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Jimmy Lai (siehe Foto) ist bekennender Katholik und Menschenrechtler, der seit vielen Jahren politischer Verfolgung in Hongkong ausgesetzt ist: Der 78-Jährige wurde am vorigen Montag (9.2.) zu 20 Jahren Haft verurteilt – unter dem Vorwand: „Verstöße gegen die nationale Sicherheit“.

Beim Gerichtsprozeß solidarisch anwesend war der hochbetagte Kardinal Zen, selber ein Opfer kommunistischer Willkürmaßnahmen. 

Die aktuelle Strafverkündung schloss einen jahrelangen Rechtsstreit ab, in dessen Verlauf Lai wegen mehrfacher „Vergehen“  – u. a. wegen „rechtswidriger Versammlung“ – verurteilt wurde. 

Lai bekam weltweit Unterstützung, darunter von US-Präsident Donald Trump, der sich für Lais Freilassung eingesetzt hat und Medienberichten zufolge im Oktober 2025 mit dem chinesischen Diktator Xi Jinping über das Thema sprach.

Lai wurde erstmals 2020 wegen angeblicher Verstöße gegen die chinesische Sicherheitspolitik verhaftet. Seitdem hat das Regime mehrfach Anklage gegen ihn erhoben, ihn ohne Kaution festgehalten und zu langen Haftstrafen verurteilt, darunter eine 69-monatige Haftstrafe im Dezember 2022.

Sein Glaube stärkte ihn im Gefängnis

Während Lai international besonders als mutiger Demokratie-Aktivist gewürdigt wird, ist er auch bekennender Katholik; sein starker Glaube hat ihm während seiner Haft viel Kraft gegeben, auch durch das regelmäßige Lesen der Bibel, sofern es ihm von Gefängniswärtern erlaubt wurde. Er leidet darunter, daß ihm der Zugang zur heiligen Messe verwehrt wird. 

Im November 2023 forderte eine Gruppe von zehn Bischöfen und Erzbischöfen die Regierung von Hongkong auf, Lai freizulassen:

„In einem Gebiet, das behauptet, die Rechtsstaatlichkeit zu wahren und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu respektieren, ist kein Platz für solche Grausamkeit und Unterdrückung.“

Die Sonderverwaltungszone Hongkong hat in den letzten Jahren ein hartes Durchgreifen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) erlebt, die ihren Einfluss auf die Region verstärkt hat.

Im Jahr 2022 erklärte Vincent Woo, ein Priester der Diözese Hongkong, gegenüber EWTN, dass religiöse Führer in der Region mit „enormen Konsequenzen“ rechnen müssen, wenn sie das chinesische Regime kritisieren, weshalb viele Priester oder Bischöfe es ablehnen, sich öffentlich gegen die Kommunistische Partei auszusprechen.

Weitere Infos bei www.igfm.de und hier: https://bistum-regensburg.de/news/hong-kong-katholik-zu-chinesischer-haft-verurteilt

Fotos: IGFM, HMK

Kommentare

4 Kommentare

    1. Liebe Muensterloewin,
      bitte nennen Sie mir jemanden, der bei Putin was erreicht hat. Vermutlich kennen Sie niemanden. Weshalb Sie aber dann auf den amerikanischen Präsidenten einschlagen, ist mir unverständlich. Donald Trump hat wenigstens versucht, für die Europäer etwas zu bewirken. Er hätte das nicht tun müssen.

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