„Wir unterstützen die Maßnahmen von Präsident Tinubu zur Bewältigung der Sicherheitskrise, aber es muss noch mehr getan werden“, erklärten die nigerianischen Bischöfe in einem gemeinsamen Schlussdokument, das sie zum Ende ihrer Vollversammlung vom 19. bis 26. Februar in Abuja vorlegten.
Daher sei es angebracht, „den nationalen Sicherheitsnotstand auszurufen, die Rekrutierung von mehr Sicherheitspersonal anzuordnen und weitere weitreichende Maßnahmen zu ergreifen“, schreiben die Bischöfe. 
Die katholischen Oberhirten erinnern an die anhaltenden „Massenmorde in mehreren Gemeinden, insbesondere in den Dörfern Woro und Nuku im Bundesstaat Kwara, wo über 200 Menschen, Christen wie Muslime, von Dutzenden islamistischer Dschihadisten brutal ermordet wurden, weil sie sich weigerten, zum fundamentalistischen Islam überzutreten“.
Das Dokument erinnert auch an jüngste Vorfälle in anderen Teilen des Landes; insbesondere „in der nördlichen Region und im zentralen Middle Belt kam es zu Angriffen und Massenmorden an zahlreichen Studenten, Schülern und Gläubigen“. 
Um der Situation zu begegnen, fordern die Bischöfe ein zügiges Verfahren, um die Täter und ihre Komplizen vor Gericht zu bringen.
„Die Regierung macht sich mitschuldig, wenn es zu Verzögerungen bei der Strafverfolgung verhafteter Terroristen kommt oder wenn sogenannte reumütige Boko-Haram-Anhänger und anderen Kriminellen begnadigt und wieder in die Sicherheitskräfte aufgenommen werden“, heißt es in der Erklärung.
Die US-amerikanische Regierung hatte ca 200 „Militärberater“ nach Nigeria entstand. Die Bischofe betonen, daß sich der Staat nicht auf diesem Beistand ausruhen dürfe:
„Obwohl externe Hilfe lobenswert und willkommen ist, liegen die Sicherheit und das Schicksal unserer Nation in unseren Händen, und wir haben die Mittel, diese Ziele mit Gottes Hilfe zu erreichen“, schreiben sie.
Quelle: Fidesdienst




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4 Kommentare
Den Artikel finde ich sehr gut. Meine Frage: Bringen Sie auch was über Iran ?
Guten Tag,
wir bringen seit Jahren immer wieder Berichte über den Iran – über verfolgte Bürgerrechtler dort und über bedrohte Christen etc. Auch über Exil-Iraner in Deutschland in Wort und Bild.
Aber die jetzigen Ereignisse sind nun wirklich etwas, das jeder auch ohne unseren Blog erfährt.
Schlagzeilenträchtiger gehts nicht mehr – wir sind keine Tageszeitung.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Dachte tatsächlich an Aktuelles, aus christlicher Sicht…Natürlich sind Sie keine Tageszeitung, das weiß ich… Nun ja, schaue ich mal bei idea….
Guten Tag,
ich habe über die Demonstrationen seit x-Wochen berichtet, falls Ihnen das entgangen ist – und schon all die Jahre vorher, als sich sonst kaum ein Medium für den Iran interessierte, über verfolgte Ex-Muslime (Konvertiten) und Bürgerrechtler bzw. Frauenrechtlerinnen berichtet.
Wenn alle schreiben, ist es nicht nötig – aber wenn sonst geschwiegen wird,
Ich war übrigens schon als Schülerin Mitglied der „Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte“ und dort auch aktiv – als jüngstes Küken der IGFM.
Kein Nachholbedarf.
Und mit IDEA arbeite ich seit Anfang der 80er Jahre zusammen und habe tausende Hefte und Prospekte von IDEA verbreitet.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble