Die Parlamentarier könnten „sicher sein, dass sie die richtige und verantwortliche Entscheidung getroffen haben“, sagte Bischof John Keenan von Glasgow. „Diese Abstimmung wird einige der verletzlichsten Glieder der schottischen Gesellschaft davor bewahren, zu einem frühzeitigen Tod gedrängt zu werden.“
Der Gesetzesvorschlag sollte die Beihilfe zum Suizid bei todkranken Erwachsenen unter bestimmten Auflagen straffrei stellen. Es wäre das erste Gesetz dieser Art innerhalb des Vereinten Königreichs gewesen, zu dem Schottland zusammen mit England, Wales und Nordirland gehört.
Die Parlamentarier hatten am 17. März über das Gesetz ohne Fraktionsbindung abgestimmt, sie konnten also nach ihrem Gewissen entscheiden.
„Als Gesellschaft dürfen wir das Thema Leid nicht dadurch angehen, dass wir den Leidenden ausschalten, sondern indem wir jeden Betroffenen mit Fürsorge, Respekt und Würde umgeben, bis zu seinem natürlichen Tod“, sagte der Vorsitzende der schottischen Bischofskonferenz. „Unsere nächste Priorität sollte lauten, die Palliativmedizin weiter auszubauen.“
Quelle: Vatikan-News






Total views : 10424770
Ein Kommentar
GOTT SEI DANK!
Danken können wir den selbständig denkenden Angehörigen eines Staatenbundes, der vom Festland aus immer nur als „Die Insel=England“ wahrgenommen wird. Nicht von ungefähr hat Schottland in Sachen Brexit anders entschieden als die anderen Landesteile.
So mancher Potentat versteckt sich gerne hinter dem wohlklingenden Namen einer kulturell hochstehenden Entität. Natürlich ist „das Englische“ als Weltsprache Pacemaker, ansonsten aber verbirgt sich dahinter ein WELTIMPERIUM, das noch heute von seinen Kolonien nicht lassen möchte und „Rule Britannia“ sehr ernst meint.
Die englische Sprache ist wunderbar, aber nicht so simplistisch, wie sie heute auf der ganzen Welt im Internet benutzt wird. Der Großmeister Shakespeare besaß denselben Sprachschatz wie seine Zeitgenossen, verstand es aber, alle Ebenen anzusprechen: die alten Sprachschichten, das Unterbewußte, das Mythologische. Die Schotten sind nun einmal eine eigenständige Volksgemeinschaft mit eigener Sprache und eigenem Königreich.
Man muss den knorrigen Zeitgenossen nicht in allem folgen, aber man sieht, dass IM FUNDAMENTALEN hier eine Entscheidung getroffen wurde, die wichtiger nicht sein kann, weil es um das RECHT AUF LEBEN geht, das allen Völkern eigen ist, selbst sehr grausamen Gemeinschaften. Keine Gesellschaft kann beieinander existieren, in der das RECHT AUF TÖTUNG von vornherein implizit ist. Und nur der bequeme Zeitzeuge sagt sich „kann weg“ bei den final Kranken und den massiv entstellten Babies, bevor alles andere versucht ist.
Der ZWANG ZUR NORM produziert den Zwang zur Normanpassung. Es ist am größten Teil der Weltbevölkerung vorbei gegangen, was die praktizierte „Euthanasie“ in Holland und Belgien bewirkt hat. Nehmen wir einfach mal den Fall des ins Koma geratenen holländischen Prinzen: Als man sich entschied, ihn ins Nirwana zu schicken, mußte eine königliche Familie im steten Blick der Medien erst einmal einen passenden Termin für die TRAUERFEIER finden und den rituellen Staatsakt planen. Dann erst wurde den ÄRZTEN vor Ort der Tag angegeben, an dem der traurige Prinz „eingeschläfert“ werden sollte.
Das hat man in der Zeit der offenen aktiven Euthanasie auch so genannt: Einschläfern, und die fünf Standardmedikamente kannte jeder Arzt, kennt auch jeder Arzt heute, sagt es nur nicht laut. Wolfgang Schäuble hat man eine traurige Berühmtheit hinterlassen, als man kurz vor seinem Tod die Republik mit seinem Diktum beschallte, das Recht auf den selbstbestimmten Tod sei vom Grundgesetz gedeckt. Das ist es nicht, weil alle Verfassungsrechtler die GRUNDRECHTE als ABWEHRRECHTE GEGEN DEN STAAT definieren.
Im christlichen Westen gilt das Bibelwort (Matthäus 6,27), in dem es heißt: „Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lebenslänge eine einzige Sekunde hinzusetzen?“.
Der politische Allrounder Wolfgang Schäuble war ein langjähriger hoher Protagonist der EKD. Doch werde ich den Gedanken nicht los, dass er nach dem Attentat auf ihn während der deutsch-deutschen Verträge einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist, damit er seine für gut gehaltene Agenda in möglichst vielen hohen Ämtern verfolgen kann. Hut ab vor dem „Mann im Rollstuhl“, aber seine verengte Sicht auf die Machbarkeit von INNERER SICHERHEIT durch staatliches Durchgriffsrecht hat uns an vielen Stellen das Ende von Freiheit beschert. Es ist an der Zeit, dafür zu kämpfen.
Noch einmal, ich danke den Schotten für ihren königlichen Mut zum Leben.