Bei dir, Jesus, will ich bleiben,
stets in deinem Dienste stehn;
nichts soll mich von dir vertreiben,
will auf deinen Wegen gehn.
Könnt ich´s irgend besser haben
als bei dir, der allezeit
soviel tausend Gnadengaben
für mich Armen hält bereit?
Könnt ich je getroster werden
als bei dir, Herr Jesus Christ,
dem im Himmel und auf Erden
alle Macht gegeben ist?

Sollt ich dem nicht angehören,
der sein Leben für mich gab?
Sollt ich ihm nicht Treue schwören,
Treue bis in Tod und Grab?
Ja, Herr Jesus, bei dir bleib ich
so in Freude wie in Leid;
bei dir bleib ich, dir verschreib ich
mich für Zeit und Ewigkeit.
Deines Winks bin ich gewärtig,
auch des Rufs aus dieser Welt;
denn der ist zum Sterben fertig,
der sich lebend zu dir hält.

Bleib mir nah auf dieser Erden,
bleib auch, wenn mein Tag sich neigt,
wenn es nun will Abend werden
und die Nacht herniedersteigt.
Bleib mir dann zur Seite stehen,
graut mir vor dem kalten Tod
als dem kühlen, scharfen Wehen
vor dem Himmelsmorgenrot.
Wird mein Auge dunkler, trüber,
dann erleuchte meinen Geist,
dass ich fröhlich zieh hinüber,
wie man nach der Heimat reist.
Philipp Spitta (1801 – 1859)
Titelbild: Prior Michael Gebhart OSB




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4 Kommentare
Ich bin so dankbar für die Veröffentlichung dieses so Jesus Christus als persönlichen Herren und Retter verherrlichenden Liedes! Es hat mich durch so manche persönliche Lebenslage getragen. Ich wäre froh und dankbar, wenn die heutigen Texte oft auch einen solchen Tiefgang hätten.
Wenn ich solch wunderbaren Texte lese und vergleichend an die vermeintlichen „Botschaften“ einiger Möchtegernseher denke, dann sollten diese Personen nicht nur ganz kleine Brötchen backen, sondern sich auch bescheiden zurückhalten.
MfG
Sollten Sie (auch) mich mit „Möchtegernseher“ meinen, seien Sie gewiss, dass Sie falsch liegen. Die Papstkirche, und all die, die mal dazugehören werden, ist die „Hure Babylon“, von der die Bibel spricht – und was ich hier in dutzenden von Kommentaren nur der letzten Tage vertrete. Seien Sie sich da ganz, ganz sicher!
Da mag Frau Küble schreiben, was sie will. Was die Papstkirche betrifft, stimme ich ganz überein z.B. mit Lothar Gassman -auch wenn der hier nicht kommentiert- und auch mit Peter Hahne, falls er nicht noch die Seiten wechselt. Und deshalb hat Frau Küble NICHT recht. Auch wenn sie sich hier noch die Finger wund schreibt. Und Sie wären besser (für Sie) mal nicht konvertiert.
Das war das Lieblingslied meiner Oma, sie hat den Angriff auf Pforzheim überlebt, sie hat es mit uns Enkeln gebetet und es begleitet mich bis heute.
2020 im letzten Gottesdienst vor dem Lockdown sangen wir dieses Lied mit Tränen in den Augen, da keiner wusste, wie es weitergeht. Aber das Lied, Jesus, bleibt, es ist ein Schatz, der uns das ganze Leben begleitet.