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Von Felizitas Küble

Am Freitag, dem 15. Mai 2026, wurde in der Aegidii-Kirche von Münster ein Seelenamt mit Predigt für den am 9. Mai verstorbenen Benediktiner Dr. Johannes Chrysostomus Ripplinger zelebriert (siehe Titelbild). Das Requiem für den mit 80 Jahren von Gott heimgerufenen Priester wurde von Pfr. Thomas Burg ab 18 Uhr im überlieferten lateinischen Ritus gefeiert.

Der glaubensstarke Pater Ripplinger, mit dem unsere Redaktion jahrzehntelang freundschaftlich verbunden war, hat sich rund 15 Jahre um die klassische Liturgie („alte Messe“) in dieser würdig gestalteten Kirche gekümmert.

Wir haben dies in unserem Nachruf beschrieben und dabei auch seinen Einsatz für die kranken und hochbetagten Gläubigen dieser Gottesdienstgemeinschaft geschildert: https://christlichesforum.info/wir-trauern-um-pater-dr-ripplinger-osb/

Am Samstag-Nachmittag fand in der Abtei Gerleve die Totenfeier für den verstorbenen Mitbruder statt. An dem Requiem in der mit Trauergästen gefüllten Klosterkirche nahmen rund 30 Patres, Priester, Mönche und Ordensleute teil.

Abt Andreas Werner war Hauptzelebrant und Pater Erasmus Tripp hielt die Predigt. Er erinnerte die Gläubigen daran, wie stark Pater Ripplinger aus der Kraft der Eucharistie gelebt und gewirkt hat. Die Liturgie sei wie ein Abglanz der Anbetung Gottes im Himmel, gleichsam ein Strahl des ewigen Lichtes.

Auch die lehramtstreue, theologisch klarsichtige Haltung des verstorbenen Mitbruders erinnere an den Kirchenvater Johannes Chrysostomus, der Patron für den Ordensnamen des Paters, der ursprünglich mit bürgerlichem Namen Karl-Heinz hieß.

Er war erst bodenständig als Maurer tätig, bevor er sein Abitur bei den Steyler Missionaren absolvierte und danach 1970 in der Abtei Gerleve eintrat. Fünf Jahre später folgte die Priesterweihe, 1979 promovierte er zum Doktor der Theologie.

Der Prediger würdigte sodann das Gottvertrauen und die Glaubensstärke, auch die Fähigkeit des verstorbenen Mönches zur Freundschaft mit anderen und seine große Geduld. Trotz wochenlanger Krankheitszeiten habe er sich nie beklagt, sei immer zufrieden gewesen und habe sich dem Pflegepersonal gegenüber sehr dankbar gezeigt.

Der seeleneifrige Pater Ripplinger starb am Samstagabend  – während der Osterzeit  – sozusagen „in den Sonntag hinein“. Er sei in jenem Leben angekommen, in das er zuversichtlich seine Hoffnung gesetzt habe.

BILDER: Trauerzug von der Kirche zum Klosterfriedhof hinter der Abtei und am Grabe dort

Sein Mitbruder, erklärte der Abt weiter, sei eher besinnlich gewesen, habe wenig von sich gesprochen, sei aber in freundschaftlicher Runde und vertrauter Athmosphäre gerne gesellig und heiter gewesen. 

In ihrem schriftlichen Nachruf schreibt die Abtei Gerleve außerdem:
„Eine große Liebe zu Christus bei der Feier der heiligen Messe, die Marienverehrung und seelsorglicher Eifer prägten sein Leben, bis seine Kräfte krankheitsbedingt zusehends abnahmen.“

Die Mönche haben ihren Mitbruder am Samstag gegen 16 Uhr auf dem „Akademiker-Feld“ ihres Klosterfriedhofs begraben, umgeben von zahlreichen Grabstellen anderer Patres, die zu Lebzeiten einst als Professoren tätig waren.

Die Abtei Gerleve hat alle Trauergäste nach der Beerdigung freundlich in ihr Gasthaus eingeladen. Dort konnten die Freunde des Verstorbenen sich bei belegten Brötchen, Kaffee und Kuchen austauschen und auch gegenseitig über den Verlust hinwegtrösten.

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