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Papst Franziskus kritisiert die Osteuropa-Politik der NATO, aber auch Patriarch Kyrill

In einem Interview mit der italienischen Zeitung “Corriere della Sera” übte Papst Franziskus kürzlich Kritik an der NATO-Osteuropa-Politik:Vielleicht war es das Bellen der NATO vor den Toren Russlands, das Putin zum Einmarsch in die Ukraine veranlasste. Ich kann nicht sagen, ob seine Wut provoziert wurde, aber ich vermute, dass die Haltung des Westens sie begünstigt hat”. 

Er sagte, in diesem Krieg hätten “andere Staaten” die Eskalation befeuert. Der Pontifex benannte den Ukrainekonflikt als Stellvertreterkrieg und warnte vor dem Ausbruch eines weltweiten Krieges.

Zugleich erklärte er, dass das Recht der Ukraine zur Selbstverteidigung mit der katholischen Lehre über die kollektive Notwehr vereinbar ist.

Kirill, der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, rechtfertigte in der ersten Hälfte einer Videokonferenz mit dem Papst die russische “Spezialoperation” (so nennt Putin den Einmarsch) in der Ukraine. Hier zeigte sich der Papst ebenfalls kritisch: “Bruder, wir sind keine Staatskleriker. Wir können nicht die Sprache der Politik sprechen, aber jene von Jesus.”

Damit verbindet Franziskus den Auftrag der Christenheit, sich für ein Ende des Krieges einzusetzen. Er habe Putin schon im März ein Gesprächsangebot gemacht, dieser sei aber nicht darauf eingegangen. Er wiederholte sein Angebot, aber ohne viel Hoffnung: “Wir drängen weiter, obwohl ich fürchte, dass Putin dieses Treffen im Augenblick nicht haben kann und will.”

Der erste Weg solle ihn nach Russland führen – daher schließt Franziskus vorerst eine Reise nach Kiew aus.

Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.wochenblick.at/welt/warnung-vor-weltkrieg-papst-kritisiert-nato-osterweiterung-als-provokation/

Kommentare

16 Antworten

  1. https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2022-05/papst-franziskus-mongolei-buddhismus-delegation-audienz-frieden.html?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=NewsletterVN-DE

    Es braucht eben einen neuen Friedensstifter,

    Der SOHN GOTTES ist nicht gut genug, scheints.

    Ich komme mit diesem Papst nicht mehr zurecht.

    Er soll keine Politik machen, sondern JESUS CHRISTUS verkünden.
    Punkt.

    Schade, dass ich Benedikt XVI nicht erlebt habe, dafür gibts von ihm wenigstens Bücher, die kein Gesäusel sind und nicht dauernd die Ärmsten der Armen als die besseren Menschen darstellen …

    Ich hab so genug von diesem Gesäusel ..

  2. Schuster, bleib bei deinen Leisten! Das möchte man dem Papst zurufen! „Meinungen“ eines Papstes, Aussagen mit „vielleicht war das Bellen“ …, Vermutungen usw. haben in der Weltöffentlichkeit nichts zu suchen! Sie verwirren nur! Ausserdem interessieren Vermutungen des Papstes niemanden. Er sollte lieber den Mund halten bei Dingen, von denen er nichts versteht. So war das auch schon bei seinen Aussagen zur Kindererziehung und zur Vermehrungsrate von Katholiken. Solche Einmischungen und Sichtweisen des Papstes, die ausserdem nichts bringen, denn die Dinge sind schon geschehen, arbeiten nicht für den Frieden, ja einiges dient eher dem Agressor. Auch wenn jemand „vielleicht “ zu viel gebellt hat, dann kann man dennoch nicht Milionen von Menschen terrorisieren, ganze Städte in Schutt und Asche legen und verbal Dinge in die Welt stellen, die menschenverachtend sind! Die Auslöschung und beabsichtigte Unterdrückung und Umerziehung eines ganzen Volkes hat mit der Nato nichts zu tun. Gott sei Dank, dass wir dieses Bündnis haben. Sind die anderen Länder im Osten denn dumm, dass sie unter diesen Schutzschild möchten? Sie wissen genau um ihre tödliche Gefahrenlage! Kennt sich denn der Papst mit militärischen Dingen aus?

    1. Ihren ersten Satz kann ich nur unterstreichen, modernchrist. Vielleicht informieren Sie sich auch mal wo anders, Vorschlag : https://transition-news.org/oliver-stone-mogliches-nukleares-false-flag-der-usa-im-donbass .
      Ausnahmsweise finde ich diese Stellungnahme des Papstes hervorragend, ganz im Gegensatz zu seinem bisherigen Pandemiegeschwurble .
      “ Aussagen mit „vielleicht war das Bellen“ …, Vermutungen usw. haben in der Weltöffentlichkeit nichts zu suchen! Sie verwirren nur! Ausserdem interessieren Vermutungen des Papstes niemanden.“ So, so ? Quod erat demonstrandum.

  3. Es geht um SELBSTBESTIMMUNG – sowohl bezüglich der Genspritze als auch bezüglich des Lebens als RUSSE in WERTSCHÄTZUNG in der Ukraine. Was seit 2014 wegen des ukrainischen NATIONALIMUS NICHT gegeben war!
    Joe Biden war von 2009 – 2017, unter Barack Obama, Vizepräsident der USA und, so weit ich weiß, für die Ukraine „zuständig“. Sein Sohn, Hunter, 2013 fiel er mit „Drogen- und Sexproblemen“ auf, war von 2015 – 2017 bei einer ukrainischen Gasfirma angestellt. Sein Laptop von 2019, zur Reparatur abgegeben, von ihm nicht wieder abgeholt, belegt, dass ER für die Firma Metabiota die Finanzierung von auch militärisch forschenden Biolabors in der Ukraine organisierte. Die „Gain of function“-Forschung, in den USA verboten, betrieben.
    KEINE WAFFENLIEFERUNGEN in den Krieg! Man MUSS eine Verhandlungslösung finden!
    Aufarbeitung der Rolle Präsident Bidens und seines Sohnes!
    Beide Seiten in dem Konflikt müss(t)en betrachtet werden – auch in Selbstkritik!
    Wenn man mehr Waffen liefert, wird es UMSO SCHLIMMER!!!

    Biden fordert gerade aktuell das „Recht auf Abtreibung“. https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=biden+Recht+auf+Abreibung
    Es geht um LEBEN und TOD! WÄHLEN WIR das LEBEN!

  4. Der Papst scheint, wenn auch sehr vorsichtig formuliert, die Lage realistisch zu sehen und scheut sich nicht, zur Sprache zu bringen, was dem dominanten westlichen „Aggressor“-Narrativ zuwiderläuft.
    1. Stellvertreterkrieg: Genau das ist es, ein Stellvertreterkrieg der USA gegen Russland. Dabei sind die Amerikaner in einer komfortablen Situation: Sie heizen mit Geld und Waffen den Krieg aus der Deckung an, zwingen die Europäer auf ihre Linie. Den Blutzoll zahlen ja die Ukrainer. Da ist man fein raus.
    Hinzu kommt:
    2. Aus der Sowjetzeit „traumatisierte“ Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes (einschließlich der baltischen Saaten) tun sich zusammen und sehen eine willkommene Gelegenheit, offene Rechnungen mit den verhassten Russen zu begleichen.
    Dabei finden unter anderem ein „rechtsradikaler Antisemit“ (Macron) wie der polnische Ministerpräsident (noch vor kurzem ein Buhmann des EU-Establishments) und ukrainische Neonazis (wie das Asowregiment), die in Melnyk einen prominenten „Versteher“ haben (der seinerseits ein Verehrer des mutmaßlichen ukrainischen Kriegsverbrechers Stepan Bandera ist, der während der deutschen Herrschaft in Russland im Zweiten Weltkrieg mit dem Hitlerregime kollaborierte), zu einer fatalen Allianz.
    Ausgerechnet die deutsche Regierung lässt sich vor den Karren dieser zwielichtigen Leute spannen.
    3. Deutschland musste jahrzehntelang nach 1945 militärisch „stillhalten“, wegen seiner „historischen Schuld“ usw.
    Jetzt endlich scheint mit dem Krieg in der Ukraine die Gelegenheit gekommen zu sein, sich auch außenpolitisch wieder kräftig zu blähen.
    Unterdrückte Aggressionen brechen sich in der Regierungspolitik Bahn: Grüne (!) Waffenfetischisten, sekundierende scharfmachende Journalistinnen sind die öffentliche Spitze des Eisbergs.
    Sie sind dann alle bei dem historischen Großereignis dabeigewesen und haben dazu beigetragen, Putin-Russland zu Fall zu bringen.

  5. Spekulationen entstehen aus dem Abwägen von unterschiedlichen, ja gegensätzlichen Positionen. Was Putin wirklich denkt, wissen wahrscheinlich nicht mal seine engsten Mitarbeiter.
    Das Verhalten der Nato, konkret die Osterweiterung, hat Putin auf jeden Fall ziemlich wütend gemacht und war logischerweise zumindest ein willkommener Anlass für seine „Operationen“, auf deutsch: Angriffskrieg! Was er wirklich denkt, ist in diesem Kontext nicht entscheidend, entscheidend für Putin ist allein die Größe Russlands. Dem ordnet er alles unter, das ist der rote Faden durch seine Amtszeit.
    Wie das Ganze weitergeht? .. ist Spekulation.

  6. Die NATO hat weder Polen noch die baltischen Staaten dazu gedrängt, dem Verteidigungsbündnis beizutreten. Das wird gerne übersehen. Es war die freie Entscheidung dieser Staaten. Wie man heute sieht, war die Entscheidung gut begründet.

  7. “Vielleicht war es das Bellen der NATO vor den Toren Russlands, das Putin zum Einmarsch in die Ukraine veranlasste. Ich kann nicht sagen, ob seine Wut provoziert wurde, aber ich vermute, dass die Haltung des Westens sie begünstigt hat”.

    Die Sprachelemente „vielleicht“, „ich vermute“, das verhüllende Wort „bellen“ im Hinblick auf das Verhalten der NATO … verraten, dass es sich um eine Meinung des Papstes handelt, wie man sie inzwischen auch als Spontanäußerung zu anderen Themen kennt. Will man sie gewichten, so fällt das Urteil vernichtend gegen ihn aus: vgl. „ich kann nicht sagen“; d.h. er kann nicht belegen, was er sagt. Also, hätte er – in seinem hohen Amt und angesichts der Medienaufmerksamkeit – besser Zurückhaltung geübt.

    1. Es ist so, es gibt halt auch Indizien. Das heißt, wissen kann man es nicht — wann weiß man im Realleben schon was? — aber man darf dem Augenscheine folgen bis zum Gegenindiz. Man nennt sowas in der Wissenschaft Hypothesenbildung, und der Amtsverwalter Bergoglio zeigt bei diesem geistigen Prozess erstmals Papstqualität.

  8. Den kann man zustimmen.
    Amerika hat schon auf dem Maidanplatz kräftig mit angefeuert.
    USA und Nato wollten die Osterweiterung, bis sie tatsächlich direkt vor Putins Haustür stehen würden, und Russland ist immer noch als Feind des Westens ausgemacht gewesen.
    Und so ein Typ wie Putin schreckt nicht vor einem Krieg zurück, wenn er sich und sein Land bedroht fühlt. Ich hätte mir auch Verhandlungen gewünscht, aber auf Augenhöhe.
    Einige sprechen ja auch davon, er will alte sowjetische Gebiete zurückerobern.
    Ob das der Wahrheit entspricht, wird sich erst später klären lassen.
    Aber die Wahrheit in diesem Krieg ist schon längst begraben.

    Und Selensky träumt von der Aufnahme in die EU und in die Nato.
    Diese gegensätzlichen Vorstellungen können nur an einem Verhandlungstisch einigermassen gelöst werden. Zumindest erstmal einen Waffenstillstand ausmachen.
    Vielleicht kann der Papst mit an den Friedensverhandlungen teilnehmen. Er sieht die Lage doch auf beiden Seiten. Und meines Erachtens auf Augenhöhe mit Putin.

    1. Ich weiß nicht, aus welcher Generation Sie stammen. Ich habe noch die Zonengrenze quer durch Deutschland erlebt, an der sich die Truppen der Nato und des Warschauer Paktes gegenüber standen und eine ständige Bedrohungslage und Kriegsgefahr herrschte. Wenn Sie schreiben „USA und Nato wollten die Osterweiterung, bis sie tatsächlich direkt vor Putins Haustür stehen würden“, dann verkenne Sie, dass wir jahrelang Haustür an Haustüre standen. Dabei war die permanente Gefahr, dass die Kommunisten ohne Einladung und obwohl sie wussten, dass ihr System bei uns unerwünscht ist, bei uns hereinmarschieren würden. Genau das haben sie jetzt in der Ukraine gemacht

      1. Es mischen sich in die Diskussion tatsächlich Leute ein, die den Unterschied zwischen Sowjetunion und Russland nicht begriffen haben, bis heute nicht.

  9. „Das Bellen der NATO vor den Toren Russlands, das Putin zum Einmarsch in die Ukraine veranlasste.“ – ???
    Sind katholische NATO-Staaten wie Polen und Litauen etwa HUNDE, die (aus historisch begründeter Furcht vor dem großen Nachbarn) vor der Tür des „heiligen“ Russland BELLEN??? Haben nicht gerade SIE Grund, IHRE Grenzen bedroht zu „fühlen“?

    1. „Bellen vor den Toren Russlands“ ist eine sehr ausdrucksstarke und treffende Metapher, wie ich sie ihrem Urheber bisher gar nicht zugetraut hätte. Ich bin positiv überrascht!

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