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Münster: Lebensrechtler-Mahnwache protestiert gegen Abtreibungswerbung

Von Felizitas Küble

In der zentralen Stadtbücherei von Münster fand über Wochen hinweg eine skandalöse Ausstellung mit mehreren begleitenden Veranstaltungen statt, die von der Abtreibungslobby gestaltet wurden (darunter das ultralinke „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“). Prospekte entsprechender Art wurden zudem auch in städtischen Filial-Bibliotheken ausgelegt.

Gefördert und bezuschußt wurde diese Propaganda für eine völlige Abtreibungsfreiheit amtlich durch die Stadt Münster und das Land NRW.

Auf Riesenpostern wurden Kampfparolen gegen den §218 gezeigt, in einer Vagina-Zeichnung (!) fand sich der Schriftzug „Abtreibung ist okay“, auch in Flugblättern wurde die totale Legalisierung der vorgeburtlichen Kindstötung  (bis zum 9. Monat) gefordert.

(Siehe hierzu unseren Bericht: https://christlichesforum.info/skandal-in-muenster-werbung-fuer-totale-abtreibungsfreiheit-in-der-stadtbibliothek/ sowie eine entsprechende Meldung aus IDEA: :https://www.idea.de/artikel/stadtbuecherei-zeigte-werbeplakate-fuer-abtreibungen)

Ein dutzend Lebensrechtler haben am 28. September um 17 Uhr kurzfristig eine Spontan-Demonstration neben dem Haupteingang der Stadtbibliothek durchgeführt. Zu den Männern und Frauen gehörten Mitglieder aus der CDL, ALfA, Christoferuswerk, Sundays for life etc.

Auch Prof. Dr. Paul Cullen, ein namhafter Mediziner, Autor und Vorsitzender der „Ärzte für das Leben“, nahm an diesem Flashmob teil.

Die kurze Mahnwache diente als öffentliches Signal gegen die mit Steuergeldern finanzierte Ausstellung in der Stadtbücherei, die sich in direkter Nähe zur zentral gelegenen Lamberti-Kirche befindet.

Die Lebensrechtler, die sich teils zum ersten Mal gesehen haben, hielten Plakate hoch, in denen die Liebe zum Kind und die Mutterschaft poetisch gewürdigt oder das Unrecht der Abtreibung plastisch aufgezeigt wurde.
Auch ein Poster mit dem Bildnis des seligen Kardinal von Galen war dabei, zumal dieser mutige Kirchenmann sich während der NS-Diktatur gegen die Euthanasie gestellt hatte.

Danach ging es für die wackeren Verteidiger der Ungeborenen weiter zur etwa 600 m entfernten Stubengasse:

Dort auf dem Platz hatte das besagte „Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung“ zum Abschluß der Veranstaltungsreihe in der Stadtbücherei einen Infostand aufgerichtet und verteilte Faltblätter unter dem Motto: „Stoppt die christlichen Fundamentalisten!“ – Auch in dieser Schrift wurde die „Entkriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen“ gefordert, zudem Kostenfreiheit für die „Pille danach“.

Wie unser FOTO-Ausschnitt zeigt, haben sich die Lebensrechtler mit Prof. Cullen (erster von rechts) vor dem Pro-Abtreibungs-Stand nebeneinander aufgestellt und ihre Plakate für das Leben präsentiert.

Die Vertreter der „Entkriminalisierung“ staunten nicht schlecht – und als ihnen die „Sachlage“ klar wurde, schwenkte eine eifrige Aktivistin kräftig ihre „Selbstbestimmungs-Fahne“ hinter unserer Gruppe. Es gab jedoch keinerlei Streit zwischen den gegensätzlichen Standpunkten, was man in diesem Fall auch der Gegenseite immerhin zugutehalten muß.

Fotos: Felizitas Küble

 

 

 

Kommentare

5 Antworten

  1. Danke, danke, danke für diesen sichtbaren Protest!
    Und wie entlarvend, dass der Schriftzug „Abtreibung ist okay“ in einer Vagina-Zeichnung platziert wurde: Für die sexuelle Lust will man über Leichen gehen! Ein Bild vom operativen Ergebnis einer Vakuumaspiration wäre zwar passender, aber natürlich nicht medientauglich.

  2. Was für eine super Aktion.
    Diese Flashmobs sind medial sehr wirkungsvoll. Die Presse greift gerne diese Aktionen auf.
    Und sehr mutig von den Lebensrechtlern, in die „Höhle des Löwen“ zu gehen.
    Aber diese hatten ja den Löwen von Münster im Gepäck;-).

    Solch eine entsetzliche Ausstellung darf nicht ohne Widerstand einfach so veranstaltet werden.
    Halten wir die Augen auf.

  3. Wunderbar, diese schnelle Reaktion der aktiven Lebensrechtler! Gab es denn keinerlei Proteste aus den kirchlichen Gremien? Diese Leute besuchen doch auch die Stadtbüchereien? Auch vom Bistum hätte ein Protest kommen müssen! Freigabe der Abtreibung ist die Freigabe zum Mord an Kindern! Soll die Todesstrafe an Kindern ungeniert toleriert und gefördert, ja von unseren Steuergeldern bezahlt werden? Es scheint wirklich so, dass die Kirche nicht kampagnenfähig und auch für viele Dinge gar nicht mehr kampagnenwillig ist.
    Wann, wenn nicht hier wäre ein geharnischter Protest aller katholischen Pfarreien Münsters angesagt gewesen.
    Ich bleibe dabei: Jedes Ordinariat benötigt einen direkten Ansprechpartner für die Belange und Anliegen der Lebensschützer. Die Kirche kann den Einsatz für den Lebensschutz – vor allem der Ungeborenen – nicht einfach delegieren. Hier sind alle gefragt! Jede Pfarrei braucht eine Prolife-Gruppe, jedes Dekanat einen Lebensschutz-Beauftragten – nicht nur Umweltbeauftragte sind wichtig!

    1. meine volle Zustimmung. Wo waren die Pfarrer und der Bischof aus Münster?
      Von Widerspruch keine Spur?
      Wurde von den Pfarreien ein Brief verfasst, der die Ausstellung beklagte?
      Anscheinend nicht.

      Leider ist Protest gegen Abtreibung auf dem Weg des synodalen Weges, der eh nur um sich selbst kreist, eingeschlafen.

      1. Im Gegenteil, Frau Dr. STETTER – KARP hat ihre Haltung bekräftigt, und darf weiter – offenbar mit breiter Rückendeckung des ZDK als „oberste Vertreterin der Katholischen Laien “ dem Synodalen Weg vorstehen. Es wird also nicht nur nicht mehr GEGEN Abtreibung protestiert, sondern proaktiv die Agenda “ Ausweitung der Möglichkeiten und verpflichtende ärztliche Ausbildung “ vertreten. Bischof Bätzing hat einen “ Dissens “ erklärt, setzt aber ungerührt die Zusammenarbeit fort…
        Mit dem Segen Gottes ???

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