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Rußland: Umkehr für Abtreibungsbetroffene durch christliche Rachel-Seminare

„Unsere Seminare sollen Menschen helfen, sich dem Schmerz des Verlustes zu stellen und ihn Gott anzuvertrauen, den Verlust eines abgetriebenen Kindes neu zu verarbeiten und sich mit sich selbst und mit Gott zu versöhnen“, erklärt Schwester Anna Zakharova gegenüber dem vatikanischen Fidesdienst. 

Die Einkehrtage werden in Rußland von der internationalen Hilfsorganisation „Project Rachel“ organisiert, das Niederlassungen in über 40 Ländern der Welt hat. Es bietet seelsorgerische und geistliche Begleitung an und richtet sich an Frauen und Männer die infolge einer Abtreibung ein Trauma erlitten haben.

Vom 9. bis 11. September findet ein Seminar der Organisation im Franziskanerkloster in St. Petersburg statt.

In einer Atmosphäre sensibler Vertraulichkeit und mit Unterstützung eines Psychologen und eines Priesters werden die Teilnehmer zur Stille und Reflexion eingeladen. Die dreitägige Veranstaltung findet bereits zum dritten Mal in St. Petersburg statt und wurde in den letzten 20 Jahren mehrmals in anderen Städten der Russischen Föderation abgehalten, auch in Moskau.

Das „Project Rachel“ wurde 1984 in der Erzdiözese Milwaukee (USA) gegründet und von der US-Katholischen Bischofskonferenz anerkannt. 

Zur Geschichte der Abtreibung in Rußland:

Die kommunistische Sowjetunion war 1920 der erste Staat der Welt, der die Abtreibung legalisierte.

Nach der bolschewistischen Revolution von 1917 setzte Lenin per Dekret ein atheistisches Gesellschaftsmodell durch, das Mann und Frau allein in ihrer Nützlichkeit für den sozialistischen Staat bewertete. Neben den Regelungen zur Abschaffung der kirchlichen Ehe und Familie ging damit auch die Freigabe der Abtreibung einher.

Mit Ausnahme des Zeitraums von 1936 bis 1955, als aufgrund von Kindermangel ein Verbot eingeführt wurde, hat die Abtreibung in Sowjetrussland und der Russischen Föderation, die nach dem Fall der Berliner Mauer entstanden war, stets eine gesetzliche Erlaubnis erhalten.

Quelle: Fidesdienst – Gemälde: Evita Gründler

 

Kommentare

Eine Antwort

  1. Eine außerordentliche wichtige Aufgabe.
    So viele leiden an einer vorgenommenden Abtreibung. Manchmal jahrelang und manchmal erst im Alter wenn Ruhe ins Leben einkehrt.
    Viel Erfolg für diese Arbeit.

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