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Ps. 42: Zum Altare Gottes will ich treten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 42 (41),2-3.43(42),3.4.

Wie der Hirsch lechzt nach frischem Wasser,
so sehnt sich meine Seele, Gott, nach dir.
Meine Seele dürstet nach Gott,
nach dem lebendigen
Gott.

Wann darf ich kommen und sein Antlitz schauen?
.
Sende dein Licht und deine Wahrheit,
damit sie mich leiten;
sie sollen mich führen zu deinem heiligen Berg
und zu deiner Wohnung.
.
So will ich zum Altare Gottes treten,
zum Gott meiner Freude.
Jauchzend will ich dich auf der Harfe loben,
Gott, mein Gott.
.

Kommentare

4 Antworten

  1. „Zum Altare Gottes will ich treten“
    Die älteren Katholiken kennen noch das sog. Staffelgebet zu Beginn der Messe, das der Priester abwechselnd mit dem/den Ministranten mit gesenkter Stimme betete, bevor er die Stufen des erhöhten Altares emporstieg. Darin sind Ausschnitte aus dem zusammengehörigen Psalms 42/43 enthalten, in dem – dem Kommentar nach – ein in der Diaspora lebender frommer Jude seine Stimme zum Gott Israels erhebt. Er sehnt sich nach seiner Heimat Jerusalem mit seinen Tempelfeiern zurück: dem Klang und dem Lobgesang einer jubelden Menge (42,5) …
    Ich erinnere daran, weil die Darbietung dieses Doppelpsalms zusammen mit dem Foto einer Messe nach dem Tridentischen Ritus stark assoziativ wirkt:
    als ob diese Form ersthafter die Hinterlassenschaft Christi zum Ausdruck brächte, als die leider allzu oft oberflächlich wirkende erneuerte Form.
    In beiden Formen der Feier käme es doch nicht nur auf die innere Haltung an, gebührend das zu feiern, wofür sich der Jude Christus hingegeben und vornehmlich Seinem Volk aufgetragen hat, dies zu seiner Erinnerung zu begehen. Vielmehr darauf: vereint mit Ihm und seinem Volk ISRAEL, gemeinschaftlich das zu verwirklichen, wozu Seine jüdischen Jünger (Männer und Frauen) und dazu Nichtjuden aus allen Völkern im ausdrücklichen Taufbekenntnis zu dem jüdischen Christus berufen worden sind.

    Darüber gäbe es viel nachzudenken.
    Auch im Hinblick auf die politische Lage in der Ukraine mit seinem jüdischen Präsidenten. Wohl nicht unüberlegt schlägt dieser Jerusalem als den Ort vor, angesichts dessen mit seiner Gottes-Geschichte Hoffnung bestände, sich auf das zu besinnen, was einzig das Privat-Völkische und das damit verbundenen Machtstreben und -erhalten-Wollen zumindest kritisch durchleuchten könnte.

    Abgekürzt gesprochen: hie Putin und das autokephale „christliche“ Oberhaupt Russlands und hie der „Westen“ – nicht einmal mehr mit seinem Papsttum -, sondern mit seinen (noch) biblisch basierten Werten. Beide jeweils aufgeheizt mit dem widergöttlichen Stolz, selbstbestimmt und geharnischt mit Tod bringenden Waffen in dieser Welt Recht zu haben. Die liebende Hingabe des Sohnes des Schöpfer und Erlösergottes für Sein Volk wird dabei pervertiert. Die sich nach Frieden sehnenden Völker, denen das dem Volk ISRAEL stellvertretend versprochne Heil gilt, werden dadurch ver-führt.
    Das international versprochene Heil wird ihnen vorenthalten. Stattdessen müssen sie leiden, solange sich jede Seite absolut – unter Ausklammerung der eigentlichen (objektiven) Kraftquelle und gestützt auf Tod bringende Waffen: sei es aggressiv oder defensiv – im Recht zu sein dünkt.

    So droht Putin der NATO: „Im Besitz von Waffen, gegen die ihr euch kaum verteidigen könnt“ (msn.com)
    Morgennachrichten 21.03.2022 (msn.com)

  2. In einer Mischung aus Sehnsucht, Glück und Gottvertrauen hat Felix Mendelssohn Bartholdy (geb. 1809) diesen Psalm auf seiner Hochzeitsreise 1837 durch den Schwarzwald und die Vogesen vertont. Vielleicht in der Ahnung, wie gefährdet sein junges Glück sein würde. Schon neun Jahre später, 1847, starb er als eine der erstaunlichsten Frühbegabungen der Musikgeschichte.

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