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"Kritik und Kunst" zu BILD: "Ein Stück aus dem Dollhaus"

Nachfolgend einige Auszüge aus einem aufschlußreichen, anschaulich formulierten Artikel über die Causa Wulff, vor allem aber über die BILDzeitung aus dem Weblog „Kritik und Kunst“.
Der Kommentar  beginnt zunächst ironisch mit den Worten:
„Eine ganz andere Frage ist die nach der Rolle der BILD; dieses Fachblatts für Stilkritik, subtile Recherche, menschlichen Anstand und Wahrheitsliebe.“
Sodann heißt es weiter über die Straßenzeitung:
„Ich finde sie unterirdisch. Wir alle haben unter vier Augen schon mal dummes, zumindest missverständliches Zeugs geredet. (…) Nichts ist widerlicher, als mit irgend welchen „Enthüllungen“ winke-winke zu machen („ich hab hier n alten Mailbox-Mitschnitt, ne alte Email, nen alten Brief“, meist auch noch gefälscht oder aus dem Zusammenhang gerissen…in Thomas Manns Worten: „Die alte Geschichte. Solche Leute haben immer irgend einen Brief.“) und den Betreffenden damit langsam gar zu grillen.“
Danach die derzeitige selbstgefällige Selbstdarstellung der BILDzeitung als tapferer Verteidiger und Leuchttum der Pressefreiheit und-so-weiter handfest  unter die Lupe genommen:

„Übrigens: Die von BILD mit viel Empörungs-Bassa-Manelka und noch mehr Empörungs-Bassa-Teremtemtem vorgetragene Suggestion, es ginge um die Verteidigung der Pressefreiheit, ist einfach ein Stück aus dem Dollhaus.(…)
Wenn sich jemand, etwas wütend, über die Berichterstattung über seine Person beschwert  –  bei BILD liegt nun weißgott häufig genug ein guter Grund dazu vor -, ist das kein Angriff auf die Pressefreiheit.
Hat Wulff mit einer „Lex BILD“ gedroht? (Wie sollte ein Bundespräsident ein solches Gesetz denn in Gang setzen? Kann man mir den entsprechenden GG-Artikel mal zeigen? Ich find ihn gerade nicht…)
Hat er eine Besetzung der Redaktionsräume a la Spiegel-Affäre ins Spiel gebracht? Wollte er seine Leibwächter los schicken? Hat er alles nicht?
Er war bloß etwas wütend? Und hat diese Wut in aller Naivität auch noch mailboxkundig gemacht? Kann mir bitte irgend wer erklären, inwiefern ein etwas wütender Anruf beim Chefredakteur des einflussreichsten, mächtigsten Boulevardblatts in Europa einen Angriff auf die Pressefreiheit darstellt?
Wenn Wulff, nach einem kritischen Artikel im Posemuckeler Kreisblatt, die dortige Chefredaktion angerufen und vermerkt hätte, einen solchen kritischen Bericht über seinen Neoliberalismus, wie ihn sich der 25jährige Volontär xyz geleistet, wünsche er nicht mehr zu lesen, er erwarte Konsequenzen, das Kreisblatt solle auch an sein Anzeigenaufkommen denken, und der Chefredakteur hätte, innerlich strammstehend, verkündt´: „Jawohl, Herr BuPrä, ich werde das persönlich richtigstellen!“, und xyz wäre am nächsten Morgen erwerblos… dann, ja dann. Aber so?“
Quelle und vollständiger Artikel hier:
http://kritikundkunst.wordpress.com/2012/01/07/noch-einmal-kurz-zu-herrn-wulff/

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