Katholiken sind eine kleine Minderheit
Pater Philip Geister ist Jesuit und Rektor des Newman-Instituts im schwedischen Uppsala. Im Interview mit Mario Galgano von „Vatican-News“ beschreibt er, wie sich das Verhältnis zur katholischen Kirche gewandelt hat – von Skepsis hin zu Offenheit.
Als der Priester (siehe Foto) Ende der 1980er-Jahre nach Schweden kam, wurden Katholiken zurückhaltend wahrgenommen. „Damals musste man sich quasi schämen, katholisch zu sein“, erinnert er sich. Heute sei die Lage eine ganz andere: „Von einer kritischen, vorsichtigen, im Grunde negativen Haltung hat sich die öffentliche Wahrnehmung zu einer offenen, interessierten und wohlwollenden Haltung gewandelt.“ 
Eine Erklärung dafür sieht der Jesuitenpater in einer gewissen inhaltlichen Leere einer verweltlichten Gesellschaft: „Sie hat nichts anzubieten, was Menschen auf Dauer glücklich macht oder Sinnfragen beantwortet.“
In dieser Situation biete die katholische Seite ein Angebot durch ihre geistliche Tiefe, ihre anspruchsvolle Auseinandersetzung mit existenziellen Fragen und ihre Betonung der kirchlichen Gemeinschaft.
Auch die ökumenischen Beziehungen seien heute von Respekt und freundschaftlichem Interesse geprägt: „Als katholischer Priester wird man inhaltlich und persönlich sehr respektvoll wahrgenommen.“
Die Wahl von Papst Leo ist auch in Schweden auf Interesse gestoßen. Geister berichtet, dass Menschen ihn auf der Straße angesprochen und kondoliert hätten nach dem Tod von Papst Franziskus.
„Die Medien haben die Wahl von Papst Leo sehr positiv kommentiert“, sagt er. Das habe ihn berührt. Es zeige, wie groß das öffentliche Interesse an der katholischen Kirche sei – auch in einem Land mit kleiner katholischer Minderheit.
Quelle und vollständiger Beitrag hier: https://www.vaticannews.va/de/podcast/spurensuche-schweden/2025/07/spurensuche-schweden-uppsala-pater-geister-newman-institut.html






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