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Schweiz: "Aufbruch" mit unfairer Umfrage und Falschbehauptungen gegen Bischof Huonder

Von Felizitas Küble

Auch bei den reformkatholischen Eidgenossen gibt es wieder einmal einen „Aufbruch“ – hin zu einer zeitgeistigen Kirche natürlich.
Im Zuge dieser Neuorientierung soll der Bischof von Chur, Vitus Huonder (siehe Foto), mal eben mittels Medienmacht und „Straße“ bzw. Demonstration am kommenden Sonntag zum „Rücktritt“ (Amtsverzicht) gedrängt werden, hat er sich doch  –  man faßt es nicht!  –  erlaubt, die katholische Glaubens- und Sittenlehre ungeschmälert zu verkünden, sei es gelegen oder (den Modernisten) ungelegen.

Soweit sind diese abstrus wirkenden Vorgänge  –  man denke etwa an die Causa Limburg  –  mittlerweile wohl schon als „normal“ anzusehen.
Allerdings fällt folgende Umfrage selbst für linkskatholische Verhältnisse aus dem Rahmen, weil sie einfachste Erfordernisse einer fairen Fragestellung außer Acht läßt.
Die Anti-Huonder-Webseite „Aufbruch“ veranstaltet eine  –  derzeit noch laufende  –  Online-Umfrage zum Thema „Soll der Churer Bischof Huonder zurücktreten?“
Abgesehen davon, daß ein Bischofs-RÜCKTRITT kirchenrechtlich gar nicht möglich ist (er kann lediglich dem Papst seinen Amtsverzicht anbieten, so daß dann die Entscheidung darüber in Rom liegt), läßt es tief blicken, wie das Aufbruchs-Portal seine schlußendliche Frage einleitet:
„Kaum eine Woche vergeht, in der es Bischof Vitus Huonder nicht durch verletzende Vorschläge in die Schlagzeilen schafft.
So brüskierte der Churer Bischof kürzlich erst Homosexuelle und Geschiedene mit seinem ausgrenzenden Vorschlag, sie sollten mit verschränkten Armen zur Kommunion gehen und statt der Hostie einen Segen erhalten.
Wenige Tage später trommelte Huonder für die Abtreibungsinitiative, die die Abtreibung zur Privatsache erklärt und die Kosten aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen streichen will. Die Frage drängt sich auf: Soll der Churer Bischof Vitus Huonder zurücktreten? Stimmen Sie ab.“
Pech allerdings für diese Zeitgeist-Surfer, daß das bisherige Abstimmungs-Ergebnis (zum  jetzigen Stand am 6.2. um 10,15 Uhr) nicht so recht zu diesen Vorgaben passen will:
Eine  –  wenngleich knappe  –  Mehrheit von 52% der weit über 500 Teilnehmer fordert den Bischofs-Rücktritt nämlich gerade  n i c h t.

(Siehe hier: http://www.aufbruch.ch/4001)
Abgesehen davon enthält schon die (ohnehin alles andere als neutrale) Einleitung zur online-Frage zwei faustdicke Falschbehauptungen:
Der Churer Bischof hat keineswegs „Homosexuelle und Geschiedene“ aufgefordert, sie sollten am „Tisch des HERRN“ statt der heiligen Kommunion einen Segen empfangen (also statt einem Sakrament ein Sakramentale erhalten), sondern er bezog dies auf geschieden-Wiederverheiratete (also keineswegs auf bloß Geschiedene) und auf praktizierende Homosexuelle (also keineswegs etwa auf jene, die ihre gleichgeschlechtlichen Neigungen nicht ausleben).

Aber Fairneß und Korrektheit spielen im Kampf gegen einen unliebsamen Bischof offenbar keine Rolle.

Foto: Radio Maria (Schweiz)

Kommentare

2 Antworten

  1. Ich danke Herrn Bischof Huonder, dass er endlich auf den Missstand hingewiesen hat, dass der „Genderismus“ allen naturwissenschaftlichen Erkenntnissen widerspricht. Trotz dieser Tatsache werden bei den meisten Hochschulen Lehrkanzeln für „Gender“ eingerichtet. Ich betrachte dies als Missbrauch der Wissenschaft zu einem Manipulationsversuch, in dem unter Einsatz aller verfügbaren Mittel der Welt ein Unsinn aufgeschwatzt werden soll, mit dem Zweck, die Welt sexsüchtig zu machen und damit alle geistigen Werte aus der welt zu eliminieren!
    Dr. Herbert Stephanides

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