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Nordkorea: Der Diktator ist tot, aber keine Aussicht auf Demokratie

Christen gelten im kommunistischen Nordkorea als Staatsfeinde

Menschenrechtsverbände und Hilfswerke für verfolgte Christen äußern sich nach dem Tod des roten Tyrannen hinsichtlich eines demokratischen  Umschwungs sehr skeptisch, darunter auch „Open Doors“:

Es sei unwahrscheinlich, daß sich in dem abgeschotteten Land unter der jetzigen Führungsriege etwas verändere.  Laut Berichten nordkoreanischer Christen soll Kim Jong Un   –  der dritte Sohn von Kim Jong Il gilt als künftiger Machthaber  –   schon zu Lebzeiten seines Vaters Anstrengungen unternommen haben, verbotene religiöse Aktivitäten im Untergrund aufzudecken. Es sei zu verstärkten Hausdurchsuchungen bei Christen gekommen; Spione seien gezielt dazu ausgebildet worden, religiöse Netzwerke zu unterwandern.

Das christliche Hilfswerk „Open Doors“ führt Nordkorea seit Jahren auf Platz 1 seines Weltverfolgungsindex  – und damit als  derzeit schlimmster Christenverfolgerstaat auf dem Globus.

Unter dem verstorbenen „Führer“ Kim Jong Il wurden Menschenrechte massiv mit Füßen getreten, Andersdenkende sogleich mundtot gemacht.  Mehr als 30 Straf- und Arbeitslager stehen für die Grausamkeiten dieser roten Diktatur. Neben den großen Lagern in Yodok und Hoeryong gibt es mehrere kleinere Lager.

„In Nordkorea ging es immer um den Machterhalt der Kim-Familiendynastie. Unter Kim Jong Il und seinem Vater Kim Il Sung galten Christen als Staatsfeinde, die es auszurotten galt. Viele Christen haben ihr mutiges Bekenntnis zu Christus mit brutaler Folter oder mit ihrem Leben bezahlt“, erklärt Markus Rode, Leiter von Open Doors in Deutschland.

Derzeit sind nach Schätzungen von Open Doors etwa 50.000 bis 70.000 Christen in Arbeitslagern eingesperrt. Entweder wurden ihre heimlichen Treffen trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen aufgespürt oder sie wurden von Nachbarn oder gar Familienmitgliedern verraten.

Nach Schätzungen von Menschenrechtsverbänden leben rund 400.000 Christen in Nordkorea. Sie alle stehen mit ihren Familien unter großem Verfolgungsdruck, für Leiter von Untergrundgemeinden gilt dies erst recht; sie könnten jederzeit entdeckt werden, was sofort eine Einweisung in ein Arbeitslager nach sich ziehen würde.  Allein der Besitz einer Bibel ist gefährlich und kann die gesamte Familie ins Arbeitslager bringen.

Nach dem Tod seines Vater Kim Il Sung, der im Land noch immer als „Ewiger Präsident“ verehrt wird, übernahm sein Sohn Kim Jong Il 1994 die Führung des Landes. Der nach staatlichen Angaben 69-jährige Kim Jong Il ließ sich als „geliebter Führer“ verehren.

Sein dritter Sohn Kim Jong Un   – er ist Ende 20  –   gilt als designierter Nachfolger. Bereits im September 2010 wurde Kim Jong Un offiziell zum General ernannt und in das Zentralkomitee der Partei berufen sowie zum stellv. Vorsitzenden der Militärkommission befördert. Dies galt als Bestätigung dafür, daß Kim Jong Un die Nachfolger seines kranken Vaters Kim Jong Il antreten wird.

Kontakt-Daten:

Open Doors Deutschland e.V. , 65761 Kelkheim, Postfach 1142

TEL 06195 – 67 67 180  /  FAX 06195 – 67 67 181

Mail: pressebuero@opendoors-de.org

www.opendoors-de.org

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