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Von Dr. David Berger

Mit ihrem neuen Buch „Die Kirche schafft sich ab. Die Katholische Kirche auf Abwegen“ legen Sylvia und Alfred Sobel eine schonungslose Bestandsaufnahme des deutschen Katholizismus vor.

Auf 140 Seiten dokumentieren sie, wie sich kirchliche Funktionäre, Verbände, Theologen und Bischöfe nach ihrer Überzeugung immer weiter vom eigentlichen Auftrag der Kirche entfernen. Den theologischen Schlussstein setzt Kardinal Gerhard Müller mit einem bemerkenswert grundsätzlichen Beitrag über den „Aus-Weg aus der deutschen Kirchenkrise“.

Schon die beiden Motti des Buches geben die Richtung vor. Robert Kardinal Sarah wird mit dem Satz zitiert: „Die Kirche stirbt, weil ihre Bischöfe und Priester Angst haben, in aller Wahrheit und Klarheit zu sprechen.“

Daneben steht Carl Friedrich von Weizsäckers ebenso einfacher wie weitreichender Satz: „Die Kirche hat nicht den Auftrag, die Welt zu verändern. Wenn sie aber ihren Auftrag erfüllt, verändert sich die Welt.“

Damit ist der Maßstab gesetzt. Den Autoren geht es nicht darum, die Kirche als solche anzugreifen. Im Gegenteil, ihre Kritik ist motiviert aus Liebe zur Kirche. In der Einführung greifen sie Karl Rahners berühmtes Bild von der Kirche als alter, runzeliger Mutter auf, die man trotz ihrer Fehler nicht schlägt.

Gerade deshalb leide man darunter, dass kirchliche Institutionen sich dem Zeitgeist und den Mächtigen anbiederten und dabei „biblische Wahrheiten und Maxime über Bord“ werfen.

Das Buch ist daher keine kühle kirchenpolitische Analyse, auch kein theologisches Fachbuch, sondern eine Streitschrift. Es lebt von konkreten Beispielen, von Zitaten, von Zuspitzungen und nicht zuletzt von der Frage: Was bleibt von der katholischen Kirche übrig, wenn sie alles das aufgibt, was sie von einer politischen Nichtregierungsorganisation unterscheidet?

Coronakrise als Offenbarungseid

Das erste große Kapitel widmet sich der Corona-Zeit. Für die Autoren war sie eine Art kirchlicher Stresstest – und zugleich ein Offenbarungseid. Ausgangspunkt ist die bekannte Aussage Papst Franziskus’, die Corona-Impfung sei ein „Akt der Liebe“.

Die Sobels stellen dem die Erfahrung entgegen, dass Gottesdienste eingeschränkt, Ungeimpfte ausgegrenzt und Sterbende teilweise ohne die von ihnen gewünschten Sakramente geblieben seien. Besonders scharf kritisieren sie kirchliche Amtsträger, die politische und gesundheitliche Vorgaben nicht nur befolgten, sondern moralisch überhöhten.

Für die Sobels ist dies paradigmatisch: Nicht mehr die sakramentale Sendung der Kirche, sondern eine weltliche Gesundheitsdoktrin habe an bestimmten Stellen den Vorrang erhalten.  Kardinal Gerhard Müller erscheint in diesem Zusammenhang früh als Gegenfigur.

Die Autoren sehen in ihm einen der wenigen Hierarchen, die den Mut besaßen, sich gegen Ausgrenzung und politische Gleichförmigkeit zu stellen. Die Grundfrage, die sich hier stellt: Hat die Kirche in der Krise noch als Kirche gehandelt – oder nur als moralisch aufgeladene Verlängerung des Staates?

Lebensrecht: Wo das katholische Profil verschwimmt

Besonders stark wird das Buch dort, wo es Widersprüche sichtbar macht. Kaum ein Feld eignet sich dafür besser als der Lebensschutz. Seit den Anfängen des Christentums gehört der Schutz ungeborenen Lebens zum unverwechselbaren Kern christlicher Moral.

Gerade deshalb halten es die Autoren für alarmierend, wenn katholische Verbände und Funktionäre dieses Profil abschwächen. Ausführlich dokumentieren sie die Haltung verschiedener BDKJ-Gliederungen zum „Marsch für das Leben“. Sie verweisen darauf, dass sich Teile des katholischen Jugendverbandes gegen diese Demonstrationen stellten und zugleich Forderungen nach einer Liberalisierung des Abtreibungsrechts unterstützten.

BILD: Der BDKJ protestiert gemeinsam mit der Antifa gegen den Münchner Marsch für das Leben

Die Autoren fragen deshalb, warum kirchliche Vertreter bei einem Thema, das unmittelbar zur katholischen Morallehre gehört, plötzlich vorsichtig und differenzierend auftreten, während sie bei Klima, Migration oder „Kampf gegen Rechts“ oft keinerlei Zurückhaltung kennen.

Ein weiteres großes Thema ist die Klima-Kirche“. Die Autoren bestreiten keineswegs die christliche Pflicht zur Bewahrung der Schöpfung. Ihre Kritik richtet sich gegen eine Umkehrung der Rangordnung. Wo Klima-Andachten, Klima-Fasten, Klimapilgerwege, „Churches for Future“ oder kirchlich begleitete Protestaktionen in den Mittelpunkt treten, drohe die Kirche ihre unverwechselbare Sendung zu verlieren.

Christus ist das Zentrum der Kirche

Sehr überzeugend ist dabei der positive Gegenentwurf. Die Sobels beschreiben Gemeinden, die gerade dort lebendig sind, wo Eucharistie, gemeinsames Gebet, Bibelkreise, Wallfahrten und geistliche Gemeinschaft im Zentrum stehen. Nicht „Churches for Future“, sondern Christus selbst müsse die Mitte sein. 

Besonders vergnüglich – wenn es nicht zugleich so traurig wäre – sind die Kapitel über kirchliche Sprachpolitik und Gender. Die Sobels greifen dabei ausdrücklich auf Papst Leo XIV. zurück. Sie zitieren seine Kritik an einer neuen Sprache mit „orwellschem Beigeschmack“, die angeblich inklusiv sein wolle, tatsächlich aber diejenigen ausgrenze, die sich bestimmten Ideologien nicht unterwerfen.

Die Beispiele, die folgen, wirken teilweise wie Satire. So verweist das Buch auf eine Hildesheimer Handreichung, nach der statt „Der Herr sei mit euch“ nun formuliert werden könne: „Die Geistkraft sei mit euch“. Andere katholische Verbände experimentieren mit „Gott+“ oder „Gott*“. Die Sobels fragen entsprechend spöttisch, ob künftig „Großer Gott Plus wir loben dich“ gesungen werde.

Aber der eigentliche Einwand ist ernster: Sprache sei eben nicht bloß Dekoration. Wer liturgische und theologische Sprache nach politischen Kategorien umformt, verändert langfristig auch das Denken.

Quelle und vollständiger Beitrag von Dr. Dr. David Berger hier: https://philosophia-perennis.com/2026/09/01/die-kirche-schafft-sich-ab-wie-der-deutsche-katholizismus-sein-eigenes-fundament-preisgibt/

Das empfohlene Buch kostet 18 Euro und kann hier direkt beim Verlag bestellt werden: https://www.gerhard-hess-verlag.de/produkt/die-kirche-schafft-sich-ab/

Kommentare

35 Kommentare

  1. Ich war noch nie ein Angsthase, aber vor Jahren ohne Polizeistreife hatte ich schon mal Todesangst auf einem Bahnhof, der immer bunter wird. Statt vom Affen gebissen, werden selbst Polizisten von diesen nicht integrierbaren Goldstücken einer KGE gebissen. Hallo, lebt mal Wochen in der Praxis ohne Schutz, dann wisst ihr, was ich meine. Frauen trauen sich nicht mehr auf das Bahnhof-WC aus Angst, überfallen zu werden . Gemütlich in der Mitropa sitzen und schwatzen gibt es nicht mehr, nur Futter-Schnell-Abfertigung mit immer wachsamen Augen. Ach und die mit Steuergeldern gepamperte Bundes, ähm Buntenbahn muss ja ihre Vorstände für anstrengendes Denken belohnen, alles marode, nu denn gönnt Euch doch das Abenteuer, Euer Sicherheitsgefühl zu testen, ohne zu stürzen, das Abenteuer, wenn der Zug streikt, in der Prärie zu landen, wo es noch nicht mal Schienenersatzverkehr gibt. Sind verwöhnte Promis mit Schaum vor dem Mund schon wie die Bürger verreist, wo der falsche Fahrgast schon mal die Axt oder das Messer geschwungen hat?

  2. Dass immer mehr Menschen, jetzt auch im Westen merken, dass die CDU, CSU der Beliebigkeit in sämtliche politische Lotterbetten steigen, angefangen bei Annalena, jetzt auch mit Heidi, nicht die von der Alm, der Klassenkämpferin gegen Wähler und AFD, na da hat mir doch die himmlische (neu gefasste Rede, KI von selbst Franz Josef macht es möglich, sehr gefallen.)
    Ja es war auch KI, die vor 2 Tagen verlautbaren ließ, Hurra Bonnie Tyler lebt noch, sie müsste nur noch aus dem Koma erwachen, damit ihre Konzerte noch stattfinden können. Der Oberhammer, die Sexsüchtigen brechen in D. laut KI in Tränen aus, Sex-Ikone Dolly Buster ist tot. In den Redaktionsstuben der ÖR herrscht Chaos pur, KI fragen, selber denken iwo, wo mal gleich eine Sex-Ikone mit der bekannten Country-Sängerin in Musikikone Dolly Baster verwechselt wird.
    Die waren wohl etwas zu sehr mit der neuen postmodernen Sprache beschäftigt, mussten lernen, dass es nach Hohepriesterin KGE weder Frauen noch Männer gibt. Frauen heißen neuerdings nach EKD Flinta, Männer sind geisterhafte undefinierbare Wesen.
    Oh ja, unser lieber Sven möchte, wenn ihm Ulli die Pointe klaut, an der Anti-AFD-Demo teilnehmen, da hat der himmlische Franz Josef recht (danke für den Text.)
    Seid ihr in der Seifenblase gefangen und seht nicht, wie die Wähler von Eurer Partei türmen? Na die Kirchenbänke sind schon leer, angeblich mit Heidis und Campact Anti-AFD-Gruppe mit EKD-Landesbischof Gesundbetern demonstrieren; Hauptrednerin Luisa Neubauer Grüne. Typisch Wäh-Generation.
    Oh ja, Herr Merz hat wohl schon seine Orakelkugel befragt, für Linientreue Wähler zwei Wahlstimmen, einmal Brief, einmal direkt, für Risiko-Kandidaten keine Wahlzettel. Liebe CDU, selbst wenn Euch einige Bürger noch gewählt hätten, ich spreche nicht von mir, nachdem man die eigenen Wähler quasi zu Wahlidioten erklärt, Bettelbriefe schreibt, die niemand mehr ernst nimmt, müsst Ihr Euch über die Wutbürger nicht mehr wundern, die in Scharen fliehen.

  3. zu :
    Ulrich Motte sagt; 3. September 2026 um 9:39 Uhr

    Z I T A T :

    “ Die Haltung zur Coronapolitik und zur AfD definiert nicht bibelkonservative Gemeinden, die da verschiedener Meinung sind, … . “

    Es soll ein weiteres E X E M P E L sein !

    1. Im Gegensatz zu anderen konservativen Gemeinden lehnen auch mir nahe die AfD aus besten biblischen Gründen ab, allein schon wegen sozialistischen Tendenzen dort und sonstigen Staatsverherrlichung einschließlich der Einmischung in kirchliche Freiheiten: ein weiteres Exempel dafür, daß Bibeltreue nicht an der Haltung zur AfD zu messen ist

    2. Bitte bedenken Sie auch, daß wir strikte Antikommunisten waren und sind, die vor allem mit Adenauer jede Wehrlosigkeit gegen Rußland /Sowjetunion, deren Nachfolger Putin ist, bekämpfen, deshalb im Gegensatz zur AfD strikt an der NATO festhalten. Zudem lehnen wir Höckes Freindbild Amerika ab: Viele unserer Gemeinden/Konfessionen haben engste Kontakte zu Schwesterkirchen in den USA, teilen dren typisch amerikanische Theologie. Zudem sehen wir die NS-Verharmlosung in der AfD kritisch. Ich besuche eine konservative Gemeinde in der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland, deren wichtigste Leiter nach 1945 waren Heinrich Jochums, mehrfach in Gestapohaft, und Horst Thurmann (Jahre im KZ Dachau u. a. wegen Judenbegünstigung). Vor 1945 waren wichtige Personen dort Dr Joseph Gauger, der noch auf dem Totenbett eine Vorladung der Gestapo bekam und sein Sohn Dr. Martin Gauger, der als Nichtjude vergast wurde, nachdem er schon als Staatsanwalt entlassen wurde, nachdem er als angeblich einziger Justizjurist den Eid auf Hitler verweigerte…

  4. Der Virus der EKD mit der ungelernten Küchenhilfe als EKD-Spitzenkraft ist wohl jetzt auch für die katholische Kirche ansteckend? Früher wurden Christen in der DDR als Widerständler an die Stasi gemeldet, dank Merkel und KGE die EKD zur neuen linientreuen Parteizentrale umgewandelt und heute, ich glaube es kaum, ob ich nun so oder so meine Goldene Konfirmation als abtrünniges Schäfchen schwänze, soll man sich beim EKD-Parteisekretariat mit Namensangabe der Gäste anmelden, schließlich muss LB Kramer wissen, ob da teuflische AFD-Mitglieder kommen, wie wäre es mit Verbotsschildern „Christen mit AFD-Anhang nicht willkommen, draußen bleiben.“
    Hunde müssen ja auch draußen bleiben.
    Das Taufrecht auf goldene Konfirmation als Gottes anvertrautes Menschenkind gilt nur noch für linientreue Pateisoldaten. Auch wenn ich nicht hätte mit AFD–Anhang aufwarten können, ist es eine bodenlose Frechheit, Gottes anvertrauten Kindern den freien Zutritt in Frage zu stellen. Ich hatte eh keinen Bock, mich für die kontrollsüchtige Kirche zum Affen zu machen. Wie war das noch mit Jesus „Er ging zu den ausgestoßenen Menschen hin.“
    Mögen die Regenbogenhippies mit queerer Vielfalt unter sich bleiben, mal in sich gehen, dass sie das Symbol der Hoffnung für eine Lobby-Sekte missbrauchen.
    Da halte ich es doch lieber mit der gefoltert-geräderten Katharina von Alexandrien, die sich jeglichem menschlichen Götzendienst verweigerte.

  5. Es S T I M M T also:

    Von M E S S E R – T E R R O R keine Rede !

    ( … )

    Mit Blick auf die AfD hob Jüsten hervor, dass es mit der Verfassung nicht vereinbar sei, eine Religionsgemeinschaft wegen ihrer angeblichen „ kulturellen Fremdheit “ zurückzudrängen.

    Auch auf die erklärte Kirchenfeindlichkeit im Landtagswahlprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt ging er ein: „ Wer die Kirchen schwächt, schwächt ein Stück gelebten Gemeinwesens. Und er trifft am Ende nicht die Kirchenleitung “, so Jüsten. „ Er trifft die Menschen, die auf diese Angebote angewiesen sind.

    Kirchen stehen für Integration und Gemeinwohl.“

    Die AfD berufe sich auf das Christentum als Kultur, wende sich aber gegen die Kirchen: „ Man will das christliche Etikett. Aber nicht die Caritas, die den Fremden aufnimmt.

    ( … )

    https://www.die-tagespost.de/kirche/aktuell/neuer-nuntius-gott-segne-die-menschen-in-sachsen-art-278285

  6. Dr. Berger lebt offen homosexuell und ist aus der katholischen Kirche ausgetreten.

    Die Indefektibilität der katholischen Kirche ist ein wichtiger Grundsatz und allen Untergangsszenarien deutlich entgegen zu halten.

    Das Problem besteht darin, daß eine große Mehrzahl der getauften Katholiken im Westen ihren Glauben weder kennen noch leben.

    Auch Dr. Berger lebt ihn nicht.

    Wenn wir auf Menschen wie ihn angewiesen wären, um den katholischen Glauben zu verteidigen, dann hätten wir ein echtes Problem.

      1. Wenn Dr. David Berger tatsächlich seine Homosexualität weiterhin offen lebt und unter diesen Umständen trotzdem wieder in die katholische Kirche aufgenommen wurde, dann bestätigt das nur die Einschätzung, die ich schon seit Jahren´vertrete – spätestens seit Beginn des „Synodalen Weges“ (mitgetragen von der großen Mehrheit der Bischöfe!): Die „katholische Kirche“ in Deutschland ist eine „Sodom & Gomorrha Kirche“! – (Ich bin vor allem – aber nicht n u r – deshalb schon vor einigen Jahren formal aus dieser „Kirche“ ausgetreten – um meinen Glauben an Jesus Christus nicht zu verlierten (und um zu verhindern, daß die DBK ihren gottlosen Unrat auch in meinem Namen verkünden kann)!!!

        1. Guten Tag,
          Dr. Berger ist im traditionellen Institut Philipp Neri in die kath. Kirche aufgenommen worden, hat dort beim priesterlichen Gründer bzw. Prior eine Lebensbeichte abgelegt und öffentlich seine Reue bekundet, was aus dem Artikel, zu dem ich für weitere Infos verlinkt habe, ja auch hervorgeht.
          Zudem hat Dr. Berger damals in der „Tagespost“ einen äußerst selbstkritischen Rückblick auf sein Leben veröffentlicht, woraus sich ebenfalls seine Abkehr von der praktizierten Homosexualität ergibt.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

          1. Das ergibt sich daraus nicht.
            So lange es kein eindeutiges Statement dazu gibt, glaube ich das nicht.
            Wer derart öffentlich sein Schwulsein gerechtfertigt hat, müsste auch in gleicher Weise und konsequent davon abrücken, was natürlich auch die Beendigung der homosexuellen Partnerschaft betrifft.

          2. Guten Tag,
            das eindeutige Statement können Sie auf PP und in der DT nachlesen.
            Zudem schreibt Dr. Berger seit längerem wieder in der betont konservativen Zeitschrift „Theologisches“, anscheinend ist der gewiß lehramtstreue Theologe und Mariologe Prof. Dr. Manfred Hauke von Bergers Umkehr überzeugt.
            Freundlichen Gruß
            Felizitas Küble

      2. Das wusste ich nicht.

        Er lebt aber weiter in Todsünde.
        Nicht nur hat er seine Auffassung zu Homosexualität nicht geändert.
        Er wohnt auch weiter mit seinem Lebenspartner seit August 2012 in Berlin-Schöneberg.

        Dr. Berger ist daher weiterhin kein glaubwürdiger Repräsentant des Katholischen.

        1. Guten Tag,
          Ihre Behauptung, er habe seine Meinung zu Homosexualität nicht geändert, belegen Sie bitte.
          Mein Eindruck ist aufgrund seiner Artikel auf PP ein ganz anderer.
          Wie kommen Sie, „Anonym“, zu der anmaßenden Feststellung, als seien Sie sein Beichtvater: „Er lebt aber weiter in Todsünde“?!
          Selbst wenn er weiter mit seinem Partner in einer Wohnung lebt, kann dies rein praktische bzw. wirtschaftliche Gründe haben, Berlin ist für seine hohen Mieten bekannt.
          Auch die katholische Kirche erlaubt den wiederverheirateten Geschiedenen, wenn sie enthaltsam unter einem Dach leben, den Empfang der hl. Kommunion.
          Dr. Berger hat in der Tagespost einen eindeutigen und äußerst selbstkritischen Artikel veröffentlicht:
          https://www.die-tagespost.de/kirche/spiritualitaet/david-berger-meine-rueckkehr-in-die-katholische-kirche-art-262169
          Die Bezahlschranke ist nicht mein Problem, ich kenne den gesamten Beitrag von A – Z.
          Freundlichen Gruß
          Felizitas Küble

  7. Mit diesem neuen Buch „Die Kirche schafft sich ab. — Die Katholische Kirche auf Abwegen“, legen Sylvia und Alfred Sobel eine schonungslose Bestandsaufnahme des deutschen Katholizismus vor. Auf 140 Seiten.
    Eine solche Diagnose über die „Evangelische Kirche“ erarbeitete schon der ehemalige Verteidigungsminister Hans Apel in seinem Buch im Jahr 2003 mit dem Titel: “Volkskirche ohne Volk“. Aber zum heutigen Zeitpunkt ist klar ersichtlich, dass trotz einer genaue Ursachen-Erkennung keine Erneuerung oder Umkehr möglich ist. Und wenn eine Kirche nicht mehr reformierbar ist, dann ist der biblische Rat von „Offenbarung 18, 4 – 5“ unausweichlich!
    Aufgrund von qualifizierten Bibel-Beiträgen (Video-Predigten) im Fernsehsender „Bibel-TV“ sind mir mindestens 12 Glaubensgemeinden bekannt, die ein ständiges Mitglieder-Wachstum haben. Es liegt nun an den traditionellen Kirchen, aus dem vorgenannten Wachstums-Segen von bibeltreuen Gemeinschaften die richtigen Schlüsse zu ziehen. Und was machen diese bibelorientierten Freikirchen anders, als die beiden, traditionellen Großkirchen in Deutschland? Sie bereiten die Menschen systematisch und umfassend auf die Wiederkunft Christi vor und auf die Etablierung des „Reiches Gottes“ (Mt. 6, 33 + Mt. 4,4) hier auf dieser Erde! Die Gläubigen und auch andere Interessenten bekommen konkrete Informationen und Hilfestellungen über die Grundfragen menschlicher Existenz : „Wozu sind wir geboren?“ / „Was ist das Reich Gottes?“ / „Auferstehung der Toten.“ / „Der Heilsplan Gottes für die Menschheit.“
    Und durch diesen bibelorientierten Gottesdienst gibt es keine elitäre Unterscheidung mehr, zwischen „Geistlichen“ und „Laien“!
    Das gemeinsame Bestreben von treuen Christen ist nicht, eine künstliche religiöse Einheit zu schaffen, sondern wie göttlich geboten, die „Einheit des Geistes zu bewahren“, gemäß dem Evangelium nach Johannes, Kapitel 17 ! Das bedeutet, — ausschließlich die Lehre Jesu und der Apostel zu praktizieren und kompatibel zu werden mit der damaligen „Urgemeinde des Neuen Testaments“.
    Die Kirchen-Flucht sollten eine Warnung sein, endlich den Willen Gottes zu suchen und in den Gemeinden umzusetzen. Psalm 127, Vers 1 zeigt den nötigen Handlungsbedarf : „Wenn der Herr nicht das Haus baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst.“
    Und schließlich kommt der rettende Glauben durch die bibeltreue Predigt (Römer 10, 17) und nicht durch religiöse Philosophien oder Umweltschutz- und Klima-Hysterie, als Ersatzreligion . Und schon gar nicht durch die einschleimende „Anpassung an den Zeitgeist! Jesu Bergpredigt in Matthäus, Kapitel 5 bis 7 und 2. Timotheusbrief, 3, 10 bis Kapitel 4, Vers 5 — zeigt uns den notwendigen Weg zur geistlichen Erneuerung und Orientierung. „Und Gott selbst, ist nur ein Gebet weit von uns entfernt !“ (Zitat von Pastor Volkhard Spitzer).

    1. Weitgehende Zustimmung, lieber Walter M.! Allerdings ist erkennbar, dass auch die „bibelorientierten Freikirchen“ in den Sog des „Zeitgeistes“ geraten. Früher galten sie wirklich als gute Alternative zur EKD. Aber mittlerweile….Werden nicht hier und da schon Kooperationsmodelle mit der EKD gestartet??

      1. Sie sagen es!!! Freikirchen aller Art waren am Corona- und impfverbrechen beteiligt und gendern sich durch die Gemeinde der Mitarbeitenden und Spender:innen 😡, als gäbe es kein Morgen mehr. Und sie eint die Abscheu vor der stets wachsende. Wählergruppe der AfD. Man höre nur Sendungen des „evangeliums“-Rundfunks…

        1. Die Haltung zur Coronapolitik und zur AfD definiert nicht bibelkonservative Gemeinden, die da verschiedener Meinung sind, sondern die Haltung zur Verbalinspiration und zur Unfehlbarkeit der Heiligen Schrift und zu der als abschließender Offenbarung Gottes (keine Duldung von Charismatikern) und gerade die Ablehnung der Genderpolitik (inclusive der gemeindlichen Frauenpredigt und Frauenleitung) und auch die kirchliche Nichtzusammenarbeit mit in diesen Fragen anderslehrenden Kirchen. Wie schief Sie argumentieren, zeigt sich in der Erwähnung des Evangeliums-Rundfunks, der nach den genannten Punkten noch nie bibelorientiert konservativ war. Wollen Sie uns auch noch die von vielfältiger Ablehnung obiger Punkte gekennzeichnete Evangelische Allianz in die Schuhe schieben?

      2. Die von Ihnen kritisierten Freikirchen sind eben die nicht bibelorientierten, die es seit weit länger als 100 Jahren auch gibt. Die wirklich bibelkonservativen Gemeinden und Freikirchen arbeiten nicht mit der EKD zusammen.

        1. Es sind ja jeden Sonntag um 11:30 Uhr Gottesdienste auf bibel.tv zu sehen aus den Freikirchen.. Fast immer mit Schlagzeug, Gitarren, E-Piano und Lobpreisliedern. Es hat alles so eine Ähnlichkeit mit den Fernseh-EKD-Gottesdiensten… Nein, ich will das nicht, ich schalte ab… Dieses Wohlfühl-Christenzeug… Wir werden sehen, wenn es für Christen mal sehr hart werden wird, wenn Bekenntnis gefordert wird, dann sind das die ersten, die sich verstecken. Die lieber ihren Mund halten als für Christus zu leiden…Da können Sie mir noch so viel Gegenteiliges erzählen.

          1. Anton B: BIBEL-TV ist sowenig bibelkonservativ-freikirchlich (ist etwa voll offen für großkirchliche wie allianzevangelikale Gemeinden) wie die meisten der dort übertragenen freikirchlichen Gottesdienste… Viele konservative Freikirchen kennen überhaupt keine Musikinstrumente im Gottesdienst… und alle lehnen die sog. „Lobpreislieder“ ab

  8. Guter Stoff für Peter Hahnes Kundgebungen ….er bläst Gott sei Dank ins gleiche Horn gegen diese verkommenen Kirchensteuer-Kirchen…

  9. Mir war damals vor über 25 Jahren in meinem „Studium“ an dieser dubiosen K-F-H in Paderborn schon nicht klar, warum grund-katholische Dinge 100 % ABGELEHNT werden!!

    Ich erinnere mich an die Lehrgeschichte von der „Wanderung eines Vaters mit seinem Sohn und deren Esel“, in welcher am Ende beide deren Lasttier auf den Schultern nach Hause tragen, weil sie es ALLEN LEUTEN RECHT machen wollten.

    DAS KOMMT DABEI HERAUS !!!

    Das G R A U E N H A F T E ist, daß diese VERWIRRTEN sich überhaupt nicht darüber in klaren sind, daß SIE diejenigen sind, die eine “ 1a-top P S Y C H O – T H E R A P I E “ brauchen, und nicht die normal-gebliebenen Alltagschristen !!!

  10. Darin (be-)ruht die Kraft und Macht der (Kirchensteuer-)Kirche: „Ad maiorem Dei gloriam“ … Allzeit auf der Seite der Mächtigen (oder heutzutage des „Mainstream)“ … moralisch verwerflich allemal – unter dem Aspekt der letzten 2000 Jahre betrachtet ein erfolgreiches Konzept …

    1. Anton B. A) Sie haben recht B) Bücher und andere Texte dieser Art gibt es längst, auch von Dr. Lothar Gassmann (Autor auch hier) C) Schon im 19. Jahrhundert gibt es fast unzählige Texte gegen den modernistischen Protestantismus D) Im evangelischen Bereich sind konservative(re) Kirchen /Konfessionen /Gemeinden stark, auch in Deutschland gibt es in weiten Teilen fast an jeder Ecke. Seit 150 Jahren ist die Evangelisch-Lutherische Freikirche strikt konservativ. Im 19. Jahrhundert begannen auch die Vorläuferkirchen der heutigen konservativeren SELK. Seit Jahren gibt es Bekekennende Evangelische Gemeinden und Bekennende Evangelisch-Reformierte Gemeinden /BERG). Eine neue Berg entsteht in diesen Tagen für Siegen-Dillenburg. Die Gemeinden auf der Liste der Konferenz für Gemeindegründung und die meisten auf der Liste von Bruederbewegung.de sind auch strikt konservativ. Freikirchliche, oft konservative(re), Gemeinden besucht regelmäßig die große Mehrheit der Besucher evangelischer Gottesdienste. Rund 250 private „evangelikale“ (konservativ(er) Privatschulen in der BRD besuchen über 50.000 Kinder. Fragen Sie den Verband VEBS danach. Fragen Sie nach weiteren konservativen Gemeinden in Ihrer Nähe mich.

      1. Lieber Ulrich Motte, danke für Ihren Kommentar. Ja, ich kenne viele Bücher von Dr. Gassmann, dem ich am ehesten zustimme von all den Büchern, die ich gelesen habe. Soweit ich mich erinnere, hat auch Ulrich Parzany zum Zustand der Evangelischen Kirche geschrieben. Ich denke mal, um wirklich eine Wende in der Kirche hinzubekommen, wäre bei der Pastoren-Ausbildung anzusetzen.
        Weg mit der historisch-kritischen Methode, die alles in Frage stellt! Bibeltreue Ausbildung (wie z.B. an der FTH Gießen), bibeltreue Lehre – und dann so predigen! Frisches biblisches Quellwasser in den Gottesdiensten anstatt verdorbener Brühe! Das tut Not. Die Kirchen wurden doch leer gepredigt durch die moderne, zeitgeistige Verkündigung! Die Kirche müsste doch selbst sehen, dass alle Modernisierung nur Sterbehilfe war und ist…

        1. Ja Herrn Gassmann ist auch zu danken für seine politische Wachheit und seine gelebte Weltverantwortung! Er wirbt seit Jahren erfolgreich für die AfD. Ihm wird man nie vorwerfen können, was Brüdergemeinden und Pietisten in den 1930er Jahren taten: den „Führer“ bejubeln, mit den Herrschenden paktieren. Bis in Diakonissenhäuser hinein…
          Gassmann ist hellwach gegen den nationalen Sozialismus unserer Tage! Danke!

  11. Dieses Buch eignet auch ganz hervorragend als Geschenk. Ganz herzlichen Dank den Autoren, Dr. David Berger für die gute Rezension und dem CHRISTLICHEN FORUM für deren Veröffentlichung.

  12. Ich verweise auf die Logos-Theologie nach Justin dem Märtyrer und dem Heiligen Irenaeus von Lyon, der diese von ihm übernahm und weiterentwickelte.
    Christus, der LOGOS, hält als Wort Gottes Bibel und Kirche und die Christenheit zusammen. Er ist das entscheidende Bindeglied zwischen dem Alten Testament und dem Neuen Testament. Er offenbarte die Heilige Dreifaltigkeit bzw. den dreifaltigen Gott, welcher als Gottesbild im Alten Testament implizit angedeutet wird im Neuen Testament explizit. Siehe zum Logos auch den 1. Clemensbrief und die Weisheitsliteratur des Alten Testamentes der Bibel. Ferner den jüdischen Theologen Philo(n) von Alexandrien und Clemens von Alexandrien und die gesamte Patristik.

  13. Ich weiss nicht, ob sich die Kirche abschafft, oder eben von oben abgeschafft wird.
    Papst Leo fährt die Linie Franziskus weiter.
    Man kann nicht nur die Barmherzigkeit predigen.
    Jesus tat das auch nicht, OBWOHL ER ans Kreuz ging.
    Er hat nicht gesagt, ach lass man, ich regle das schon und dann ist alles gut.
    Aber so wird es einem verkauft.
    Und so wird gepredigt.

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