„Ich nehme die Sorgen der Bauern sehr ernst“
Die am 11. September 2024 veröffentlichte Studie der Sachverständigengruppe Weltwirtschaft und Sozialethik „Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Biodiversität: Perspektiven für die globale Landnutzung“ rief insbesondere bei Landwirten starke Reaktionen hervor.
In einem vertraulichen Gespräch mit Vertretern des Bayerischen Bauernverbandes und dem Verein „Landwirtschaft verbindet Bayern“ stellte Bischof Dr. Rudolf Voderholzer unmissverständlich klar, dass es sich bei dem Diskussionspapier nicht um eine amtliche Veröffentlichung der Deutschen Bischofskonferenz handelt: 
„Die Studie vertritt nicht meine Position. Ich wehre mich gegen die darin enthaltenen undifferenzierten Darstellungen von konventioneller und biologischer Landwirtschaft. Schluss mit dem ‚Bauern-Bashing‘!“
Am Dienstag, dem 15. Oktober 2024, tauschten sich Bischof Dr. Rudolf Voderholzer (siehe Titelfoto) und Generalvikar Dr. Roland Batz in Regensburg persönlich mit Vizepräsident Ely Eibisch und Claus Hochrein (Vorstand der „Landwirtschaft verbindet Bayern“) aus.
Wie der Regensburger Oberhirte betonte, wurde die Studie von einer Expertengruppe ohne Kenntnis der Bischöfe veröffentlicht. Aus diesem Grund lehnt Bischof Voderholzer die Verantwortung dafür ab. 
Bei der vorliegenden Studie handelt es sich um ein Positionspapier, über das man diskutieren kann, das aber in der vorliegenden Form nicht akzeptabel ist.
Wie Bischof Rudolf betont, sind ihm die Ängste und Nöte der Landwirte aus zahlreichen persönlichen Begegnungen bekannt und er nimmt diese sehr ernst. Die Bauern tragen nicht nur zur Ernährungssicherheit bei, sie übernehmen auch in den Pfarrgemeinden wichtige Aufgaben. Dafür dankt das Bistum ihnen ausdrücklich.
Aus diesem Grund möchte das Bistum keinen Keil zwischen Kirche und Landwirtschaft treiben. Generalvikar Dr. Roland Batz betonte zum Abschluss des Gesprächs, dass das Freiwilligkeitsprinzip der Landbesitzer nicht angetastet wird und dieses Thema auch nicht zur Debatte steht.
Die in der Studie veröffentlichte pauschale Kritik an der Landwirtschaft hat viele Bauern aufgebracht, betonte Ely Eibisch, Vize-Präsident des Bayerischen Bauernverbands: „Wer unseren heimischen Landwirten unterstellt, sie würden nicht nachhaltig wirtschaften, der weiß nicht, dass in Bayern über Agrarumweltmaßnahmen zwei Drittel unserer Fläche bewirtschaftet werden.“
Umso mehr freut es ihn und Claus Hochrein, dass der Regensburger Bischof an der Seite der Landwirte steht und weitere Gespräche zusichert.
Text: Dr. Stefan Groß / Jakob Schötz (Bistum Regensburg) – Titelfoto: Pressestelle Regensburg – 3. Bild: Bernd Ulrich






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13 Antworten
Zeit-Fragen Magazin aus der Schweiz zu direkter und dezentraler Demokratie mit Plebisziten und Volksabstimmungen und starkem Föderalismus und zur EU usw.
http://www.zeit-fragen.ch
Die Bedeutung des Katholizismus und der Katholisch-Konservativen für die Entwicklung einer demokratischen Kultur in der Schweiz
von Dr. phil. René Roca, Forschungsinstitut direkte Demokratie (www.fidd.ch)
In der Schweiz haben die Bürgerinnen und Bürger die Demokratie in den letzten 200 Jahren zu einem weltweit einmaligen Modell entwickelt. Die direkte Demokratie ist fester Bestandteil der politischen Kultur und das entscheidende Fundament für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes. Der Artikel «Geschichtsforschung und direkte Demokratie» (siehe Zeit-Fragen Nr. 16 vom 28. Juli 2020) fasste als Auftakt und kurzer Überblickstext die bisherigen Forschungen zusammen. Nun sollen, wie angekündigt, in einer losen Folge die Forschungsresultate anhand einzelner Themen vertieft werden. Den Anfang machen der Katholizismus und seine Bedeutung für die Demokratiegeschichte. Sein Einfluss, besonders in Form des katholischen Konservatismus, für die Entstehung und Entwicklung der direkten Demokratie in der Schweiz wird bis heute sehr stark unterschätzt und in der Geschichtswissenschaft komplett ignoriert. Nachfolgend nun ein Auszug aus dem einleitenden Kapitel des Tagungsbandes «Katholizismus und moderne Schweiz».1
https://www.zeit-fragen.ch/archiv/2021/nr-2-26-januar-2021/die-bedeutung-des-katholizismus-und-der-katholisch-konservativen-fuer-die-entwicklung-einer-demokratischen-kultur-in-der-schweiz
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Es ist eine bodenlose Unverfrorenheit der Politikerkaste und der Finanzspekulanten, an der Börse mit unseren Lebensmitteln zu spekulieren, denn Lebensmittel und Wasser sind das Grundrecht der Menschen und Tiere.
Diese gewissenlose Profitgier ist erbärmlich und Regierungsverantwortung heißt KEIN SPIELCASINO aus dem Staat zu machen, sondern verantwortungsvoll die Versorgung der Bevölkerung, auch der Armen sicher zu stellen, die in dem ach so reichen Land für Matsch und Gammel an den Tafeln schon anstehen. Nach 1953, dem Volksaufstand, hat man das in der DDR begriffen, dass vor allem das Grundrecht auf Nahrungsmittel und Wasser subventioniert werden muss, damit niemand hungert, und was machen unsere Politpfeifen, davor warnte der letzte mysteriös umgekommene Liberale Jürgen Möllemann, vor Fördermittel- und Subventionsmissbrauch, da sind die gierigen Politiker in Berlin und Brüssel ganz groß drin.
Ich hoffe und wünsche, dass bei diesem Thema sich noch mehr Bischöfe anschließen werden. Es gibt ja noch andere Themen, die die Steuergeldbezahlten Bischöfe zum teil pflichtschuldig posaunen, z.B. Warnen vor der AfD, obwohl bei näherem hinsehen vertritt die AfD heute Positionen, die die CSU/CDU vor 20 und mehr Jahren ganz normal vertreten hat. So wie man als Bischof sein Kreuz ablegt, so legt man nach Gebrauch auch seine Gesinnung ab, wie es der linken Volksfront gefällt. Mut sieht anders aus! Auch hier gilt, DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN !
Gut, dass wenigstens ein Bischof dieses lebensferne pseudo-akademische Gequatsche aus den Elfenbeintürmen höchst bezahlter Klerikaler und sogenannter Experten angreift. Und danke an CF, das zu melden!
Einfach nur die „Hinweise zur Studie (…)“ der Bischofskonferenz vom 17.10. lesen und man sieht, dass die Bischofskonferenz voll hinter dieser Studie steht. Also ist die Bischofskonferenz doch Expertin für Sauermilch.
…wenn doch Pfarrer und Bischöfe usw (geistliche) Sauermilch predigen würden!
„Der menschliche Körper erhält aus Sauermilch auch Mikronährstoffe . Was Mineralien betrifft, enthält Sauermilch eine beträchtliche Menge an Kalzium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Schwefel und Natriumverbindungen. Wir erhalten aus Sauermilch eine kleine Menge an Mikroelementen wie Selen, Zink, Molybdän, Kobalt und Jod.“
Der Leib wird gestärkt durch Sauermilch…
Unser Geist müsste auch gestärkt werden…
Und im Übrigen sind die meisten Menschen der Meinung, Bauern müssten umsonst arbeiten….damit nicht alles so teuer wird, und man dafür 5 mal im Jahr in den Urlaub fahren kann.
Deutschland – einig Jammerland.
Zum Landleben
Landleben ist mir wohl bekannt,
wohnte schließlich ‚mal auf dem Land,
so ist er nun, der Weltenlauf.
Landluft wirft auch Probleme auf,
dazu gehören Plagegeister,
wurden bekämpft mit Fliegenkleister,
oder sogar mit DDT,
gab’s in der DDR als Spray,
Hühner, Enten und auch Schweine
verlangten immer nur das Eine,
Fressen, Fressen und auch Saufen,
mussten wir schon als Kinder laufen,
dies und jenes zu beschaffen,
schnell mal auch ‚was zusammenraffen,
was wohl der LPG gehörte,
doch das so richtig keinen störte,
füllten im Herbst Keller und Truhe
gab’s im Winter keine Ruhe,
der Winter nicht mit Mühen geizte,
das Haus sich nicht alleine heizte,
doch bleiben muss man dabei ehrlich,
die Arbeit war nicht so gefährlich,
lernte dabei man nebenbei,
gar nichts gibt es durch Zauberei,
so weiß manch Städter einfach nicht,
dass das, worauf er ist erpicht,
mal quakte, quiekte, gackerte,
der Bauer ihm erackerte.
Sind leider wirklich manche dumm,
laufen auf den Straßen herum,
sich von Rotgrün verblöden lassen,
die nicht umsonst die Bauern hassen,
denn Bauern können sie nicht kriegen,
zu glauben ihre vielen Lügen.
Sage jenen, die die verbreiten,
lernt doch erst mal richtig arbeiten.
Schön geschrieben und es war auch die SPD Grüne Politik, die eine gesunde Agrarwirtschaft zerstörte, Kleinbauern um die Existenz brachte, um deren Land für Bodenspekulanten auf zu kaufen. Ferner gab es damals ein gesundes Gleichgewicht zwischen Tierhaltung, Feldbewirtschaftung, wo natürlicher Dünger aus der Tierhaltung auf die Felder kam und nicht erzwungen wurde für ein üppiges Trinkgeld von Konzernen, dass natürlicher Dünger mit künstlichem Dünger ersetzt werden musste und heute schreien sie Klimawandel.
Neben meinem Schreibtisch hängt ein Druck des Gemäldes „Le Semeur“ (Der Sämann) von Vincent van Gogh. Auch ich bin Sämann (Markus 4, 14-20).
Offensichtlich scheinen die Bischöfe in ihrer Gesamtheit eine von ihnen in Auftrag gegebene Studie gar nicht zur Kenntnis zu nehmen, so dass ihre, der Bischöfe, Meinung gar nicht von diesen selbst kommt.
Oder konnte Bischof Voderholzer nicht abwarten, bis die Gesamtheit der übrigen Bischöfe aus ihrer Seelenruhe gefunden hatte.
Vielleicht aber auch, dass die Rechtfertigung ihrer Apanagen mit angenehmeren Themen sie zu sehr in Anspruch genommen hat.
Ich bin als geborene Regensburgerin sehr dankbar und auch stolz, daß Bischof Rudolf Voderholzer sich um die gravierenden Anliegen der Menschen, hier der Bauern, kümmert und nicht wie andere „Würdenträger“ in ständigen Reformwolken schwebt.
Da werden offensichtlich Sachen einfach schon mal ohne jede Vorabinfo an die Ordinarien vor Ort veröffentlicht, die dann aussehen, als kämen sie von der katholischen Kirche und der DBK, aber das nicht sind und auch oftmals sehr strittig sind! Das schadet doch der Kirche hierzulande ungemein! Die Leute denken zu recht, jetzt labern sie sogar zu Ernährung und Landwirtschaft! Ich habe den Eindruck, dass diese Apparate immer mal wieder zeigen wollen, dass sie was produziert haben. Besser wäre, solche Stellen einsparen; niemand nimmt solche Papiere ernst! Von kirchlichen Stellen erwartet man geistliche Getränke und religiöse Nahrung, keine Sauermilch.