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Liturgie ist stärkster Ausdruck des Glaubens

Die Liturgie sei keine „Show“, sondern „der stärkste Ausdruck des lebendigen Glaubens der Kirche“, das Werk Christi selbst, der uns durch sie „zum Eintritt in sein Ostergeheimnis aufruft“. Dies bekräftigte der irakische Kardinal Luis Raphael Sako, Patriarch der chaldäischen Kirche, in einer Erklärung zum laufenden Prozess der liturgischen Erneuerung dieser altorientalischen Kirche.

Sako beschreibt das Wesen der heiligen Messe und ihre zentrale Bedeutung.

„Die Liturgie“, betonte der irakische Kardinal, „ist die Feier der Gegenwart Christi in seinem österlichen Geheimnis, auf eine freudige Weise. Es ist bedauerlich zu sehen, dass wir bei einigen liturgischen Praktiken das Gefühl haben, in Trauer zu sein oder auf der Bühne eines Schauspiels, und nicht in der Freude, die Gegenwart des verherrlichten Christus zu feiern, dem Unterpfand unseres ewigen Lebens“.

Gerade die Bedeutung der Liturgie „bringt die Notwendigkeit mit sich, die Feier gut vorzubereiten“, indem man sich an die liturgischen Zeiten des Kirchenjahres hält und „geeignete Gebete, Lieder und Lesungen vorsieht„:

„Dieses tägliche Leben, das von den Zeiten und Momenten der Liturgie geprägt ist“, so der Patriarch „ist das, was unsere Heiligen und Märtyrer gelebt haben, und wonach wir auch heute noch streben müssen“.

Quelle: Fidesdienst

Kommentare

4 Antworten

  1. Könnte so etwas mal von unserem Papst F. den Bistümern und den Priestern empfohlen werden. Ruhig mit Nachdruck und Beständigkeit, denn was wir hier in den kathl. Kirchen an Liturgie teilweise ertragen müssen, ist schon unerträglich.
    So manch ein Gläubiger flüchtet in die tridentinische Messe, weil dort genau das gefeiert wird, wie der Patriach es hier erklärt.

    Christus ist Mittelpunkt in der Liturgie und die Feierlichkeiten sollten sich an dem liturgischen Kalender ausrichten.
    Jedoch nicht zuviel von z. B. Marienmessen oder Heiligen-Gedenken. Manche Priester widmen die ganze Zeit der Messe der Verehrung Mariens und der Heiligen. Das schreckt mich ebenfalls ab.

  2. Es wäre interessant zu wissen wie diese liturgische Erneuerung aussieht
    ich weiß nur aus der unierten Kirche der Ruthenen da diese sich mit Händen und Füssen gegen römische Ideen zur Erneuerung sträuben zu recht meiner Meinung nach

    1. In den Ostkirchen ist die Liturgie die „Lebendigmachung des Glaubens“. Jede Änderung der Liturgie bedeutet Änderung des Glaubens. Darum auch die heftigen Auseinandersetzungen in der russischen Kirche des 17.Jh. um Bekreuzigung mit drei oder mit zwei Fingern. Darum auch die heftigen, letztlich schädlichen Auseinandersetzungen in den griechisch-katholischen Kirchen (den Ausdruck „uniiert“ lehnen sie ab) um östliche Tradition versus Romanisierung, wobei es dabei tatsächlich eben auch zu Glaubensänderungen gekommen ist. Westlichen Christen ist es oft nicht klar wie Ostchristen „ticken“, es braucht da nicht nur enorme Sachkenntnisse sondern noch mehr Einfühlungsvermögen.

      1. Ergänzung: Wobei gerade die Liturgie der Chaldäer eine sehr spezielle Sache ist. Es geht um die Frage der Liturgie von Addai und Mari der sog. Apostolischen Kirche des Ostens, der quasi Mutterkirche der Chaldäer und der damit verbundenen Frage der Interkommunion. In welche Richtung die von Kardinal Sako geplante Erneuerung geht bleibt ja im Dunkeln. Wer im Westen hat davon schon eine Ahnung?

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