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Martenstein beklagt „Nebelkerzen“ in der Debatte um die Ausländerkriminalität

In der „WELT am Sonntag“ (WamS) gibt es neben etlichen linksliberalen Autoren immerhin auch einige zeitgeistkritische Stimmen; zu ihnen zählen z.B. die frühere Familienministerin Dr. Kristina Schröder (CDU), der Rechtsprofessor Arnd Diringer und vor allem Harald Martenstein mit seiner wöchentlichen Kolumne „Neben der Spur“.

Der wortgewandte Journalist und Buchautor (siehe Titelfoto) erhielt im Frühjahr 2023 den „Medienpreis für Sprachkritik“ von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) und der Hans-Oelschläger-Stiftung. 2008 bekam er den Henri-Nannen-Preis in der Kategorie Humor.

In der aktuellen WamS vom 14. April 2024 befaßt sich Martenstein unter dem Titel „Nebelkerzen gegen Ausländerkriminalität“ mit dem Ergebnis der Kriminalitätsstatistik. Er mokiert sich darüber, daß manche Medien trotz klarer Faktenlage von der „sogenannten“ Ausländerkriminalität schreiben. Dann greift er den Ausdruck ironisch selber auf:

„Die Zahlen sind eindeutig. Aber wie kann man sie wegerklären? Wie kann man der Bevölkerung klarmachen, dass der Anstieg der sogenannten Ausländerkriminalität nichts mit einer Migrationspolitik zu tun hat, die im Großen und Ganzen weiterzugehen hat wie bisher…“

Danach erwähnt er „drollige“ Beispiele für derartige „Erklärungsversuche“, unter anderem das Argument, dieses Problem sei „eine Folge von Gewalterfahrungen und traumatisierenden Erlebnissen auf der Flucht“.

Der Autor räumt ein, dies könne in „einigen Fällen“ zutreffen. Dann fährt er fort:
„Wieso aber haben dann Gewalterfahrungen und Traumata der deutschen Flüchtlinge und heimkehrenden Soldaten nach 1945 nicht zu einer vergleichbaren Entwicklung geführt?“ 

Außerdem erinnert er an die Boat-People, die in den 70er Jahren vor der kommunistischen Diktatur in Vietnam flüchteten:
„Wieso ist die Kriminalität, vor allem Gewaltkriminalität,  bei Flüchtlingen aus Vietnam, die in ihren Booten auch einiges mitgemacht haben, signifikant geringer gewesen als bei denen aus Afghanistan?“

Das Argument mit den „Traumatas“ auf dem Fluchtweg erkläre also nichts und sei daher eine „Nebelkerze“.

An der Ausländerkriminalität sei also „alles Mögliche schuld“, so schlußfolgert Martenstein, „nur nicht die Täter, nur nicht gewisse kulturelle Prägungen und nur nicht die deutsche Politik“.

Kommentare

7 Antworten

  1. Viel Klientel im einheimischen Volk fallen unter den statistischen Tisch, Hauptsache Rundum-Versorgung für Asylanten pauschal, selbst für Kriminelle und Asylschmarotzer. Gestern kam ein Beitrag, der mich nachdenklich machte, warum spielen Obdachlose in unserem Nanny-Staat keine Rolle mehr, wenn es darum geht, denen zu helfen.
    Das kann so schnell passieren, insolvente Firmen und Unternehmer, Mieter, da der Mieterschutz ausgehebelt wurde und Immobilien als Spekulationsobjekte für den globalen Markt frei gegeben wurden und so die Mietpreise künstlich durch die Decke schießen.
    Wenn der Mietpreisstandard den Profiteuren zu gering ist, sie diesen nicht kürzlich drastisch erhöhen können oder Wohnraumviertel anders verplanen, wo Einheimische dort stören, weil sie Migrantenviertel werden sollen, da heuert man unseriöse Firmen an und auch Vermögensgesellschaften.
    Diese beschäftigen dubiose Unterfirmen, Arbeitslose für Schwarzgeld oder auch Migranten als Räumkommando, auch wenn die Mieten bezahlt sind. Diese haben den Auftrag, den Menschen aus der Wohnung zu entsorgen. Als Bonus kann es auch sein, dass man Gruppenvergewaltigungen in Kauf nimmt.
    Wenn diese Menschen einsam sind, niemand sie kennt und sie sich nicht ausweisen können, dann landen diese obdachlos auf der Straße.
    Wir wissen also nicht, was diese Menschen erlebt haben, bevor sie obdachlos wurden, welchen Horror sie vielleicht erlebt haben, aber das sind Methoden von skrupellosen Immobilienhaien, die unter politischer Deckung stehen.
    Auch wenn ich von solch blanken Horror verschont bin, aber die Methoden gegen den Kampf um unerwünschte einheimische Bürger sind knallhart, wenn es um das Geschäft geht. Da reissen die Gutmenschen nicht die Klappe auf und fordern Hilfsbereitschaft für die Mitbürger, sondern bejubeln die Menschen-Schlepperei. Die Verantwortung für die Folgen als Nestbeschmutzer tragen sie nicht.

  2. Ende der 40er und in den 50ern sind in den Westzonen viele soziologische Arbeiten erschienen, die sich mit der Situation heimatvertriebener Jugendlicher befassten.
    Auffällig ist, dass diese eine unterdurchschnittliche Kriminalität und einen überdurchschnittlichen Bildungswillen aufwiesen.
    Die extrem hohe Kriminalität und die Bildungs-Phobie ausländischer Jugendlicher wird von den staatstreuen Medien durch deren „schwierigen“ Lebenslauf, ihre Entwurzelung, den Abstand zur Umgebungs-Bevölkerung, die Traumatisierungen bei und vor der Flucht und ihre Armut erklärt.
    Das sind sämtlich Eigenschaften, unter denen die deutschen Heimatvertriebenen in weitaus größerem Ausmaß und viel längere Zeit zu leiden hatten.
    Den arglosen Leser sollte es maßlos erstaunen, wie identische Störungen solch konträre Ergebnisse zeitigen können.

  3. Kein Mensch kann inzwischen mehr übersehen, dass wir gerade den Nahostkrieg in unser Land importieren. Die Zahlen der Kriminalstatistik sprechen für sich, auch dass Einheimische, wenn es dunkel wird aus Angst die Bordsteinklappe hochziehen, obwohl wir uns im eigenen Land fei bewegen sollten. dass Frauen die korrupte Bahn meiden oder ÖPNV, weil sie bibbern und beten, heil nach Hause zu kommen, dass wir selbst schon in Krankenhäusern oder Job Centern Polizeischutz brauchen, wie schlimm soll es noch werden? Selbst wirkliche Flüchtlinge fliehen wieder aus Deutschland, wo sie ihren Peinigern begegnen, die zum armen Flüchtling verklärt werden.
    Seit Jahren geht das Theater, dass Asylaufnahmeeinrichtungen Brennpunkte von Gewalt sind.Arme Menschen in Deutschland an der Tafel betteln müssen, manchmal auch „kloppen“ müssen mit gierigen Asylanten, die ihr Essen weg werfen und nicht achten und wir bleiben auf dem Flüchtlingsmärchen sitzen. Man hätte schon lange bei der Fehlentscheidung von Merkel zurück rudern und konsequent abschieben müssen. Stattdessen werden unsere Asylschmarotzer noch gepampert, als seien sie keine Flüchtlinge, die sich integrieren müssen.

  4. Herr Martenstein hat natürlich Recht. Diese Zirkelschlussargumentation führt zu nichts.

    In dem verengten Mainstream-Debattenraum gibt es oft kaum klare Definitionen und keine Angaben der Prämissen mehr. Man kann so fast alles mit allem begründen.

    Diese Art der verkürzten Argumentation ist üblich bei Werbe- und Propagandatexten.

    Für eine demokratische Gesellschaft reicht das nicht und wirkt nicht aufklärend und konstruktiv. Wir müssen immer die Zusammenhänge und alle relevanten Perspektiven und Aspekte berücksichtigen. Wenn man einen bestimmten Standpunkt vertritt, ist auch deutlich zu machen, dass man diesen vertritt und auch auf welche Fakten oder Rohdaten man sich dabei stützt.

    Andere Standpunkte, bei denen man bei der Auswahl der Denkvoraussetzungen bzw. Prämissen und der zu betrachtenden Fakten anders entschieden hat und zu anderen logischen Schlüssen kommt, sind natürlich zuzulassen.

    Wir sollten wieder eine Kultur der vielseitigen und gegenseitigen Information und Aufklärung anstreben. Ohne sie ist Demokratie nicht denkbar.

    https://tkp.at/2024/03/26/von-medien-maerchen-und-zwergen-wie-aus-der-vierten-gewalt-allmaehlich-der-siebte-zwerg-von-links-wird/

  5. Nach Aussage des ehemaligen Generalmajors Schultze-Rhonhof ist der Ausländeranteil in einem Hamburger Gefängnis 60 %. Nach Aussage eines Mitarbeiters, der in den Werkstätten des Gefängnisses von Mosbach (Baden) beschäftigt ist, liegt der Ausländeranteil bei 70 %. Maximales Alter der Gefängnisinsassen 25 Jahre. Nach Aussage einer Frau, die Strafgefangene kurz vor der Entlassung und noch eine Weile danach vom Gefängnis in Bruchsal betreut hat, liegt der Ausländeranteil bei 80 %.
    Die Angaben liegen 6 bis 8 Jahre zurück.

  6. Gut, dass Sie Prof. Diringer erwähnen , liebe Frau Küble. Peter Hahne hat ihm in seinem Mega-Bestseller „Ist das euer Ernst?!“ ein ganzes Kapitel gewidmet — über die Erpressung durch Arbeitgeber im Blick auf Klima-Ideologie. Man kann der ansonsten erschreckend liberalen (Springer dreht sich im Grabe um) WamS für solche Autoren nur dankbar sein. Sonst würde sie wahrscheinlich gänzlich ein Waterloo der Abbestellungen erleben.

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