O heiliger Abend,
mit Sternen besät,
wie lieblich und labend
dein Hauch mich umweht!
Vom Kindergetümmel,
vom Lichtergewimmel
auf schau ich zum Himmel
im leisen Gebet.

Da funkelt’s von Sternen
am himmlischen Saum,
da jauchzt es vom fernen,
unendlichen Raum.
Es singen mit Schalle
die Engelein alle,
ich lausche dem Halle,
mir klingt’s wie ein Traum.
O Erde, du kleine,
du dämmernder Stern,
dir gleichet doch keine
der Welten von fern!
So schmählich verloren,
so selig erkoren,
auf dir ist geboren
die Klarheit des HERRN!
Karl Friedrich von Gerok
(1815 – 1890)





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3 Antworten
Schönes Gedicht zum Heiligen Abend von Gerok!
https://www.youtube.com/watch?v=xqooC4ZG75Y Hark the Herald Angels Sing
Schön – wie alle Weihnachtslieder! Bis auf: „Rudolph, the rednosed….“ Aber das ist ja kein Weihnachtslied, alles andere, nur nicht DAS.