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OFFENER BRIEF des Europa-Parlamentariers Kuhs an den Erzbischof von Freiburg

Betr. Gottesdienste für alle – ohne Beschränkungen

Euer Exzellenz, sehr geehrter Herr Erzbischof Burger,

Bezugnehmend auf Ihre Mitteilung vom 30. November 2021 möchte ich Ihnen hiermit meinen aufrichtigen Dank für Ihren Mut ausdrücken.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Es kommt der Herr der Herrlichkeit.“

Danke, dass Sie allen Menschen – unabhängig ihres Immun- oder Teststatus – Tür und Tor öffnen und ihnen freien Zugang zu Gottesdiensten in dieser schweren Zeit gewährleisten.

Danke, dass Sie zeigen, dass die Kirche in der Phase einer Krise für die Menschen da sein soll und sie nicht alleine lassen kann. In einer Phase, in der Menschen von Ängsten und Nöten geplagt sind, in der es vielen Menschen schlecht geht, dürfen die Menschen im Gottesdienst, einer wichtigen geistlichen Quelle, neue Kraft schöpfen.

Der Glaube ist die hoffnungsvolle Antwort auf all die Nöte, Sorgen, Leiden und Ängste, die unsere Mitmenschen derzeit beschäftigen.

Die wirksame Kraft des Gebetes, die tragende Gemeinschaft, die tröstende Hoffnung, die berührende Gegenwart Gottes, das hilfreiche Wort Gottes, den ersehnten Segen Gottes und seine dringend benötigten Gnadengaben – all das schenken Sie Ihren Mitmenschen durch den unbeschränkten Zugang zu Gottesdiensten.

All das ist Licht und Wärme, Freude und Liebe in dieser dunklen und kalten Zeit. Danke!

Danke, dass Sie in dem aufgeheizten gesellschaftlichen Klima Brücken bauen. Wir alle sind Kinder Gottes und jeder Mensch trägt als Gottes Ebenbild unverlierbar, unveräußerliche Würde. Jeder Mensch, auch der Arme, der Kranke, der Kriminelle, der Geimpfte, der Getestete, der Ungetestete, der Gesunde und der Genesene.

Danke, dass Sie sich für das Recht auf freie Religionsausübung einsetzen. Ihr Vergleich, Gottesdienste als „Teil der wesentlichen Daseinsvorsorge (wie z.B. auch der Einkauf im Lebensmittelgeschäft)“ zu bezeichnen, zeugt von Ihrem tiefen Glauben und spricht mir aus der Seele.

Wir gehen jetzt auf Weihachten zu. Gott ist Mensch geworden. Er hat sein Gesicht gezeigt und sich erkennbar, nahbar, erfahrbar gemacht.

Betrachtet man das allererste Weihnachtsfest, so sieht man, dass Maria und Josef ausgegrenzt waren. Es war kalt und dunkel. Genau in diese Situation kommt aber eine große Freude herein – bei Maria und Josef, den Ausgegrenzten, bei den armen Hirten und bei den Engeln. Die Situation ist heute ähnlich – es gibt viel Ausgrenzung und es ist in mancher Hinsicht sehr kalt und sehr dunkel geworden.

Genau in diese Welt kommt Gott herein.

Ich freue mich heuer besonders auf Weihnachten. Wir brauchen IHN, den Erlöser wieder neu, heute, jetzt. Ich bete dafür, dass er zu allen kommt, zu den Geimpften, zu den Ungeimpften, aber auch zu allen Politikern, zu den Regierenden und allen, die Verantwortung tragen. Weihnachten, ein Fest der Hoffnung – und das ist das, was die Menschen heute am meisten brauchen.

Möge Gott Sie behüten und Sie reich mit seinem Segen und seinen Gnaden beschenken. Bleiben Sie weiter so standhaft. Mögen noch viele unserer Brüder und Schwestern in Christus Ihrem Vorbild folgen.

Hochachtungsvoll und im Gebet verbunden,

Joachim Kuhs, MdEP
Bundesvorstand der Christen in der AfD

Kommentare

9 Antworten

  1. Vielen Dank an Alle, die sich mutig für ausgegrenzte Menschen – hier die Ungeimpften – einsetzen. Der Mensch besitzt nur dann die ihm von Gott gegebene Würde, wenn er selbst entscheiden kann, ob und wie er sich gegen eine Krankheit impft oder sich in welcher Form auch immer er sich behandeln lässt.

    Einem Menschen kann die Verantwortung für seine eigene Gesundheit nicht von einem Staat abgenommen werden. Nein, der Staat ist für meine Gesundheit nicht verantwortlich, wohl aber für das Gesundheitssystem, welches ich durch Beiträge finanziere und welches mich im Bedarfsfall dann auch optimal versorgt.

    Letztendlich ist Gott selbst mein Arzt. Er heilt alle meine Wunden – ob im Diesseits oder im Jenseits.

    In diesem Sinne wünsche ich eine Frohe Adventszeit.

  2. Ein Dank fürs Brückenbauen und für die Zuversicht, die der Erzbischof und der Europaabgeornete vermitteln.

    Im Netz kursiert dazu aktuell ein passendes Gedicht:

    *Hoffnungslicht* 🌟🕯

    Das Leben bremst, zum vierten Mal,
    die Konsequenzen sind fatal.

    Doch bringt es nichts, wie wild zu fluchen,
    bei irgendwem die Schuld zu suchen.

    Denn solch ein wütendes Verhalten,
    wird nur die Menschheit weiter spalten.

    Es steht sehr viel hier auf dem Spiel,
    Zusammenhalt, das wär‘ ein Ziel.

    Nicht jeder hat die gleiche Sicht…
    Doch nein, das müssen wir auch nicht…

    Die Lage ist brisant wie selten,
    trotz allem sollten Werte gelten
    und wir uns nicht die Schuld zuweisen,
    es hilft nichts, wenn wir uns zerreißen.

    Wohl keiner hat soweit gedacht,
    wir haben alle das gemacht,
    was richtig schien und nötig war,
    es prägte jeden, dieses Jahr.

    Für alle, die es hart getroffen,
    lasst uns beten,
    lasst uns hoffen:

    Dass diese Tage schnell vergeh’n
    und wir in bess’re Zeiten seh’n.

    Persönlich glaube ich daran,
    dass man zusammen stark sein kann…

    Für Wandel, Heilung, Zuversicht,
    zünd‘ mit mir an, ein Hoffnungslicht. 🌟🕯

  3. Sehr geehrter Herr Erzbischof Burger,
    in Titus 1, 9 heißt es über das Bischofsamt (Einheitsübersetzung): „…einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, das der Lehre entspricht, damit er in der Lage ist, in der gesunden Lehre zu unterweisen und die Widersprechenden zu überführen.“

    Herzlichen Dank für Ihre klare Positionierung. Wir kämpfen nicht gegen Fleisch und Blut. Der in uns ist, ist stärker, als der in der Welt ist. Seien Sie ermutigt. Halten Sie Kurs.

    Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben.

  4. Ganz herzlichen Dank an Herr Joachim Kuhs und seinen mutigen Einsatz. Gott segne und behüte Sie und Ihre Familie. Danke dass es in dieser finsteren Zeit noch helle Lichter gibt, die uns vorausgehen.

  5. Man kann Herrn Erzbischof Burger nur applaudieren. Hochachtung vor dieser klaren Aussage in diesen „irren“ Zeiten. Hoffentlich kehren noch viel mehr kirchliche Würdenträger zur Vernunft zurück und besinnen sich darauf, dass die Seelsorge jedem Menschen offen stehen sollte, ohne Ansehen von Person oder gar Impf- oder Teststatus.

  6. Danke, Herr Kuhs, für Ihre Initiative. Bin dankbar, dass es scheinbar zumindest ein paar vernünftige Bischöfe gibt. Wenn sie schon mal so was tun, muss man sich bedanken. Super!

  7. Das Schreiben von Herrn Joachim Kuhs an seine Exzellenz Herrn Erzbischof Burger spricht mir aus der Seele. Es gibt Menschen, denen Gott und Kirche wichtig sind. Kürzlich rief mich eine 84jährige Frau an und beklagte sich bitterlich, dass man ihr gesagt hat, dass sie, da sie ja nicht geimpft ist, ab sofort nicht mehr am Gottesdienst teilnehmen darf, wie traurig. Erzbischof Burger ist ein mutiger Mann, schade, dass wir in unserer Kirche nur ganz wenige solcher Würdenträger haben.
    Dass Bistümer ohne Rücksicht auf Ungeimpfte Gläubige mit Ausgrenzung, nichts anderes ist die 2G Regelung, reagieren, stößt nicht nur bei mir auf völliges Unverständnis. Kritische Stimmen im Hinblick auf die Corona Politik sind nicht zugelassen, werden unterdrückt und in Angst und Schrecken versetzt. Beten wir, lassen wir uns nicht entmutigen, in einer Zeit in der Demokratie, immer mehr zu einem Auslaufmodell wird. Gottes Segen

  8. Es gab zu allen Zeiten aufrichtige Kirchenmänner.
    Heute hat der Papst ein Flüchtlingslager in Griechenland besucht; er gehört eher nicht dazu!

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