaum noch verhindern.

    https://tkp.at/2025/12/14/europa-steht-dank-seiner-fuehrer-kurz-vor-der-finanziellen-selbstzerstoerung/#awb-oc__25782

    https://www.youtube.com/watch?v=-b299h7jiEQ
    Trumps neue Sicherheitsdoktrin: Alptraum für EU, Segen für Europa

    https://www.youtube.com/watch?v=zB79J_XZtgo
    Zerfällt die EU? US planen radikalen Kurswechsel für Europa

    https://www.youtube.com/watch?v=iwbG796bWRA
    Europa steht am Abgrund und merkt es nicht – Dr. Krone-Schmalz

    https://tkp.at/2025/12/09/die-europaeische-kriegs-und-repressionsunion-der-untergang-der-eu/#awb-oc__25782

    https://www.youtube.com/watch?v=3w–4kgvY7g
    Krieg in der Ukraine: USA opfert Europa – So geht’s jetzt weiter! Patrik Baab warnt

    https://www.youtube.com/watch?v=O1erqxL_tck
    Europa wacht auf: Das politische System fällt gerade auseinander

    Zu den 20 Kernforderungen aus dem Bundeswahlprogramm der AfD für 2025 (23.1.25) gehört auch Punkt „8. Europäische Union: Rückkehr zu einem Europa der Vaterländer.

    Die EU hat sich zu einem zentralistischen System entwickelt, das demokratische Prinzipien untergräbt und nationale Souveränität einschränkt – eine Rückkehr zu einem Staatenbund souveräner Nationen mit klaren Grenzen ist dringend erforderlich.

    Der „Green Deal“, die Euro-Transferunion und der geplante digitale Euroo sowie der unersättliche bürokratische Apparat europäischer Behören machen den Übergang der EU hin zu einer neu zu gründenden europäischen Wirtschafts- und Interessengemeinschaft notwendig.

    Als gemeinsame Interessen sehen wir insbesondere:

    1) einen gemeinsamen Markt;
    2) Schutz der Außengrenzen gegen illegale Zuwanderung;
    3) strategische Autonomie in der Sicherheitspolitik;
    4) Bewahrung europäischer Kulturen und Identitäten.

      1. Sein Ziel, „Gottes Ordnungen zu zerstören“ kann dem Satan nur gelingen, wenn MENSCHEN ihm dienen, indem sie die ihnen von Gott zugestandene ENTSCHEIDUNGSFREIHEIT mißbrauchen.
        Dieses Bewußtsein und die damit verbundenene VERANTWORTUNG schwindet atemberaubend, gerade bei CHRISTDEMOKRATEN !!!

      1. Leider sehr viele Bürger.

        In einer Demokratie sollten alle Bürger und Wähler sich umfassend informieren und andere über Betrug und Lügen aufklären.

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