Besonders eindrucksvoll und vielseitig ist das Schwäbische Krippenmuseum in Mindelheim im Allgäu; die Stadt im Bistum Augsburg liegt östlich von Memmingen. Das Museum wurde im Jahre 2019 mit dem Schwäbischen Museumspreis der Hans-Frei-Kulturstiftung ausgezeichnet.
Es besitzt eine umfangreiche und hochkarätige Sammlung regionaler Krippen aus fünf Jahrhunderten.
Dabei wird ein großartiger Bogen gespannt von der ältesten Krippe Schwabens, bei der es sich um eine der ersten Krippen nördlich der Alpen handelt, bis hin zu Werken der zeitgenössischen Krippenkunst.
Das Schwäbische Krippenmuseum bietet jedoch weitaus mehr als nur eine chronologische Abfolge idyllischer Welten im Kleinen. Vielmehr werden einzelne Themeninseln rund um das Thema „Krippe“ erschlossen. 
Die hinter den Krippen stehende Kulturgeschichte nimmt in der Dauerausstellung den größten Raum ein, weshalb das Museum ganzjährig geöffnet ist.
Vorläufer der Krippen waren einzelne Christkind-Figuren. Sie sind eine „Erfindung“ schwäbischer Frauenklöster zu Beginn des 14. Jahrhunderts.
Die Bildhauer jener Zeit betonten nicht nur die Realitätsnähe der Figuren, sondern auch die Interaktion mit anderen Personen der Weihnachtsgeschichte.
Diese Jesuskind-Figuren waren wegbereitend für die ersten Krippen, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts entstanden.
Einmaliger Höhepunkt der Sammlung im Krippenmuseum ist das älteste Christkind der Welt aus dem Jahre 1300.
Quelle und weitere Infos hier: https://www.mindelheimermuseen.de/schwaebisches-krippenmuseum/
Titelbild: ©-bayern.by Gregor Lengler





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