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Sogar der theologisch eher liberale Kardinal Kurt Koch zeigt sich nicht sonderlich begeistert vom vatikanischen Dokument „Fidcuia supplicans“ über den Segen für alle(s).

Der Schweizer Würdenträger, der früher als Professor wirkte, äußert auch aus ökumenischer Sicht seine Bedenken, denn die orthodoxen und orientalischen Kirchen des Ostens reagieren durchweg kritisch bis ablehnend auf den unseligen Segenserlaß des auch sonst gewöhnungsbedürftigen Glaubenspräfekten Fernandez.

In einem Interview am 17.1. mit dem offiziösen Vatican-News-Portal stellte Stefan Kempis ihm diese Frage: 

Ich habe beim Lesen von ‚Fiducia supplicans gedacht: Mit einer pastoralen Dringlichkeit und einem pastoralen Paradigma könnte man doch auch fast unter bestimmten, eng begrenzten Bedingungen eine eucharistische Gastfreundschaft begründen… oder geht das in die falsche Richtung?

„Erstens einmal erhalte ich einige negative Reaktionen aus der ökumenischen Welt über ‚Fiducia supplicans‘; wir haben gerade nächste Woche die Vollversammlung der Orientalisch-Orthodoxen hier in Rom, und sie haben schon angemeldet, dass sie über diese Fragen reden können.

Ich glaube, dass wir im ökumenischen Dialog neu darüber nachdenken müssen: Was ist Segen  – und wie ist das Verhältnis von Lehre und Pastoral?

Diese Fragen sind jetzt neu akut geworden und darüber müsste man reden. Von daher, glaube ich, ist jetzt die Übertragung auf die Frage der eucharistischen Gemeinschaft nicht angebracht.“

Kommentare

11 Kommentare

  1. DIE NEUE KIRCHE DES PAPSTES

    „“Wo die Kontinuität endet, beginnt der Bruch“
    Marco Tosatti veröffentlicht bei Stilum Curiae einen Kommentar von Joachim Heimerl über das Verhältnis zwischen den Pontifikaten von Benedikt XVI und Franziskus.“

    https://beiboot-petri.blogspot.com/2024/01/wo-die-kontinuitat-endet-beginnt-der.html#more

    „Dass auf den großen Gelehrten Benedikt XVI. ein Papst der Irrtümer und der Verwirrung folgen würde, hat niemand erwartet.

    Mittlerweile ist dies aber so offensichtlich geworden, dass es sogar den Apologeten des Papstes immer schwerer fällt, eine Kontinuität mit den vorangegangenen Pontifikaten zu konstruieren.

    Doch wo die Kontinuität endet, beginnt der Bruch, und genau der wird unter Franziskus immer spürbarer…“

    —–
    Nach dem Tode Benedikts und mit der Einsetzung von Kardinal Fernandez als „Glaubenshüter“ scheint sich die Entwicklung zu einer „Franziskus“- Kirche rasant zu beschleunigen.

    Papst Benedikt warnte vor einer Diktatur des Relativismus, er sagte: „Was hat Jesus Christus gebracht – Er hat GOTT gebracht.“

    „Und während Benedikt XVI. vor der Gefahr des Relativismus gewarnt hat, hat Franziskus die Kirche zum Opfer des Relativismus gemacht. „

    1. Die Rede, dass „Dominus Iesus“ eine „größere Belastung“ gewesen sei, impliziert. dass sie eine Belastung war und zwar für die Ökumene, sagt aber nichts über den Status der Erklärung bezüglich richtig oder falsch; sie war auf alle Fälle glasklar, stand voll in der apostolischen Tradition.

      „Fiducia supplicans“ ist auch eine Belastung für die Ökumene und zwar aus Gründen, die nicht bei den anderen christlichen Gemeinschaften / „Kirchen“ gemäß „Dominus Iesus“ liegen, sondern in der Katholischen Kirche selbst; es ist eine Euterbeule in einem in Verlotterung begriffenen Organismus unter der gegenwärtigen Führung, es handelt sich um einen Ausbruch von Modernismus.

    2. Dominus Jesus war und ist unser Heiland und Erlöser und keine Belastung. Ein bisschen mehr Respekt, um nicht zu sagen Verständnis, gegenüber einer Weltreligion, die sich dem Mensch gewordenen Logos verdankt, sollten selbst notorische Querdenker aufbringen.

      Sofern Ihnen vergönnt, auch ein bisschen mehr Respekt gegenüber unserer schönen deutschen Sprache, deren Satzinhalte sich dank Groß- und Kleinschreibung beim Lesen leichter erschließen. Hoffentlich verstehen Sie das wenigstens.

    3. Thomas Kovacs: Für Evangelisch-Konservative war Dominus Jesus nicht schlimm. Ob „Rom“ uns für eine Kirche erklärt oder nicht, ist allenfalls das Problem „Roms“oder solcher Kirchen, die von „Rom“ „als Kirche“ anerkannt werden wollen. Uns genügt völlig die Anerkennung als Kinder Gottes.

  2. Wie so oft, erwähnt Herr Kardinal Koch auch in dieser Angelegenheit nicht, daß gerade evangelisch-konservative Konfessionen auch bezüglich der Homosexualität eine wesentlich konservative Linie einnehmen als es „Rom“ – vor allem in der Praxis- schon vor der jüngsten Segenserklärung tat. Ich selber hörte in der – ausgezeichneten – Katholischen Akademie in München Kochs Vorgänger Kardinal Kasper sagen, weltweit habe es „Rom“ ja gar nicht mehr so zu tun mit den Ev. Kirchen wie die EKD, sondern mit Charismatikern und Evangelikalen…

    Unter Evangelikalen stellen Konservative viele Dutzend Millionen.

        1. Ich schätze es, Sie hier zu sehen.
          Sie kennen mich unter einem Bi-Nomen, dessen einer Teil so geht:

          exex exex exex exex 16740501
          47°29‘50.40“ N
          8°31‘11“ O

  3. Diese Fragen sind goldrichtig: was ist eigentlich Segen und: kann es überhaupt eine berechtigte Pastoral geben, die aus der Apostel-Lehre ausbricht ?!
    Genau diese Fragen müssen im gesamtbiblischen Kontext konsequent und geradeaus durchdacht und zutreffend sowie ideologie- und zeitgeistfrei beabtwortet werden, und zwar von gemeindeberufenen Leuten, nicht etwa von solchen, die per plutokratiekonformer Unterwanderung auf ihre Posten gehievt erscheinen !!
    Und da liegt dann auch der Blick auf das Zusammengehen im Brotbrechen und Kelchnehmen doch ganz nahe für alle, die Jesus Christus wirklich (eben in der Apostel Lehre und unter Gebet !) nachfolgen wollen: Er hat ihnen allen das ja als Gemeinschafts- und Erinnerungs- / Besinnungsmahl selbst gestiftet !!

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