Top-Beiträge

Links

Von Felizitas Küble

Wir haben bereits am Sonntag (29.7.) mit Text und Fotos über die grauenhafte Verunstaltung zweier Fassaden der Liebfrauenkirche (auch Überwasserkirche genannt) in Münster berichtet: https://christlichesforum.info/muenster-polemik-gegen-us-bischof-barron-liebfrauenkirche-wuest-beschmiert/

Unser Titelbild zeigt das Hauptportal des Gotteshauses, wobei hier nur etwa ein Viertel der gesamten Schmierereien zu sehen ist.

Anlaß für die vermutlich von der linksradikalen Antifa verursachten Farbattacken war die Auszeichnung des gelehrten US-Bischofs Robert Barron (siehe Foto) mit dem angesehenen Josef-Pieper-Preis.

Inzwischen ermittelt der Staatsschutz in Münster gegen „Unbekannt“  – das bedeutet: Die Polizei geht von einem „politischen“ Hintergrund der (Un-)Tat aus.

Da der katholische Oberhirte in puncto Glaube und Sittenlehre treu den Standpunkt seiner Kirche vertritt, wobei er für amerikanische Bischofsverhältnisse nicht einmal sonderlich konservativ erscheint, für das woke Milieu hierzulande aber ein „rotes Tuch“ darstellt, gab es gegen die ihm verliehene Würdigung wütende Proteste und eine Art „Mahnwache“ auf dem Kirchplatz, die zwar gewöhnungsbedürftig war, aber immerhin gewaltlos verlief.

Anders zwei Nächte zuvor die wüsten Verunstaltungen sowohl am Gemäuer der erwähnten Innenstadtkirche wie am Bildungszentrum der Diözese: Auch das Franz-Hitze-Haus wurde nachts von „Unbekannten“ mit linksradikalen Parolen beschmiert (z.B. „Fuck USA“, „Fuck Trump“). Der „Anlaß“: Dort fand am Samstag ein Seminar zur Vorbereitung der Preisverleihung an Barron statt.

Wie in unserem Artikel geschildert, sprachen wir mit einem Fachmann über die skandalösen Vorgänge. Der Sicherheitsbedienstete zeigte sich verwundert darüber, daß kirchlicherseits kein Wachpersonal für die nächtliche Kontrolle  – zumindest der Kirche – angefordert worden war. 

BILD: Die beleidigende Parole „Fuck Judas“ gilt dem amerikanischen Bischof Barron

Einer unserer diesbezüglich kompetenten Leser schrieb mir zu den fürchterlichen Vorgängen folgenden Brief: 

„Was Sie über den Vandalismus an der „Überwasserkirche“ durch die vermutliche Tätergruppe ANTIFA berichteten, hat mich nicht überrascht.

Überrascht hat mich allerdings die Unfähigkeit der kirchlichen Verantwortlichen, durch geeignete Massnahmen Vorsorge zu treffen und die Tätergruppe rechtzeitig zu stellen und der Polizei zu übergeben.

Als ehemaliger Sicherheitsoffizier im Frontnachrichtendienst der Bundeswehr hätte ich den kirchlichen Verantwortlichen in Münster einen wirksamen Sicherheitsplan erstellen können. Ob dieser jedoch angenommen worden wäre, da bin ich mir nicht sicher.

In der Corona-Zeit machte ich den Vertretern von „Mutter Kirche“ als einstiger ABC-Abwehr-Offizier und ABC-Fachberater im Katastrophenschutz seuchenhygienische Vorschläge, die man nicht akzeptierte, sondern lieber den staatlichen Vorgaben der laienhaften Politiker folgte.

Der Primat der Politik brachte das uns bekannte unverantwortliche Chaos. Die kirchlichen Vertreter verhalten sich ängstlich und sind ähnlich laienhaft wie jene Politiker.“

Kommentare

18 Kommentare

  1. Das Entscheidende: zu dem allen schweigen cdu und csu und die von idiotischen Wählern in die Ämter gespülten Narren. Sie sind nur auf den Barrikaden, wenn es einen Hauch „antimuslimischen Geistes“ aufzuspüren gilt. Genauso die Kirchensteuer-Kirchen. Das einst konservative Münsterland ist ein Paradesbeispiel für den Untergang. Umso wichtiger sind die tapferen Widerständler, die sich nicht beirren lassen.

  2. Zitat: „Überrascht hat mich allerdings die Unfähigkeit der kirchlichen Verantwortlichen, durch geeignete Massnahmen Vorsorge zu treffen und die Tätergruppe rechtzeitig zu stellen und der Polizei zu übergeben.“ Genau das frage ich mich auch! Das Bistum hätte entweder die Polizei bitten können, in den Tagen und Nächten vor der Veranstaltung dort Streife zu fahren oder man hätte die Sicherheitsfirma damit beauftragt (vielleicht noch effektiver und billiger als die Entfernung der Schmierereien).

    1. Ein paar Schmierereien und vorschriftsmässig geht wieder mal die Welt unter. Das hätten die Gegner der Katholischen Kirche wohl gerne, wegen dieser unspezifischen Verunstaltungen mimimi zu machen und nach den starken Männern zu rufen. Der Herr der Kirche — sollte allgemein bekannt sein — ist Christus und der — sollte auch bekannt sein — hat sich kreuzigen lassen. Kein mimimi wegen dieser skandalisierten weltlichen Nebensächlichkeiten.

      1. Guten Tag,
        die Verunstaltung eines Gotteshauses ist weder „nebensächlich“ noch „weltlich“, sondern skandalös und blasphemisch.
        Hier ruft auch keiner nach den „starken Männern“, sondern nach Wachmännern, damit diese „skandalisierten weltlichen Nebensächlichkeiten“ im Vorfeld verhindert werden.
        Solange Ihre Fassade nicht betroffen ist (wie z.B. meine Hauswand dreimal), kann man locker drüber lästern.
        Freundlichen Gruß und gute Besserung!
        Felizitas Küble

      2. @neuhamsterdam: Dann antworte ich mal mit einem Bibelzitat: „Bedenkt dies: Wenn der Herr des Hauses wüsste, in welcher Stunde in der Nacht der Dieb kommt, würde er wach bleiben und nicht zulassen, dass man in sein Haus einbricht.“ (Mt 24,43) … und in diesem konkreten Fall wusste man vorher, wann der „Dieb“ (also Schmierfink) kommt.

  3. Ach, jetzt sind unsere führenden Politiker völlig durchgeknallt und die islamischen Gemeinden jubeln, dass der Islam als Schulfach eingeführt werden soll, wie bekloppt ist das denn. Obwohl es mich damals zweifeln ließ, war ich nicht dagegen, dass Kirchenmitarbeiter und Co. staatliche Beamte werden, bei dem heutigen Missbrauch der Pharisäer, die sich Christen nennen, vertrete ich wohl die Ablehnung des Religionsunterrichtes an den Schulen, weil es den Hass von radikalen Muslimen auf Christen und Juden verschärft. Für die Vermittlung von religiösen Wissen sind die Betreiber der Gotteshäuser selbst zuständig, um religiösen Missbrauch zu verhindern. Saßen früher in der DDR die verfolgten Christen in der Kirche, so fliehen viele, sitzen heute jene Parteibonzen zum Kaffee-Kränzchen in der Kirche. Wo bleibt eigentlich der jüdische Unterricht an den Schulen, während man Einsatz gegen Antisemitismus fordert, aber gleichzeitig Judenhass und Christenhass fördert.

  4. zwei „Geistliche“ – einer in einer brauen Kutte, ein anderer im schwarzen Anzug, waren bei den „Demonstrationen“ gegen Bischof Barron dabei. Sie wollten „ein Zeichen setzen“. Vor und nach der Hlg. Messe.
    Traurig, der Grad der Verwirrung. Nicht alle Priester beten täglich: „bewahre und vor Verwirung und Sünde…“

    1. Guten Tag,
      angeblich – so erzählte mir ein Bekannter – soll der Weltpriester (nämlich der Stadtdechant) im Fernsehinterview gesagt haben, er habe die Gruppe im Grunde beschwichtigen wollen.
      Der Geistliche mit der braunen Kutte soll ein Kapuziner (sogar der Obere) aus Münster gewesen sein, wie ein Leser hier schilderte.
      Hier gibt es Fotos in den Medien, wie er mit den anderen Protestlern solidarisch in die Kamera lacht.
      Ich habe diesen Pater um ca 10 Uhr selber auf dem Kirchplatz gesehen, er ist auf meinen Fotos zu sehen, wie er sich angeregt mit den Demonstranten unterhielt, doch wußte ich dabei nicht, ob er auf deren Seite steht oder nicht.
      Mir sagten die Wachleute, er habe trotz fehlender Einlaßkarte in das Pontifikalamt gehen wollen, sie hätten ihn aber nicht reingelassen: „Wissen wir, ob die Kutte echt ist?“, meinte einer von ihnen. Ich kam auch nicht rein, trotz Pressehinweis, wofür ich auch Verständnis habe.
      Daß eine Einlaßkarte nötig war, wußte ich nicht, das wurde wohl auch erst angeordnet, nachdem es schon im Vorfeld die Schmierereien sowohl an der Kirche wie am Franz-Hitze-Haus gab, zudem sich dort im Symposion ein Schreihals bestätigte, der hinauskommandiert wurde.
      Die Ordner hatten Order, auf der Einlaßkarte zu bestehen. Die Organisatoren wollten kein Risiko für Störungen der Festmesse eingehen.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. „angeblich – so erzählte mir ein Bekannter – soll der Weltpriester (nämlich der Stadtdechant) im Fernsehinterview gesagt haben, er habe die Gruppe im Grunde beschwichtigen wollen.“ Sicher? Mir sagte jemand, dass er mit der Presse telefoniert hat und dort „progressive Thesen“ geäußert hat. Beim Kapuzier ist interessant, dass er gegen die Preisverleihung demonstriert, wären sein Mitbruder Pater Ludwig an der Preisverleihung teilnimmt und dort (siehe Video von K-TV) auch namentlich vorgestellt wird. Da stellt sich mir die Frage, ob die Brüder darüber miteinander gesprochen haben.

  5. Aufschlussreich ist der Bericht in der Lokalzeitung Westf. Nachrichten (WN) vom 29.07.2025
    Auf S.1 des Lokalteils steht ein Bild mit der Überschrift: „Nach Farbattacke: Reinigung der Überwasserkriche wird teuer“ mit dem Schlußsatz: „Wer hinter den Farbattacken steckt, ist blslang unklar“ mit Verweis auf S. 4 der Lokalseite mit den Überschriften: „Farbattacken auf Überwasserkirche und Franz-Hitze-Haus: Ein Fall für den Staatsschutz“. Beide Male wird nur „eine Verbindung zu propälastinesischem Hintergrund“ hergestellt. Beim Franz-Hitze-Haus heißt es: „Erst vor einigen Monaten hatte es eine ähnliche Farbattacke mit offenkundig propalästinenschem HIntergrund gegeben“. Zur Überwasserkirche: „Seit gut zwei Jahren kommt es in Münster immer wieder zu Farbattacken. Wiederholt wurden unter anderem das Rathaus und das Landesmuseum sowie der Dom beschmiert, aber auch das ASTA-Gebäude und Sehenswürdigkeiten wie der Brunnen am Kiepenkerl. Immer wieder wurden dabei auch propalästinensische Schriftzüge angebracht…. Der Polizei ist es bislang nicht gelungen, die Taten aufzuklären“. Wie kann Frau Küble jetzt auch noch die verwegene „rechte“, d.h. wohl richtige Vermutung in den Raum stellen: „Anlaß für die vermutlich von der linksradikalen Antifa verursachten Farbattacken war die Auszeichnung des gelehrten US-Bischofs Robert Barron (siehe Foto) mit dem angesehenen Josef-Pieper-Preis“?

    1. Guten Tag,
      tatsächlich gab und gibt es diese pro-palästinensischen Schmierereien recht häufig in Münster, aber das ist dann aus dem Inhalt erkennbar.
      In diesem Fall scheint es sich bei dem Hinweis um ein Ablenkungsmanöver zu handeln, um die Linksradikalen nicht ins Gerede zu bringen.
      Warum sollten sich Palästina-Aktivisten für den katholischen Bischof Barron interessieren?
      Es war die linke bis linksradikale Seite, die ihn schon im Vorfeld verbal attackiert hat.
      Wer außer der Antifa soll es also gewesen sein?
      Dies umso mehr, als ähnliche Verunstaltungen seit Jahren – wie bereits berichtet – an der Tagesordnung sind, wenn der Gebetszug für das Leben stattfindet.
      Meine Vermutung ist also die rechte bzw. richtige, wie Sie passend schreiben…
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

  6. Bei dem nachfolgenden handelt es sich wie immer 100 % um meine P R I V A T – MEINUNG:

    Ich möchte wirklich wissen, W A R U M und W O Z U der Staats-Schutz ermittelt ???

    Meines Erachtens handelt es sich erneut um eine der „lächerlichen“ N E B E L – KERZEN, von denen man auch im Generalvikariat einen absolut un-erschöpflichen Vorrat zu haben scheint !!!

    „Krokodils-Tränen“ auch in dieser Angelegenheit sind meiner Meinung nach eine HOCHGRADIG SÜNDHAFTE Angelegenheit, gerade noch für den Dom-Pönitentiar geeignet. – Schließlich geht immer wieder nur das auf, was man vorher in IDEOLOGISCHER UMNACHTUNG ausgesät hat !!!

    Ich schlage sehr ernsthaft vor, daß diejenigen, die den Staatsschutz alarmiert haben, ZUR BUSSE diese Schmierereien SELBER mit EIGENER HÄNDE ARBEIT und aus eigenem Geldbeutel finanzieren, wieder entfernen müssen !!! Sonst hat es KEINE BELEHRENDE WIRKUNG; wenn da überhaupt etwas ist, was belehrt werden kann … .

    1. Guten Tag,
      meines Wissens handelt es sich bei derartigen Schmierereien um ein Offizialdelikt, also einen öffentlichen Kriminalakt, wobei der Staatsschutz von selber aktiv wird, quaso von Amts wegen ermittelt, er braucht also nicht gerufen werden.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Münster:

        Staatsschutz ermittelt wegen Vandalismus vor Pieper-Preis

        28. Juli 2025

        ( … )

        Johannes Sabel, der Direktor der Bistums-Akademie Franz-Hitze-Haus, sagte gegenüber Kirche+Leben, dass man Anzeige gegen Unbekannt erstattet habe.

        ( … )

        Die Pfarrei Liebfrauen-Überwasser sagte auf Anfrage von Kirche+Leben ebenfalls, dass sie Anzeige gegen Unbekannt erstattet habe.

        ( … )

        https://www.kirche-und-leben.de/artikel/muenster-franz-hitze-haus-ueberwasserkirche-josef-pieper-preis-bischof-robert-barron-usa-beschmierungen-vandalismus-polizei-staatssschutz-kriminalitaet

        1. Guten Tag,
          bei mir wurden dreimal nachts Schmierereien an meiner Hauswand verübt, es kam der Staatsschutz, weil mit Recht politische Motive der Täter vermutet wurden und es hierfür auch Anhaltspunkte gab. Ich habe zwar auch an Ort und Stelle Anzeige gegen Unbekannt erstattet, die Polizei kam aber schon vorher. Ein anderes Mal schien die Anzeige überflüssig.
          Manchmal wird solch eine Anzeige vor allem zu Zwecken der Dokumentation oder aus versicherungsrechtlichen Gründen gestellt.
          Wer rechnet bei „Anzeige gegen UNBEKANNT“ schon mit einem Erfolg?
          Leider hat die Versicherung bei mir nie bezahlt. Weil es keine Graffitis waren, sondern riesige Farbkleckse. Das gilt als Vandalismus, der nicht versichert ist.
          Ich blieb in allen Fällen auf den Kosten für das neue Streichen der Fassade sitzen.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Kategorien

Aktuelle Beiträge

Archiv

Archiv

Artikel-Kalender

September 2026
M D M D F S S
 123456
78910111213
14151617181920
21222324252627
282930  

KOMM-MIT-Kalender

Erfahren Sie mehr über den "KOMM-MIT-Kalender"

Blog Stats

1525881
Total views : 10909914

Aktuelle Informationen und Beiträge abonnieren!

Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse an, wenn Sie kostenlos über neu erschienene Blog-Beiträge informiert werden möchten.