Der Historiker Jörg Ernesti hat sich eingehend mit Papst Leo XIII. beschäftigt, der an der Schwelle zum 20. Jahrhundert die katholische Kirche leitete und dabei mit der modernen Welt konfrontiert wurde.
Als Leo XIV. einige Tage nach der Wahl selbst erklärte, warum er sich ausgerechnet für diesen Namen entschied, bezog er sich ausdrücklich auf diesen Papst, der mit seiner Sozialenzyklika die Grundlagen für die katholische Soziallehre gelegt hat.
Ernstei erläutert, dieser Pontifex habe schon als Bischof in Perugia ein „großes Interesse für die soziale Frage“ und für die Folgen der Industrialisierung entwickelt, dies auch in Hirtenbriefen thematisiert, die teils veröffentlicht wurden – wohl auch mit ein Grund dafür, dass er im Konklave von 1878 relativ schnell zum Papst gewählt wurde. 
Für die Sozialenzyklika habe er sich insbesondere von Jesuiten aus dem Umkreis der Zeitschrift Civiltà Cattolica beraten lassen. Aus dieser Orientierung am Denken des Kirchenlehrers Thomas von Aquin komme auch die Verteidigung des Privatbesitzes, bemerkt der Historiker:
„Die Lösung der Sozialisten und Kommunisten war ja gewesen, die Reichen, die Arbeitgeber zu enteignen und den Besitz neu zu verteilen. Aber Leo sagt in Rerum Novarum: ,Nein, der Privatbesitz ist eine Grundlage der Gesellschaftsordnung.“
Während vor allem die Kommunisten einen Umsturz forderten, habe Leo XIII. damit argumentiert, dass nicht Gewalt oder ein Umbruch der Gesellschftsordnung die Lösung sein könnten, sondern der Dialog gesucht werden müsse – quer durch alle Parteien:
„Das heißt, die Arbeitgeber müssen mit den Arbeitnehmern ins Gespräch kommen und einvernehmliche Lösungen finden. Und die Arbeitnehmer haben das gute Recht, sich auch zu organisieren und für ihre Interessen einzutreten. Das bedeutet, sie können beispielsweise auch Gewerkschaften oder Syndikate bilden. Und der Papst verurteilt ganz klar die Exzesse, die mit der Industrialisierung verbunden waren und mahnt an dieser Stelle an, dass hier auch den Arbeitenden Gerechtigkeit widerfährt.“
Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://www.vaticannews.va/de/papst/news/2025-10/radio-akademie-oktober-2025-papst-leo-xiii-soziallehre-politik-2.html





Total views : 10127789
10 Antworten
Dass der Papst den Namen von Leo XXIII. wählt bedeutet noch lange nicht, dass er sich auch nur ansatzweise an dessen Sozialideen orientiert. Viel mehr, dass er sich diesen Anschein geben will. Was wir bis jetzt gesehen haben bestätigt eher, dass es sich um einen zweiten Franziskus handelt.
> > 100 % D A S ist auch MEIN Eindruck !!!!!!!!
Ich möchte erneut darauf aufmerksam machen, daß W E L T-online gerade heute Friedrich Merz den Rücken stärkt in seiner kulturellen Bewertung der vollkommen absurd, astronomischen Migrationspolitik und 100 % genau das publiziert, was von den bekannt aggressiven Frequenzgebern dieser bischöflichen K I R C H E N – Zeitung Kirche-und-Leben wie immer ( !!! ) als nicht hinnehmbar rechts-radikal und rassistisch besudelt wird.
Übrigens berichtet W E L T – online zu 80 % POSITIV über die AfD, erkennbar zunehmend öfter !!!
> > Somit ist “ erkennbar „, W E R hier ein Problem hat mit der WAHRHEIT !!!
Vielleicht ist es interessant, darauf aufmerksam zu machen das diese linke Zeitung des Bischof von Münster stolz wie Oskar darauf ist, daß deren Berichterstattung ganz im Sinne von folgender Person ist: https://www.uni-muenster.de/FB2/aktuelles/ics/AbschiedsvorlesungHeimbachSteins.html
https://www.uni-muenster.de/FB2/personen/ics/heimbach-steins.html
> > WIEDER EINMAL so eine L U F T – und F A N T A S I E – Nummer dieses “ Gedrucke “ aus Münster … !!!!!!!!
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/oesterreich-erzdioezese-wien-erzbischof-josef-gruenwidl-reformen-zukunft-kirche-frauen-kardinaele-zoelibat-priester-ehe
>> I C H habe damals vor diesem blöd-sinnigen, Kultur-marxistischen K U C K U C K gewarnt, aber besonders Bernhard H. und Konsorten waren benebelt und betäubt …
https://www.google.com/search?q=St+Ludwig+Ibbenb%C3%BCren+Projekt&sca_esv=b2094a0e5ce54ac6&ei=FB7waMvBMb3si-gPjLmksQ0&ved=0ahUKEwjLm4S4nqeQAxU99gIHHYwcKdYQ4dUDCA8&uact=5&oq=St+Ludwig+Ibbenb%C3%BCren+Projekt&gs_lp=Egxnd3Mtd2l6LXNlcnAiHVN0IEx1ZHdpZyBJYmJlbmLDvHJlbiBQcm9qZWt0MgUQIRigATIFECEYoAEyBRAhGKABSP9XUP45WMpVcAJ4AZABAJgBe6ABpgaqAQM0LjS4AQPIAQD4AQGYAgqgAqoHwgIKEAAYsAMY1gQYR8ICAhAmwgIGEAAYFhgewgIIEAAYgAQYogTCAgUQABjvBcICBBAhGBXCAgcQIRigARgKmAMAiAYBkAYIkgcDMi44oAefGrIHAzAuOLgHiwfCBwUyLTQuNsgHVQ&sclient=gws-wiz-serp
>> E I N E der „Folgen …“ des Kultur Sozialismus, aber das interessiert auch und besonders in diesem Bistum Münster definitiv NIEMAND, und da man absolut NICHT BELEHRBAR ist, macht man einfach so weiter wie bisher und bepöbelt die Kritiker, wie das für JAKOBINER, PHARISÄER, POLITRUK und APPARATSCHIK so üblich ist !!
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/autobahnkirche-bochum-evangelisch-verkauf-immobilie-umnutzung-kirche-gemeinde-selk
PS.
Eine sensationelle Rede von Peter Hahne bei einem Konvent des Tempelritterordens in Meßkirch. Danke, Liebe Frau Küble, dass Sie darauf hingewiesen haben. Mehr als 800 Leute waren an einem schönen, sonnigen Oktober-Sonntag mittags(!) dort. Das muß erstmal einer schaffen…. Hier gerade online das Video, das breiteste Verlinkung verdient: https://www.youtube.com/watch?v=V4rhC9nnAnA
Danke, liebe Frau Küble, dass Sie bringen, was andere verschweigen. Alles Ohrfeigen für die deutschen Kirchensteuerkirchen, was da neuerdings aus Rom zu hören ist. Gott sei Dank.
> > 100 % MEINE ZUSTIMMUNG 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂
Ob “ diese beiden … “ das wohl einsehen werden … :
https://www.franz-hitze-haus.de/akademie/team/dr-johannes-sabel
https://www.kirche-und-leben.de/artikel/jens-joest-jjo
Da sie sich anhaltend verstockt nicht ändern, gilt wohl weiterhin folgendes :
https://www.bibleserver.com/de/verse/Lukas9,5