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Organ-Transplantation unter der Lupe

Kreis Verden: Kritische Veranstaltung zu ethischen und medizinischen Fragen

Die „Kreiszeitung“  im Landkreis Verden veröffentlichte heute  (2.12.2011) unter dem Titel „Wann bin ich tot?“ einen aufschlußreichen Artikel über eine erstaunlich kritische Veranstaltung der evangelischen Kreis-Akademie zum Thema Organ-Transplantation.  – Daraus folgt hier ein Kurzbericht:

An der Tagung beteiligten sich Pastor Dr. Michael Coors, theologischer Referent am Zentrum für Gesundheitsethik an der evangelischen Akademie Loccum sowie Dr. Peter Ahrens, Chefarzt der Anästhesie und operativen Intensivmedizin an der Aller-Weser-Klinik in Verden

„Kann ein Kranker Anspruch auf meine Organe haben?“, fragte der Theologe und kritisierte, daß es statt seriöser Aufklärung oftmals Werbekampagnen zum Thema Organspende gebe. Ein Mensch, der ein Spender-Organ erhalten habe, sei aber keinesfalls geheilt; vielmehr sei eine lebenslange Therapie notwendig.

Laut Pfr. Coors ist es der ethische Hintergrund, der viele Menschen  davon abhält,  sich als Organspender auszuweisen. So spiele nicht nur die Angst vor der Reaktion der Angehörigen eine Rolle, es gehe auch um das Verständnis von Leben und Tod und darum, wie man sich den Übergang vom Leben zum Sterben vorstellt.  Er wies darauf hin,  daß Körperfunktionen auch nach dem Hirntod eine Weile aufrechterhalten werden könnten.

Chefarzt Dr. P. Ahrens wies auf schwerwiegende Folgen einer Transplantation hin. „Man kann nach solch einem Eingriff nicht von Gesundheit sprechen“, stellte er klar. So würden einige Jahre nach der Transplantatiton häufig Krebserkrankungen auftreten. Ein transplantiertes Organ habe zudem nur eine begrenzte Lebensdauer.

Den vollständigen Artikel lesen Sie hier:  http://www.kreiszeitung.de/nachrichten/landkreis-verden/verden/wann-tot-1513815.html

 

Kommentare

2 Antworten

  1. Die Entscheidung, ob man Organspender werden möchte oder nicht, ist individuell und hängt von der eigenen Lebenseinstellung ab. Wenn ich glaube, dass mein Wesen nicht von meinem Körper abhängt, sondern mein Ursprung und meine Bestimmung in einer anderen Wirklichkeit liegt, dann kann ich auch vorbehaltlos in Falle des Hirntodes meine Organe zur Spende freigeben. Als Fazit ist zu sagen, jeder sollte sich mit dem Thema Organspende zu Lebzeiten auseinander setzen und die Entscheidung nicht seinen Angehörigen aufbürden. Nur dann können die potenziellen Empfänger ohne Gewissensbisse diese Spende annehmen.
    Wer es noch nicht getan hat, hier geht’s → http://www.dso.de/pdf/organspendeausweis.pdf

  2. …Ja…ich weiß ich stoße in ein Wespen-Nest…aber die Organspende/Empfang ist eine „Erfindung“ des Atheismus…
    „Leben um jeden Preis“…weil es ja danach nichts mehr gibt…
    Anders sehe ich dies bei Lebenspenden…aber die Todenspende ist kritisch zu sehen, auch die Transplantierten haben oft „Gewissensbissen“…“für mich mußte jemand sterben…“…auch kann ein Toter der Spende nicht widersprechen…zwar hat er zu Lebzeiten zugestimmt, aber im Tote kann er nicht widersprechen; anders bei einer Lebenspende…hier kann der Spender bis zu letzt widersprechen.
    Man kann natürlich der Meinung sein…besser die Organe wiederverwenden, als das sie im Grabe verrotten…sehr pragmatisch…eigentlich bin ich ja ein Anhänger des Pragmatismus…eigentlich…

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