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Peter Hahne: Die Unionsparteien auf Abwegen

Von Felizitas Küble

Auf dem Internetportal „Tichys Einblick“ – es gibt das zeitgeistkritische Magazin auch als Print-Zeitschrift – hat sich Peter Hahne gestern (28.9.) online zu Wort gemeldet und die Bundestagswahl kommentiert.

Zudem befaßt sich der Bestsellerautor und ehem. ZDF-Moderator auch mit dem programmatischen und personellen Niedergang von CDU seit Jahrzehnten, vor allem in den 16 Jahren unter Merkel – und hinsichtlich der CSU seit 16 Monaten unter Söder.

Zur aktuellen Lage stellt Hahne fest:
„Wer zum Schluss das „Bündnis“ von Grün/Gelb anführt, SPD oder Union, Scholz oder Laschet, das entscheiden Macht- und Postenfragen… Zum Schluss ist für Grüne und FDP entscheidend: Wer hat was wem zu bieten? Und da wäre der mickrige Überrest der einst stolzen Kohl/Strauß-Union deutlich freigiebiger.

Der evangelische Theologe fährt fort, die Union sei jetzt im „strategischen Vorteil“, weil sie das Amt des Bundespräsidenten „in das Postengeschacher einbeziehen“ könne: „Die Scholz-SPD hat Steinmeier an der Backe, der im kommenden Mai wiedergewählt werden will.“

Die Union könne als erste Frau in diesem Amt die grüne Göring-Eckardt anbieten:
„Man mag schaudern bei dem Gedanken, aber damit wäre die Union wieder in dem unsäglichen Weizsäcker-Milieu angekommen: Kirchentag und evangelische Kirche. Würde also bestens passen.“

Für CDU/CSU sei zudem klar:
„Wenn sie sich jetzt in die Opposition verabschiedet, sitzt sie dort auf lange Zeit fest. Die kommende Koalition wird mindestens acht Jahre halten, das zeigt die Erfahrung. Und zusammen mit der viel lauteren und konsequenteren AfD im Bundestag Opposition zu betreiben, davor graut es den Granden der Union.“

Dazu komme ein strategisches Interesse von FDP und Grünen, die Unionsparteien weiter zu schwächen:
„Das ginge kurioserweise leichter durch eine Regierungsbeteiligung, weil das die weitere Abwärtsspirale eher befördern würde als eine eventuelle Regenerierung in der Opposition. Laschet als Kanzler von Lindner/Habecks Gnaden, das wäre für grün-gelbe Strategen doch der Knüller. Die nächsten Wahlergebnisse kann man sich schon plastisch ausmalen.“

Abschließend schreibt Hahne:
„Die Union mit ihren donnernden Niederlagen von Söder und Laschet muss kleine Brötchen backen, um an den Fleischtöpfen weiter beteiligt zu sein…Das ist die Quittung für das, was man ursprünglich mal Sozialdemokratisierung von CDU und CSU nannte. In Wahrheit wurde die Union von Jahr zu Jahr grüner und damit nichtiger und überflüssiger.“

Quelle für die Zitate: https://www.tichyseinblick.de/meinungen/jamaika-cdu-fdp-gruene/

Kommentare

4 Antworten

  1. Das Rennen ist gelaufen, das Drehbuch schon geschrieben.
    Aus meiner Sicht hat „Jamaika“ keine Chance.
    Die grüne „Basis“ hat sehr deutlich gemacht, dass eine Koalition ihrer Partei mit der Laschet-CDU nicht in Frage kommt.
    Und sollte das Verhandlungsteam wider Erwarten in Unions-Richtung schwenken, wird „die Straße“ (Grüne Jugend, FFF, Antifa und Co.) für entsprechenden öffentlichen Druck sorgen, dass es nicht zum Äußersten kommt.
    Überdies weiß die Union derzeit nicht, was sie eigentlich will (regieren oder Opposition), und zerlegt sich weiter selbst. Wer als starker Mann (oder starke Frau) aus dem internen Machtkampf hervorgehen und für mögliche Koalitionäre ein verlässlicher Ansprechpartner sein wird, ist nicht absehbar.
    Auf die FDP kommen schwere Zeiten zu.
    SPD und Grüne haben sie praktisch in der Hand: Die Liberalen können (und wollen) sich einen nochmaligen Rückzieher wie vor vier Jahren nicht leisten und werden (natürlich kosmetisch verkleistert) nahezu alles mitmachen, was ihre „Partner“ von ihnen verlangen.

  2. „Egal ob Ampel oder Jamaika, es wird überall am Ende linksgrüne Politik herauskommen.“ Der Weg in den Öko-Sozialismus ist unaufhaltsam, unterschiedlich ist höchstens die Geschwindigkeit bis zum endgültigen Untergang der Scheindemokratie, für die Frau Merkel in 16jähriger unermüdlicher Anstrengung gesorgt hat.

    Hier die Sicht auf das Dilemma von außen, in Gestalt des Schweizers Roger Köppel:

    https://www.weltwoche.de/?utm_source=Newsletter&utm_medium=email&utm_content=Weltwoche+-+Die+andere+Sicht&utm_campaign=DE+Weltwoche-Daily+%28Live%29+Mittwoch

  3. Das sehe ich auch so. Schade nur, dass sich die CDU/CSUler so daneben benehmen wie ungezogene Kinder, die ihr Spielzeug wiederhaben wollen, anstatt sich „vornehm“ zurück zu nehmen und ABZUWARTEN . . . bis der Ball zu ihnen zurückrollt. Hier hätten sie von Frau Merkel lernen können, wie man das macht. Sie hat seinerzeit Herrn Stoiber den Vortritt gelassen
    …und gewonnen. Schade, dass die CDU/CSUler diese Charakterstärke nicht für sich in Anspruch genommen haben und somit sind sie auch nicht regierungsfähig. Leider. Die neue, sich eventuell bildende Ampel wird, das glaube ich auch, 8 Jahre halten.

    1. AK Schmidt, letzter Sozialdemokrat, bevor die SPD von der SED beeinflußt wurde, sagte trocken und treffend: „Mehr Migration geht nicht, das gibt Mord und Totschlag“. Radikale Muslime warten schon lange darauf, Deutschland zum Kalifat zu machen, 8 Jahre, die Geduld wird ihnen fehlen.

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