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Portugal: Merkwürdige Formen der Volksfrömmigkeit im Wallfahrtsort Fatima

Von Felizitas Küble

In einem Bericht des Deutschlandfunks mit dem Titel „Die umkämpfte Madonna“ wird über theologische und politische Aspekte der Marienerscheinungstätte von Fatima berichtet. Dabei geht es auch um manchen Formen des Brauchtums in Portugal, die selbst auf fromm-katholische Gläubige in Deutschland bisweilen befremdlich wirken.
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Der DLF zitiert dazu den Theologen und Priester Anselmo Borges, der folgende Anekdote aus Fatima erzählt:
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„Vor ein paar Jahren kam ein bedeutender Bischof in den Wallfahrtsort und sah eine ältere Frau, die sich selbst peinigte, indem sie auf den Knien über den Boden rutschte. Das Ritual war Teil ihres Gelübdes gewesen.
Der Bischof sagte zu der Frau: ‚Was Sie machen, ist gegen das, was in der Bibel steht. Gott will das nicht. Ich kann Ihnen helfen, damit Sie ihr Versprechen anders erfüllen können.‘ Doch die Frau sagte nur: ‚Vielen Dank, Herr Bischof, für das Angebot, aber das, was Sie mir anbieten, ist nicht Teil meines Gelübdes gewesen.‘
Dieses Beispiel zeigt, dass der Kult um Fátima vor allem eine volkstümliche Religion ist und dass die offizielle Kirche sich schwer damit tut, Fátima in die Institution zu integrieren.“
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Der Gründer unses Christoferuswerks, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt, ist der 2002 verstorbene katholische Jugendschriftsteller Günter Stiff (siehe Foto).
Mitte der der 90er Jahre unternahm er eine Reise zu zwei bekannten Wallfahrtsorten, nämlich Fatima und Lourdes, abschließend fuhr er noch in die evangelisch-ökumenische Brüderkommunität Taizé.
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Die einzige Pilgerstätte, die ihm recht gut gefiel, war die Marienstätte Lourdes in Südfrankreich, die ihm sehr gediegen und solide erschien.
Die „ökumenische“ Spiritualität in Taizé fand er hingegen ziemlich oberflächlich, wenngleich die dortige „mystische“ Musik mit Kerzenlicht für Jugendliche ansprechend wirke, wie er wahrnahm. Viele sittenlose Kritzeleien in den WCs verärgerten ihn nachhaltig und er fragte sich, warum die Ordensbrüder den „Mist“ nicht entfernen (lassen).
Im Unterschied zu dieser Skepsis verherrlicht der katholische Autor Bernhard Meuser derzeit Taizé zu einem „Weltwunder des Glaubens“.
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Noch weniger konnte sich Günter Stiff allerdings mit der speziellen Volksfrömmigkeit in Fatima anfreunden  – und zwar aus genau dem oben erwähnten Grund, zumal die betenden Frommen sich bei ihrem langwierigen Vorwärtsrutschen teilweise blutige Kniee zuzogen.
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Anscheinend handelt es sich, so seine Eindrücke, nicht um Ausnahmen, wenn dort fromme Katholiken, überwiegend Frauen, sich auf den Knien über den riesigden Wallfahrtsplatz abquälen. Haben Sie alle ein „Gelübde“ (Versprechen an Gott) abgelegt? Das ist wohl eher unwahrscheinlich.
Anscheinend handelt es sich um einen weitverbreiteten Brauch, der nicht nur den eingangs zitierten Bischof irritiert hat, sondern auch unseren Verlags- und Vereinsgründer. Dabei zeigt sich wohl auch der Unterschied in der Mentalität (Denkweise) und dem Lebensgefühl zwischen Deutschland und Portugal.

Kommentare

20 Antworten

  1. UNTERSCHEIDUNG DER GEISTER

    von Michael Frensch |

    Edition Sophien Akademie

    Anhand eines Durchgangs durch die Johannes-Apokalypse will dieses Buch Hilfen geben, wie man bei der Fülle an esoterischen Erfahrungen und geistigen Offenbarungen, zwischen echten, authentischen Mitteilungen aus der geistigen Welt und illusionären oder sogar krankhaften Bewußtseinszuständen und ihren jeweiligen Quellen unterscheiden kann. Zugleich ist das Buch eine Einführung in die Bilderwelt eines der rätselhaftesten Bücher der Menschheit.
    Aus dem Inhalt:
    Vom Wesen übersinnlicher Erkenntnis – Das Alpha und das Omega – Der Gang über die Schwelle – Vom göttlichen Wesen – Die sieben Geister Gottes – Die sieben Gemeinden – Die Thronvision – Moralische Logik – Apokalyptische Christologie – Die Frau und der Drache – Die vier Proben – Evolution des Logos und Evolution der Schlange – Die Schalen der göttlichen Leidenschaft – Das neue Jerusalem.

  2. Liebe Frau Küble,
    wenn solche Gegenstände im Voraus verbrannt werden, so ist das schon etwas strange! Und befördert doch auch seltsame Vorstellungen. Da stimme ich Ihnen völlig zu. Interessant wäre, wie diese Verbrennungen stattfinden – vielleicht sind diese Gegenstände so viele, dass die Wallfahrtsleitung sich auf diese Weise der Dinge entledigt. Der Gedanke, ein Wachsknie zu „opfern“ und verbrennen zu lassen, damit meine Knieoperation gut verläuft, ist schon etwas verdrullt. Aber Gott liebt besonders die „Armen im Geiste“ – die uns arm vorkommen, Für Gott aber gerade vielleicht nicht ganz so arm sind, wie wir von außen urteilen mögen.

    1. Guten Tag,
      die Kerzen werden nicht von der Wallfahrtsleitung verbrannt, weil man ihrer nicht mehr Herr werden könnte, sondern von den Pilgern selbst im Sinne eines Opferrituals.
      Das Problem sind nicht die „Armen im Geiste“ (wobei Christus mit diesem Wort keinen Intelligenzmangel lobte, es geht um die „geistlich“ Armen, die ihre Armut vor Gott einsehen, also um Demut), sondern die halb-magischen Vorstellungen, die nicht mehr weit vom Aberglauben entfernt sind – oder schon mittendrin, je nachdem, wie der einzelne Kerzenverbrenner „tickt“.
      Entscheidend ist vielmehr die Haltung, wie sie das Vaterunser lehrt: „Dein Wille geschehe!“
      (Das magische Denken fordert: Mein Wille geschehe….)

      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. @Felizitas Küble: Es gibt da noch differenziertere Herangehensweisen, etwa in der mystischen jüdischen Kabbala und Merkaba-Mystik – die Hälfte des Weges muss man selbst zu Gott gehen und die andere Hälfte vom Weg kommt Gott dem Gehenden entgegen, sagt man dort. Es geht eben um Kommunikation mit dem Göttlichen. Und dazu muss man bisweilen auch seine Seele und seinen Geist schulen. Körper und Seele (griechisch „Psyche) und Geist beim Apostel Paulus. Siehe dazu etwa Philo(n) von Alexandrien und die Origenisten Eusebius und Ambrosius und den Mystiker Johannes Chrysostomus.
        Der spätantike Theologe Pseudo-Dionysius Areopagita, dessen neuplatonisch geprägte Werke im Mittelalter hohes Ansehen genossen, führte den Begriff „Theurgie“ in die christliche Theologie ein. Er bezeichnete damit das Wirken des Heiligen Geistes und Jesu Christi und insbesondere die von Gott herbeigeführte Wirksamkeit der Sakramente.
        Auch der christliche Mystiker Dionysios Areopagita verwendete das Wort „Theurgie“ also im Zusammenhang mit dem Heiligen Geist als Geist Gottes. (siehe auch Elias Erdmann usw.)
        Der stark vom Neuplatonismus beeinflusste spätantike Theologe Pseudo-Dionysius Areopagita übernahm den Begriff „Theurgie“ in die christliche Theologie.
        Theurgie (griechisch θεουργία theourgía „Gotteswerk“) ist eine antike Bezeichnung für religiöse Riten und Praktiken, die es ermöglichen sollten, mit göttlichen Wesen in Verbindung zu treten und von ihnen Hilfe zu erlangen. Der Ausübende wird „Theurg“ genannt. Nach der gängigen Auffassung der antiken Theurgen wurde nicht versucht, die erwünschte Reaktion der Götter mit magischen Mitteln zu erzwingen, sondern es ging um ein Zusammenwirken von Gott und Mensch, bei dem sich der Theurg göttlichem Einfluss öffnete.

        1. Und genau von dem hat uns unser Heiland befreit…

          Ausübende gibt es in jeder Religion…und ich wage zu behaupten: unser Zusammenwirken mit Gott, und nicht „dem Göttlichen“ ist erst möglich, wenn wir glauben, also reingewaschen von der Erbsünde und immer wieder gewaschen von Sünden…und dazu bedarf es keiner Rituale, ausser Gebet, Beichte und Eucharistie…wenn man dies als Rituale bezeichnen will/kann…

          Und im Wort Gottes lesen.

          Und wissen: ich habe Gott nichts zu geben, schenken..was IHM nicht ohnehin schon gehört..ausser was mich von IHM trennt..

          Beschenkt zu werden ohne etwas zurückzuschenken ist wohl das Schwerste für uns Menschen.
          Wir sollen ja zB auch Menschen beschenken, einladen, die sich nicht revanchieren können.

          Das grösste „Geschenk“ an Gott sind alltägliche Bemühungen nach Seinen Geboten zu leben, siehe Galater 5,22.
          Und das grösste Zeugnis für die Umwelt dafür, dass es Gott gibt und ER uns beisteht, sind die klaglose Annahme von Ungemach und Leiden und sich an IHM zu erfreuen.

          Ich bin davon noch weit weg, und hab genug damit zu tun, das einzuüben.
          Denn es ist in jedem Moment eine bewusste Entscheidung, wie ich auf etwas reagiere…nach Christi Gebot..
          Das ist u.a. die Nüchternheit, die von uns gefordert wird.

          „Mein Herr und mein Gott! Nimm alles von mir, was mich hindert zu dir! Mein Herr und mein Gott! Gib alles mir, was mich fördert zu dir!“

          Nikolaus von der Flüe.

          Ich bin dankbar, dass unser Glaube kein Regelwerk von gesonderten Übungen und Ritualen ist, sondern im Alltag ausgeübt werden kann, einfach, still, leise und unsichtbar….

      2. @Jutta:

        Auch das Christentum hat seine heiligen Rituale, so etwa die alte katholische tridentinische Messe als „Heiliger Messe aller Zeiten“, in der wichtige und wertvolle Symboliken und Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten des LOGOS verarbeitet sind. Und die deswegen die Seele (griechisch „Psyche“) und den Geist der Gläubigen besonders ansprechen kann und den Gesetzen des Logos gemäß besonders wirksam ist. Siehe etwa auch die Logos-Theologie der Bibel dazu.
        Siehe aber auch die jüdische Merkaba bzw. Thronwagen-Mystik in den Propheten-Visionen des alten Testamentes mit den 4 Tierwesen bzw. 4 Tiergestalten bzw. 4 Tiergesichtern und in leicht veränderter Form auch in der Johannes-Offenbarung bzw. der Johannes-Apokalypse im Neuen Testament der Bibel. Dies sind die Symbolwesen bzw. Symbolgestalten der 4 Erzengel um Gottes Thron, welche auch den 4 Elementen zugeordnet werden. Eine Symbolik, welche auch anderen Völkern und Religionen bekannt war. Auch finden sich in der Bibel die 4 bzw. 5 Elemente-Lehre von den Elemente-Prinzipien als „Principiis“ oder unpersönlichen Elementarkräften und die „Magoi aus dem Osten“ als sterndeutende Magier-Priester der monotheistischen persisch-medischen Religion der Zarathustrier bzw. Zoroastrier bzw. Parsen nach dem Propheten Zarathustra oder Zoroaster. Der Prophet Daniel wurde im alten Testament zum „Rab-Mag“ als Titel des Obersten dieser Religion ernannt. Und prophezeite das Kommen des „Menschensohnes“, Jesus Christus führte diesen spirituellen Hoheitstitel auch selbst im Neuen Testament der Bibel. Die „Magoi aus dem Osten“ als sogenannte „Weise aus dem Morgenland“ oder „Heilige drei Könige“ kamen als Parsen, um der Erfüllung dieser Prophezeiung, die auch sie kannten, beizuwohnen und Jesus Christus als spirituellen König des neuen Zeitalters zu huldigen. Und in ihrer Religion gab es ebenfalls Rituale.

  3. Christus hat uns zur Freiheit berufen. Freut euch, nochmals sage ich freut euch, hat uns Paulus eindringlich hinterlassen.
    Es geht um Busse, Vergebung und Gnade. Ganz einfach. Wer von Herzen bereut und Jesus sein Leben übergeben hat, der ist für immer ein Gotteskind.
    Sich zu peinigen, ist absolut nicht mehr notwendig. Jesus hat sich für uns peinigen lassen und ist zudem immer nur ein Gebet weit von uns entfernt.
    Er hat alles bezahlt. Freut euch, allezeit freut euch… steht in der Bibel.
    Wie einfach und wunderbar ist der Glaube an Jesus Christus, unserem Herrn, der immer ein „offenes Ohr“ für uns hat! Ich bitte jeden eindringlich, sich diese Wahrheit von niemandem ausreden zu lassen!
    Alles andere sind für mich „G’schichten aus dem Wienerwald“!

    1. @Andre:

      Der Protestantismus hat die Botschaft der Bibel und des Christentums leider stark verkürzt und verwässert. Siehe etwa die Aufgabe der „Weisheitsliteratur“ aus der Septuaginta-Bibel, welche die Ur-Bibel des Urchristentums noch vor den Evangelien war. Und siehe auch die Irrlehre des Cessationismus. Das „Vollkommene“ ist die Wiederkehr Jesu Christi und das bei ihm sein im Himmel. Und nicht die Bibel.

  4. Wenn man an alten Wallfahrtsorten – auch in Bayern ist, dann sind dort oft Körperteile aus Gips oder Wachs zu sehen, die Menschen vor vielen Jahrzehnten dargebracht haben als Dank für Heilung oder als Bitte um Heilung.
    Ich möchte mich dem Kommentar von Dr. Berger anschließen, dass die Frömmigkeit doch sehr unterschiedlich ist. So ist z.B. das „Hinaufknien“ der Scala sancta in Rom für die meisten so überaus schmerzhaft – war es auch für mich – dass man versucht ist, vor Schmerzen aufzuhören. Auch fallen oben sehr viele Leute weinend den Obenstehenden nach diesen Schmerzen in die Arme. Man kann auch auf der Scala sancta nicht einfach pausieren, denn hinter einem kniet der nächste und man kann keinem zumuten, mal schnell auszuweichen!! Jede Stufe kann da fast unerträglich sein. Wenn Frauen über einen Platz knien, so ist das wahnsinnig schmerzhaft – aber sie wollen vielleicht für eine Abtreibung sühnen oder auch für eine Untat eines Verwandten: wer kann da hineinblicken? Immerhin kann die Frau dazwischen eine kurze Pause machen. Die Frömmigkeit, auch das Gefühl für zu sühnende Untaten ist vielfältig, wie die Menschen vielfältig sind. Natürlich gibt es Grenzen, wenn irreparable Selbstschädigungen oder Kasteiungen durchgeführt werden.

    1. Guten Tag,
      Ihre Hinweise kann ich nachvollziehen, allerdings sehe ich einen Unterschied darin, ob die Wachsgegenstände nach einer Heilung als DANK ausgestellt werden (wie etwa auch hier in Telgte), dagegen habe ich nichs einzuwenden – oder ob sie wie in Fatima verbrannt werden und dies nicht als Dank, sondern im voraus f ü r eine Heilung als „Opfer“. Da steht die Frage nach magischen Vorstellungen bzw. einer konkreten Erwartungshaltung für ein „Wunder“ schon im Raume.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Ich finde, auch wenn ich das nicht kritisiere – habe ich auch bei der Kollegin nicht – in diesen Vorstellungen geht es um den Menschen und nicht um Gott.
        Der im Artikel erwähnte Bischof hat recht.

        Und ich finde eine Anmerkung in/aus Faustynas Tagebuch sehr interessant:
        Jesus sagt zu ihr: gib mir, was wirklich dir gehört.
        Das verwirrt sie.
        Er sagt:
        Keine guten Werke, sondern:
        Angst, Ärger, Hässlichkeiten…
        (aus dem Gedächtnis zitiert).

        Das hat mich sehr zum Nachdenken gebracht.

        Aber das Wichtigste:
        Gott sieht unser aller Herz an…und weiss alles richtig einzuordnen, und ER ist unbestechlich.

        Ich würde sehr gerne auch mal nach Lourdes….

  5. Den heiligen Berg Kailash umrunden viele fromme Buddhisten, Hinduisten und Jainisten, indem sie körperlängenweise sich niederwerfen, aufstehen und sich wieder hinwerfen in der Hoffnung, so ihr Seelenheil für die Ewigkeit zu erwirken. Und das ohne „Knieschoner“. Uns „vernünftigen“ Westlern, zu denen ich mich auch ein Stück weit zähle, war offenbar im Zuge der Liturgiereform das Niederknien an der Kommunionbank beim Kommunionempfang nicht mehr zumutbar, ob jung oder alt. Wer damit aufgewachsen ist, zuvor gebeichtet hatte (Schülerbeichte alle vier Wochen angeboten, ob wahrgenommen oder nicht) und sich ehrfürchtig dem Altarraum zu nähern pflegte, vermisst etwas von dieser ursprünglichen Frömmigkeit. Ich muss da oft an den „aufgeklärten“ Goethe denken, der äußerte, wenn er an die Gegenwart Gottes in der Gestalt der Hostie glauben könnte, würde er nur auf Knien zum Altar verrutschen. Daran muss ich öfter denken, wenn wir bankweise zum Kommunionempfang nach vorne gehen. Mein Trost: Gott ist uns immer näher als wir uns selbst als Erhalter der Welt in jedem Augenblick und Kenner unserer Herzen. Entscheidend ist unsere innere Einstellung. Ob schreitend oder auf Knien rutschend oder gar in Kailash-Manier.

  6. Interessant, dass Frau Küble das erwähnt.
    Ich habe eine Kollegin, die mir davon erzählt hat, weil auch sie es selbst praktiziert.
    Für mich ist allerdings die Frage bzw kommt es mir komisch vor:
    Wer das tut, aber gleichzeitig leugnet, dass Jesus Christus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist, und sagt, so wie meine Kollegin, dass die anderen eben ihre Wahrheit haben und sie ihre, und sie niemanden „missioniert“ sozusagen … da liegt der Verdacht nahe, dass es um magische Rituale geht …

    Ich halte den Kampf im richtigen Leben für schmerzhaft genug, so dass ich mich nicht noch zusätzlich selber quälen muss. Und den Leib verletzen … weil man dann blutet!!! und das ist dann besonders .. nöööö …

    Auch eine andere entfernte Bekannte meinte, missionieren sollte man nicht … das täte sie nicht, und hätte sie noch nie.
    Momentan interessiert sie sich für Sievernich.
    Ich habe keinen Kontakt mehr zu ihr.

    Also, was daran missionieren sein soll, wenn man sagt, dass Jesus Christus gesagt hat, ich bin der Weg .. und nur durch IHN käme man zum Vater .. das verstehe ich nicht.

    Andere erzählen von Yoga und Energieaustausch, und ihren Meditationen … für das was grade geschieht, Selbstbestimmungsgesetz, Abtreibung .. hat keiner ein Interesse .. und alles ist gleich gültig, jeder hat seine Wahrheit.

    Na denn ..

    1. Meine Zustimmung.
      Wenn sich die blutende Wunden der kriechenden knieenden Leute entzünden oder Sehnen abreissen, müssen sie den Arzt aufsuchen. Dann wieder auf Kosten der Allgemeinheit. Das kann doch nicht richtig sein.

      Aber wenn es unbedingt knieend rutschen und beten sein muss, um das eigene fromme Ego zu stärken, halte ich keinen davon ab.

      Ich werde einen anderen Weg beschreiten.

      Man liest nirgends, daß die Mutter Gottes oder die Apostel Jesus auf diese Weise verehrt haben. (sie erlitten teils den Märtyrertod)
      Wenn es so ein super Bußwerk ist, warum empfiehlt es nicht der Katechismus oder steht explizit in der Bibel.
      Jesus hat die Wechler im Tempel rausgeworfen. Der Tempel ist keine Markthalle. Neues wird werden.
      In der Bibel jedoch lesen wir von der Frau, die fast alles hergab an Geld für den Tempel, der dann das Geld auch den Armen gab. Und Jesus lobte diese Frau.
      Er lobte die Frau, die seine Füße mit den Haaren salbte.
      Siehe auch Marias Werk der Nächstenliebe, als sie Elisabeth in der Schwangerschaft beistand.
      Josefs Werk, bei der Jungfrau zu bleiben, obwohl es schwer zu glauben war, was geschah.
      Josefs und Marias gutes Werk, für die Familie zu sorgen.

  7. Unser Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes. Warum also soll man knien und kriechen, bis die Knie bluten? Wie in einer Show.
    Gute Werke bringen doch viel mehr. Nächstenliebe bringt viel mehr. Den Armen Brot geben….

    Rosenkranz kann innig auch im Sitzen gebetet werden. Oder kniend mit einem Polster.

    Ich freue mich jedenfalls, daß neuerdings viele Kirchenbänke in D. abgepolstert sind. Da wird die Kirchensteuer meines Erachtens gut ausgegeben.

    Auch so manche Fasten-Übungen halte ich für übertrieben. Siehe die Medjugorje-Botschaft: Mittwoch und Freitag bei Wasser und Brot.
    Freuen wir uns an unserem Glauben, der befreit und nicht versklavt.

    Alles in Maßen machen ist doch gut.

    Mein Sohn war auch in Fatima und es störte ihn genauso wie Günter Stiff. Auch hängen dort künstliche Körperteile eng aufeinander herum als Dank, wenn einer Heilung erfahren hat. Er sagte: wie ein Gruselkabinett. Er sagte: 1 Tag Fatima reicht mir.

    Lourdes würde ich gerne nochmal besuchen.

  8. Ich schätze Ihren Einsatz gegen verrückte Marienerscheinungsfrömmigjkeiten usw. sehr – Sie erinnern sich sicher noch an das „Theologisches“-Heft, das ich dazu machte und dadurch bei einigen Mitgliedern der Fördergemeinschaft in ein Licht geriet, unter dem sie mich von da an bekämpften. Aber das auf Knien betend sich dem Heiligtuum nähernd scheint mir doch eine Andachtsübung, die sehr katholisch ist. Ich selbst habe an Weihnachten so die Scala sancta erklommen und kam mir gar nicht komisch vor, zumal das dort so vorgeschrieben ist. Ähnlich auch die im mai und Oktober mit meiner Omi durchgeführte Wallfahtrt aufs Würzburger Käppelle .. der Rosenkranz wurde dort auch von einer Stufe zur anderen auf den Knie gebetet.

    1. Lieber Herr Dr. Berger,
      grundsätzlich gebe ich Ihnen recht und an Ihren damaligen Einsatz in dem von Ihnen geleiteten Fachblatt „Theologisches“ kann ich mich gut erinnern.
      Allerdings geht es hier in Bezug auf Fatima nicht um das Knien an sich, auch nicht um ein knieendes Vorwärtskommen wie etwa bei den Stufen der Scala Sancta, sondern um ein „Peinigen“ (wie es auch in der Bischofs-Anekdote genannt wird) bzw. um blutige Kniee beim Rutschen auf dem äußeren Gelände bzw. Platz in Fatima. Das war auch der Punkt, der unseren Günter Stiff befremdete. Ich habe das jetzt in einem Nebensatz verdeutlicht. Wie ich anderweitig hörte, soll ein Teil der betreffenden Pilger sich Pelzkappen an die Kniee schnallen, was schonmal von einer gewissen Restvernunft zeugt.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Ergänzender Hinweis:
        Grenzwertig mit Tendenz zum Magischen finde ich es auch, daß man in Fatima neben der Erscheinungskapelle Kerzen verbrennen (!) kann, ebenso Körperteile aus Wachs, weil man glaubt, wenn man diese „opfert“, könnten die kranken Original-Organe geheilt werden.
        Freundlichen Gruß
        FK

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