KINDHEIT
Voll Früchten der Holunder;
ruhig wohnt die Kindheit
in blauer Höhle. Über vergangenen Pfad,
wo nun bräunlich das wilde Gras saust,
sinnt das stille Geäst, das Rauschen des Laubs.
Ein gleiches, wenn das blaue Wasser
im Felsen tönt.
Sanft ist der Amsel Klage. Ein Hirt
folgt sprachlos der Sonne,
die vom herbstlichen Hügel rollt.
Ein blauer Augenblick ist nur mehr Seele.
Am Waldsaum zeigt sich ein scheues Wild
und friedlich
ruhn im Grund die alten Glocken
und finsteren Weiler.

Frömmer kennst du den Sinn
der dunklen Jahre,
Kühle und Herbst in einsamen Zimmern.
Und in heiliger Bläue läuten
leuchtende Schritte fort.
Leise klirrt ein offenes Fenster; zu Tränen
rührt der Anblick
des verfallenen Friedhofs am Hügel,
Erinnerung an erzählte Legenden;
doch manchmal erhellt sich die Seele,
Wenn sie frohe Menschen denkt,
dunkelgoldene Frühlingstage.
Georg Trakl






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4 Kommentare
Dieses Trakl-Gedicht kannte ich noch gar nicht.
Schön, dass es hier im CF Platz gefunden hat.
Ein Gedicht von praller, bunter Schönheit. Dies, kombiniert mit der Schilderung mancher Einzelheiten, finde ich gelungen! Hier werden die Mittel ausgenutzt, die einem Text erst diese Aussagekraft verleihen können! Die die Fantasie des Lesers wecken. Das ist Meisterschaft!
Dunkelgolden, in heiliger Bläue, frömmer – ???
Ständig diese lähmende Sentimentalität, was soll das im christlichen Forum?
Zur Scheidung von Seele und Geist siehe Hebr 4, 12.
Verzeihung, wenn ich mich nicht zum Gedicht äußere, verbindend ist vielleicht der Schmerz,
hier über eine verfehlte, naturzerstörende, menschenverachtende
GRÜNE UMWELTPOLITIK.
HABECK hebelte mit Paragraph 2 des EEG praktisch alle Einspruchsrechte gegen den Ausbau von Windkraft aus.
Ein Gutachten von Prof. Boehme – Nessler im Auftrag von Vernunftkraft EV Niedersachsen zeigt nun:
Robert Habecks «Windkraft-Turbo» verstösst gegen Grundgesetz und EU – Recht – und verletzt sogar das Nachhaltigkeitsgebot https://share.google/2mugVeHnWZC4Evz3c