FEBRUAR
Du bist in Eis und Schnee, in Frost gebannt,
und zeigst vom warmen Leben keine Spur.
Mein einzig schönes, liebes Heimatland,
trägst lange schon des Winters Garnitur.
Er hat um die die harte Faust gelegt,
dich tief versenkt in eisig-kalten Traum,
wo sich kein Blatt, kein milder Hauch mehr regt
und starres Schweigen herrscht im hohen Raum.

Die weiße Stille dehnt sich meilenweit,
ganz zart begrenzt von silberhellem Schein.
Den Tannenwald in Schmuck und Herrlichkeit
hüllt reifbedeckt den lichten Schimmer ein.
Nicht lange mehr – ganz heimlich schon und sacht,
bewegt von warmer Mittagssonne Strahl,
springt da und dort ein Quellchen über Nacht
in raschem Siegeslauf hinab ins Tal.
Ob auch der Frost aus harter Scholle bricht,
ob scharfe Winde wehen, rauh und kalt.
Es siegt der Tag, es siegt das junge Licht,
der Frühling naht mit Sturm und Allgewalt.
Frieda Claudy (1880 bis 1946)
Titelbild: Evita Gründler
2. Foto: Peter Hahne






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3 Kommentare
Wie schön, immer mal wieder eine Pause von den Problemen machen zu dürfen! Die gut ausgewählten Gedichte sind wie ein Trost!
Ja, der Schnee ist ja schön anzuschaun. Aber wenn man ihn täglich scheppe muss.. Kein Genuss…Momentan is ja nochmal Pause…
Wissen plus Wahrheit gleich Weisheit für Dienstag, 10. Februar 2026
Jakob sprach: HERR, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem Knechte getan hast.
1.Mose 32,11
Paulus schreibt: Mir ist Barmherzigkeit widerfahren, dass Christus Jesus an mir als Erstem alle Geduld erweise, zum Vorbild denen, die an ihn glauben sollten zum ewigen Leben.
1.Timotheus 1,16
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Alles was zu Christus lenkt bringt den Heiligen Geist und das Lebendige – das Leben.