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Paulus zu Bischöfen: „Aus eurer Mitte werden Männer mit falschen Reden auftreten“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 20,28 ff.

In jenen Tagen sprach Paulus zu den Ältesten der Gemeinde von Ephesus:
Gebt acht auf euch und auf die ganze Herde, in der euch der Heilige Geist zu Bischöfen bestellt hat, damit ihr als Hirten für die Kirche Gottes sorgt, die ER sich durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben hat.
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Ich weiß: Nach meinem Weggang werden reißende Wölfe bei euch eindringen und die Herde nicht schonen.
Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten, die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.
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Seid also wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen.
Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.
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Kommentare

8 Antworten

  1. Das Lesen in der Heiligen Schrift verwirrt mich schon hin und wieder. So, wenn Paulus an Timotheus schreibt: “ Wer das Amt eines Bischofs anstrebt, der strebt nach einer großen Aufgabe. Deshalb soll der Bischof untadelig, Mann einer einzigen Frau, nüchtern, besonnen……sein. Er muss seinem eigenen Haus gut vorstehen, seine Kinder in Gehorsam und allem Anstand erziehen. Wenn einer seinem eigenen Haus nicht vorstehen kann, wie soll der für die Kirche Gottes sorgen? Für unsere Kirche trifft dies nicht zu; in der Orthodoxie können die Priester verheiratet sein, die Bischöfe nicht. wie passt das alles zusammen?

    1. Guten Tag,
      auch Paulus hat den Zölibat empfohlen und lebte selber ehelos. In den ersten zwei Jahrhunderten der Kirche gab es noch keine Pflicht dazu, aber es war ein Ideal für geweihte Personen und für den Stand der Jungfrauen.
      Zu Beginn des 3. Jahrh. legte das Regionalkonzil von Elvira bereits den Zölibat der Priester fest, später folgten weitere Konzilien.
      Die Ostkirche hatte teils eine eigene Entwicklung und erlaubte die Priesterehe, Bischöfe mußten und müssen auch heute zölibatär sein, weshalb sie oft aus dem Ordensstand stammen.
      Der Zölibat ist ein Kirchengesetz, aber kein Dogma – zudem gibt es Ausnahmen, zB. für die unierte Ostkirche (mehrere Millionen Gläubige allein der Ukraine) mit ihren verheirateten Priestern, ebenso evangelische Pastoren-Konvertiten, die vor ihrer Priesterweihe bereits verheiratet waren und dies auch bleiben können.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

  2. Diese reißenen Wölfe sind bis heute in die Kirche eingedrungen.

    Siehe Bischof Bätzing und seine wohl anzunehmende „neue deutsche Kirche“ , die er auf dem Katholikentag in Stuttgart vorlebte. Viele andere Länder schauen besorgt auf unser Land und die Bischöfe.

    Folgen wir solchen „Wölfen“ wie Bätzing nicht.

  3. Es scheint mir wichtig, zu wissen und wahrzunehmen, dass dem ausgewählten Lesungsabschnitt noch zwei wichtige Verse folgen, bevor Lukas den quellengestützten Bericht über die Rede des Paulus vor den Ältesten der Gemeinde in Milet bei seinem Abschiedsbesuch enden lässt, um per Schiff nach Jerusalem weiterzufahren und persönlich die Geldsammlung aus den heidenchristlichen Gemeinden den Aposteln zu übergen, so wie es auf dem „Apostelkonzil“ als einzige Auflage für Nicht-Juden vereinbart worden war.

    Die Verse zeigen, dass Paulus aus Erfahrung weiß, wo auch in den christlichen Gemeinden falsche Lehren und Spaltungen ihre eigentliche Wurzel haben. Dass es nicht genügt, die schwachen Brüder mit Worten zu unterweisen und zu ermahnen. Deshalb erinnert er neben seiner Verkündigungsarbeit an seine tägliche Handarbeit während seines 3-jährigen Aufenthalts (auch) in dieser Gemeinde, um unparteiisch reden und handeln zu können.

    So lauten die 3 Schlussverse:
    “ (33) Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt; (34) ihr wisst selbst, dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter diese Hände hier gearbeitet haben. (35) In allem habe ich euch gezeigt, dass man sich auf diese Weise abmühen und sich der Schwachen annehmen soll, in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

  4. Ja, hier ist genau die passende Antwort auf unser Desaster in der Kirche Deutschlands! Als ich heute morgen diese Lesung vortragen musste, hatte ich heftig gegen eigene Tränen zu kämpfen, auch weil Paulus darin sagt: „Denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, unter Tränen jeden einzelnen zu ermahnen …“ Wie sehr haben Gläubige in den 2000 Jahren wegen des rechten Glaubens gelitten! Wie sehr haben sich auch zu unseren Zeiten noch Priester und treue Gläubige abgemüht, um Jung und Alt näher zu Christus zu führen. – Doch jetzt treten Bischöfe, Priester und Laien auf , gebärden sich mit verdrehten Gedanken und selbstgestrickter Theologie wie reißende Wölfe und führen uns auf falsche Wege, statt uns Ehrfurcht zu lehren vor dem heiligen Gott und seiner Kirche. Möge der Heilige Geist uns helfen, wieder auf den rechten Weg zu finden!

    1. Wir nehmen es am Ende zu wenig wahr; aber in nicht wenigen Ländern leiden Christen auch heute noch und müssen je nachdem um ihr Leben bangen.

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