Von Dr. Heinz-Lothar Barth
„Du bist Petrus (der Fels), und auf diesem Felsen will/werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle/Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“ So spricht Jesus in Mt 16, 18 zu Petrus. Die beiden ersten Satzabschnitte lauten auf Griechisch: „Sy ei Petros, kai epi tautē tē petra oikodomēsō mou tēn ekklēsian.“ 
Dietrich Wachsmuth behauptete in einem Leserbrief, „petros“ heiße nicht „Fels“, sondern „Steinchen“ (IDEA 41/2024, S. 35). Dem muß ich als Universitätsdozent a. D. der Klassischen Philologie widersprechen.
Jedes seriöse Lexikon weist neben „Stein/Steinchen“ für „petros“ auch dieselbe Bedeutung wie „petra“ aus, also „Fels“ (z. B. W. Pape, Griechisch-deutsches Handwörterbuch, II 606). Und nur dieses Verständnis ergibt in unserem Kontext einen Sinn. Denn mit dem Demonstrativpronomen („epi) tautē (tē petra)“ – („auf) diesem (Fels)“ wird eindeutig auf die vorangegangene Aussage, damit also auf „p(P)etros“ Bezug genommen.
In der Tat ist das häufigere griechische Wort für „Fels“ das Femininum „petra“. Hier aber steht zunächst das Maskulinum „p(P)etros“, weil das Wort ja auf einen Mann bezogen werden sollte.
Erstveröffentlichung als Leserbrief in IDEA Nr. 42/24 vom 16.10.2024
Hinweis zum Autor:Dr. Heinz-Lothar Barth (sieheFoto) aus Bonn ist katholischer Schriftsteller und seit vielen Jahren Gastautor in unserem Blog; er ist Universitäts-Dozent für Klassische Philologie (alte Sprachen)



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9 Antworten
Rezension: Die Schrift allein? 21 Gründe gegen das protestantische Bibelverständnis
https://www.thecathwalk.de/2021/09/30/rezension-die-schrift-allein-21-gruende-gegen-das-protestantische-bibelverstaendnis/
Sola scriptura – Die Schrift allein? 21 Gründe gegen das protestantische Bibelverständnis – Katholisches
https://katholisches.info/2021/04/17/sola-scriptura-die-schrift-allein-21-gruende-gegen-das-protestantische-bibelverstaendnis/
Die Bibel ist ein Wort mit sieben Siegeln.
Der Geist allein kann sie entriegel.
Erst wenn du ihn ergriffen hast,
Wird auch das Wort von dier erfaßt.
Es ist nur das „Bibelverständnis“ richtig,
welches mit dem Heiligen Geist in Harmonie ist.
Paulus schreibt:
Ich war bei euch in in Schwachheit und in Furcht und mit großem Zittern; und mein Wort und meine Predigt geschahen nicht mit überredenden Worten der Weisheit, sondern im Erweis des Geistes und der Kraft, auf dass euer Glaube nicht stehe auf Menschenweisheit, sondern auf Gottes Kraft.
1.Korinther 2,3-5
Jesus hätte nie gesagt, dass er auf dieses „Steinchen“ seine Kirche bauen wolle!
Das ist ja widersinnig. Er meinte, dass Petrus der Fels , der Granit sein solle, auf welchem er die Kirche bauen wolle. Und dass wir einen Felsen benötigen, das sehen wir seit Jahrhunderten und gerade auch jetzt wieder! Wir benötigen keine rollenden und kullernden Steinchen, sondern Felsen, felsenfeste Verteidiger unseres Glaubens – in Liebe zu dem Menschen und in Treue zur unverbrüchlichen geoffenbarten Wahrheit. Wir wissen sehr wohl einiges über Gott und den Vater: Denn Jesus sagt, wer mich sieht, der sieht den Vater! dh. auch: Wer mich hört, der hört den Vater! Und auch: Wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
tja, viele dieser Felsen standen oder stehen aber nicht immer zur biblischen Lehre…
zB:
https://www.freiewelt.net/nachricht/neue-kardinaele-unterstuetzen-franziskus-segen-fuer-homosexuelle-beziehungen-10098161
…und eins weiss ich:
Eine Autobiografie des Felsens heisst Jesus garantiert nicht gut…..
Worum geht es dieser „katholischen“ Kirche eigentlich?
Das ist ja schlimmer als in den esoterischen und freimaurerischen Zirkeln, mit ihren Treffen, Diskussionen, Ergebnissen usw…und kommt eh nix bei raus….ganz ehrlich?
Dann lieber Gebetshaus und Hartl.
Ausser der sogenannten alten Messe.
Shalom Aleichem,
Der Herr ist mein Fels, meine Burg und mein Retter; mein Gott ist mein Fels, in dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils, meine sichere Festung.“ (Psalm 18,3)
In Psalm 62 legt David ein ähnliches Glaubensbekenntnis ab.
„Nur auf Gott wartet still meine Seele; von ihm kommt meine Rettung [Heil]. Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine sichere Burg; ich werde nicht allzusehr wanken.“ (Psalm 62,2-3)
Dass Petrus Jesus erkannt hat, verstehe ich , jedoch will Jesus auf sich die Kirche bauen, weil ER , Jesus, der Fels ist. So habe ich das verstanden.
Was hilft mir Petrus, wenn er der Fels sein soll, weil es mittlerweile viele Kirchen gibt. Jesus jedoch immer meine Kirche sein wird.
Das Bekenntnis des Petrus, dass Jesus der Christus ist, verbunden mit Seiner Leidensankündigung, steht nicht nur in Mt 16, 13-23, sondern auch in Mk 8, 27-33, Lk 9,18-22 und Joh 6, 66-71.
In den drei anderen Evangelien ist das Wortspiel mit petros und petra nicht erwähnt. Petra (Fels) kann sich durchaus auch auf das Bekenntnis des Petrus beziehen, was somit als Fels bezeichnet wird.
Die ganze Bibel ist auf den Messias oder Christus ausgerichtet. Im AT wird Er angekündigt. Das NT berichtet von Seinem Kommen und Wirken sowie dem Beginn der Gemeinde und dem Ende der Welt.
Der Gemeinde zu Ephesus schreibt Paulus in Eph 2,19-20: „So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, erbaut auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der Eckstein ist …“
Um diesem Disput aus dem Weg zu gehen: Die „eine, allgemeine Kirche“ ist auf dem Felsen JESUS CHRISTUS ALLEIN gebaut!
Es gibt mindestens noch die alte syrische bzw. assyrische Kirche von Antiochia, die ebenfalls u.a. in der Nachfolge des Apostels Petrus steht. Antiochia ist die zweitälteste Gemeinde des Christentums, nach der urchristlichen Urgemeinde von Jerusalem. Somit ist die katholische Kirche zumindest nicht die einzige Kirche in der direkten bischöflichen und apostolischen Tradition und Sukzession und Nachfolge des Apostels Petrus.
Mt. 16, 18: „Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen.“