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Rom: Papst nahm 6000 Unterschriften des konservativen Reform-Manifestes entgegen

Bei der heutigen Generalaudienz im Vatikan hat eine Delegation der Initiative Neuer Anfang Papst Franziskus ein Reform-Manifest aus Deutschland und fast 6.000 Unterschriften von Unterstützern überreicht, mit der die Unterzeichner ihre Sorge über den Synodalen Weg in Deutschland äußern.

„Wir freuen, dass hiermit unsere Vorschläge für eine echte Reform der Katholischen Kirche in Deutschland nun auch offiziell ihren Weg nach Rom und auch persönlich in die Hände des Papstes gefunden hat und er bereits von unserer Initiative in Kenntnis war“, so die Initiatoren.

Papst Franziskus zeigte großes Interesse und erkundigte sich mit mehreren Nachfragen nach der Initiative und dem Manifest. Bei der Begegnung ermutigte der Papst die Initiative, explizit mit ihrem Anliegen weiter zu machen und signalisierte, mit den deutschen Bischöfen ins Gespräch gehen zu wollen.

Zusammen mit den Unterschriften überreichte die Initiative „Neuer Anfang“ einen „Brief aus dem pilgernden Volk Gottes“ an Papst Franziskus. Darin heißt es:

„Lieber Papst Franziskus, wir sind Ihnen außerordentlich dankbar, dass Sie eine Weltsynode einberufen haben. Die Kirche ist so verletzt, und sie braucht echte, von allen Ortskirchen mitgetragene synodale Reformen, damit sie wieder zu einer glaubwürdigen Gestalt findet.

Gerade sehen wir jedoch mit Erschrecken, wie der Synodale Weg in Deutschland vollkommen aus dem Ruder läuft. Im Gezänk politisierender Gruppen scheint die Freude des Evangeliums verloren zu gehen. Wir verstehen uns als missionarische Jünger und sehnen uns nach der dynamischen, demütigen und dienenden Kirche von „Evangelii Gaudium“.

Bei ihrer Wallfahrt nach Rom zu den Apostelgräbern beten die Initiative und weitere Teilnehmer gemeinsam vom 4. bis 8. Januar für die geistliche Erneuerung der Katholischen Kirche in Deutschland.

Kompletter Wortlaut des Manifests: https://neueranfang.online/wp-content/uploads/2021/09/Manifest-Brief-aus-dem-pilgernden-Volk-Gottes-an-den-Papst.pdf

Die Generalaudienz in voller Länge: https://www.youtube.com/watch?v=Cha-qm5NR1k

Hier erstes Video-Material: https://www.facebook.com/NeuerAnfang.online/videos/1573594356334466

Das Reform-Manifest der Initiative Neuer Anfang für eine echte Reform der Kirche fand bereits fast 6.000 Unterzeichner, ist in zehn Sprachen übersetzt und kann von Jedem unterschrieben werden. Der Wortlaut des Reform-Manifestes steht auf der Homepage www.neueranfang.online/manifest bereit. Dort werden auch weiter Unterschriften gesammelt.

Quelle (Text / Foto): Pressemitteilung der Initiative Neuer Anfang

Kommentare

4 Antworten

  1. Akuter Reformbedarf- ein Beispiel hierfür: Heilung und Weisung für Wachstum im guten Leben( so steht es im Manifest) – ja das benötigen die Menschen, alle Menschen auf ihrem so langen Weg durchs Leben. Die Lebenserwartung ist heute so lang, das Lebensglück unserer Jugendlichen, unserer Ehen und Familien durch vielerlei, oft geradezu satanisch anmutende Bestrebungen überaus gefährdet.
    Wie viele Jahre will die Kirche noch warten, bis sie endlich eine wirksame, sorgsame, einfühlsame Vorbereitung der jungen Leute auf die Partnerschaft und Ehe entwickelt und flächendeckend anbietet? Eine Vorbereitung auf die ungeheure Verantwortung in Liebe und Partnerschaft, eine Unterweisung in die Sprachen der Liebe des Körpers, basierend auf einer gläubigen Sicht auf den Leib, ein katechumenaler Weg durch Etappen über die Firmvorbereitung als 1. Möglichkeit des Vorbereitungsweges auf Partnerschaft und Liebe über weitere mögliche Module bis zum Brautleutetag.
    Das Lebensglück eines Menschen, seines Ehepartners, seiner Kinder hängt in ungeheurem Ausmaß von seinen Erlebnissen, Enttäuschungen, Trennungen, Verirrungen und Verführungen, evtl. sogar Abtreibungen in den ersten drei Lebensjahrzehnten ab. Ebenso ist zum Lebensglück eines Christen unerläßlich, dass er seinen Glauben nicht verliert, dass man ihm seinen Glauben nicht kaputtmacht!
    Ungeheurer Reformbedarf besteht hier in der katholischen Kirche! Es ist Augenwischerei, zu meinen, Leuten, die sich nach jahrelangem pillengestützten Zusammenleben zur Hochzeit melden, noch etwas zu Partnerschaft, Ehe und Ehesakrament erzählen zu müssen. Weit vorher ist die Zeit dafür, als katechumenale Vorbereitung in den Jahren etwa um 15 bis 25 – unter dem Motto: True love waits (möglichst lang)
    Damit trägt die Kirche zum Lebensglück der jungen Erwachsenen und dann auch zum Lebensglück Hundertausender von Kindern bei. Eine Invenstition also für Generationen. Scheidungen sind nicht heilbar durch barmherzige Kommunionspendung an Wiederverheiratete! Auch wenn die Kinder schon erwachsen sind, sie leiden unter einer Trennung der Eltern und nehmen Schaden. Aber zu bedenken ist: Ehen dauern ein Leben lang, will man wirklich glücklich sein! Die sakramentale Ehe des Katholiken weiß Gott als Dritten im Bunde: Im AT steht ein Satz: Das dreifache Band reißt nicht! Nicht nur aus einem blauen und einem roten Seil von Mann und Frau besteht die katholische Ehe; sie hat noch das unzerreißbare goldene Band der göttlichen Treue und des göttlichen Beistands zur Stabilität. Selbst wenn blau und rot zerfasern sollten oder sogar reissen, das Band Gottes heilt und hält und hilft!
    Wir brauchen uns nicht zu wundern über die eintretenden Katastrophen , wenn wir unsere Jugend ohne Orientierung den törichten Verführungen des Mainstreams überlassen, ja sogar Irrwege plötzlich preisen: Spätestens vor dem Richterstuhl Gottes werden die Hirten und Gremienengagierten gefragt, was wir als Kirche aktiv und dauerhaft für das konkrete Lebensglück der Menschen unternommen haben und was wir stattdessen als Kirche in Deutschland für wichtiger hielten.

    1. Guten Tag,
      für Ihre Anregungen herzlichen Dank!
      Ich sehe das genauso!
      Immerhin brachte ich in den 80er Jahren eine Broschüre mit dem Titel „Liebe oder Liebelei?“ heraus, in der das Warten bis zur Ehe argumentativ und jugendgemäß erklärt wurde. Das ergab einen unerwarteten Riesenerfolg mit über 100.000 verkaufter Auflage. Als hätten die jungen Leute nur darauf gewartet! Vor allem die Mädchen waren sehr dankbar dafür, weil das, was sie diffus „fühlten“, hier argumentativ untermauert wurde.
      Als ich diese Broschüre von 32 Seiten damals verfaßte (ich war selber noch jung, 22 Jahre alt nämlich), hatte ich als Anregung für Informationen und Begründungen fast nur Material und Bücher von evangelikaler Seite – auf katholischer Seite fand ich nirgendwo (!) etwas Brauchbares (von steinalten Büchern aus vorkonziliarer Zeit abgesehen).
      Hingegen bekam ich schon als Schülerin ein evangelikales Buch in die Hand „Warum bis zur Ehe warten?“, das sehr gut war.
      Später folgten dazu dutzende weitere Bücher aus diesem Spektrum.
      Nur in einem Punkt möchte ich Sie korrigieren: Es gibt keine „katholische Ehe“ (wohl eine Ehe von Katholiken), sondern einzig und allein die „christliche Ehe“.
      Denn die Ehe ist ein Sakrament unter Getauften (nicht nur unter Katholiken).
      Auch die Ehe von zwei Evangelischen ist nicht nur gültig, sondern ein Sakrament (sofern der rechte Ehewillen vorhanden ist – aber das gilt ja auch bei Katholiken als Voraussetzung).
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

  2. Was mir gefällt an dem Manifest, ist daß ausdrücklich ein Reformbedarf der katholischen Kirche festgestellt wird und daß traditioneller Engführung nicht das Wort geredet wird in dem Sinne, daß nur die lateinische Messe die einzig wahre Messe ist etc.

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