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Weißt du noch …? In zarten Wintertupfen
Schüttete der Himmel ersten Schnee.
Puttel tat der Hals ein bißchen weh,
Und du hattest den Dezemberschnupfen.

Weißt du noch, es war so still im Zimmer.
Schularbeiten waren längst gemacht.
Überm Frost lag sanft Lamettaschimmer.
Beckers unten übten „Stille Nacht“.

Weißt du noch, wir sollten´s noch nicht wissen
Aus dem Schubfach roch´s nach Marzipan…
Und wir „staunten“ – schurkenhaft gerissen –
Als wir dann die „Überraschung“ sahn.

Deine „Tilda“ hatte echte Haare!
Ach, und Pu, mein süßer Elefant,
Der so lang im Kaufhausfenster stand.
Mein war Pu! Und ich war sieben Jahre.

Nächsten Tag um vier war Schulaufführung,
Und ich machte mit beim Elfentanz.
Und ganz vorne saß der Onkel Franz
Und er sah mich in der Goldverschnürung!

Mutti lachte über die Frisur.
Vater brummte nur: „ … du eitle Ratte!“
Doch er sagte nichts zu der Zensur,
Wo ich doch ´ne Vier in Rechnen hatte.

Abends gab es dann noch Tee mit Rum
Und das Glück, im Märchen-Grimm zu lesen.
 Damals hieß man uns noch klein und dumm,
  „Groß“ und „klug“ ist´s nie so schön gewesen.

Mascha Kaléko

.

Quelle: https://honterusgemeinde.ro/so-um-dezember/

 

Kommentare

6 Kommentare

  1. Nun, das Gedicht hätte man auch -ohne von der Autorin zu wissen- dem Kuttel – Daddeldu- Schriftsteller Ringelnatz zuordnen können…. “ Kuttel tat der Hals ein bischen weh…“ und nachts ist es weiterhin dunkel…. und ich (J.R.) bin ein Taugenichts.

  2. Ein rührendes Gedicht der beliebten jüdischen Autorin, das vertraute Gefühle im eigenen Erinnerungsschatz des Lesers erwecken kann!

    Die kleinen Dinge des Lebens sollten in ihrem Rahmen eine hohe Bedeutung haben.

    Denn der Schöpfer des Alls hat auch den Mikro- und Nanokosmos mit absoluter Perfektion, Ästhetik und Kreativität geschaffen. Dafür sollten wir Ihm dankbar sein und Ihn ehren.

    Ohnehin dienen die geschaffenen Dinge nicht zur Ideologisierung. Die Bibel warnt uns massiv vor Götzendienst.

    Sie erhalten ihre Bedeutung vom Schöpfer her. Das Bewusstsein, dass unser liebender Vater im Himmel auch die kleinsten Dinge zu unserer Freude gemacht hat, ist unbeschreiblich schön und belebend.

    Die Banalität des Bösen, die Hannah Arendt als Treiber und Mulitplikator des Holocaust ausmachte, findet ihr Gegenstück allerdings unter anderem in der Ideologisierung des Trivialen. Die Bibel weist auch darauf hin, dass wir nicht „dem Mammon dienen“ sollen.

    https://de.video.search.yahoo.com/yhs/search?fr=yhs-trp-005&ei=UTF-8&hsimp=yhs-005&hspart=trp&p=Amazon+die+banalit%C3%A4t+des+B%C3%B6sen&type=Y149_F163_202167_081020#id=13&vid=444986c8a36d5dd3053aebb6cac78d8b&action=view
    Die Banalität des Bösen

    Ohne eine Abstraktion vom Trivialen und Banalen zu den übergeordneten Zusammenhängen, Hintergründen und Folgen des Weltgeschehens verlieren wir uns im Detail.

    https://tkp.at/2025/09/28/EU-entwickelt-sich-in-Richtung-Totalitarismus/

    https://tkp.at/2023/07/11/leben-im-zeitalter-der-zensur-und-des-technokratischen-totalitarismus/?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=daily-notification

    https://www.youtube.com/watch?v=xkUiBSwYIEU
    Europas Eliten wollen Krieg: Patrik Baab über den geplanten Weltkrieg und die Chance einer Abwendung
    Offensichtlich steuern wir gerade auf einen Totalitarismus zu, der ja schon in Offenbarung 13 (Die Gute Nachricht) geschildert wird. Zum Beispiel in den Versen 15-17:

    „Das zweite Tier konnte sogar das Standbild des ersten Tieres beleben, so dass dieses Bild sprechen konnte und dafür sorgte, dass alle getötet wurden, die es nicht verehrten. Das Tier hatte alle Menschen in seiner Gewalt: Große und Kleine, Reiche und Arme, Sklaven und Freie. Sie mussten ein Zeichen auf ihre rechte Hand und ihre Stirn machen. Nur wer dieses Zeichen hatte, konnte kaufen oder verkaufen. Das Zeichen bestand aus dem Namen des Tieres oder der Zahl für diesen Namen.“

    1. Ich glaube, es gibt einen ‚Philosemitismus‘, für den wir genug Gefühl haben sollten, um zu erkennen, daß das Judentum ihn zurückweisen muß. Ist denn Jesu Apostel Paulus ein Antisemit, wenn er schreibt: ‚Während nämlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus, den Gekreuzigten .. ‚: https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/1kor1.html , ‚1 Korinther 1,10-31‘. Wer ist aber übrigens, ‚Vers 11′, C h l o e ? Wir begehen den ’28. Dezember‘ als Kalendertag von C h l o e von K o r i n t h , zu einer Begegnung am Gartenzaun {sonst in Korinth am Sonntag nach dem ’13. Februar‘ begangen, Quelle: http://www.heiligenlexikon.de/KalenderFebruar/13.htm )

      1. “ Ist denn Jesu Apostel Paulus ein Antisemit, wenn er schreibt: ‚Während nämlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen Weisheit suchen, predigen wir Christus, den Gekreuzigten“….
        Lieber S.B.P.F. Posch, wie kann man denn nur auf den Gedanken kommen, solch eine Frage zu stellen? Der Apostel Paulus macht doch hier lediglich eine reine Tatsachenfeststellung. Die Juden tun dies, die Griechen das… Dass die Juden Jesus Christus nicht erkannt hatten (bis heute nicht, bis auf wenige Ausnahmen), dessen war Paulus sich doch vollkommen bewusst. Nur Fragen stellen, wo sich wirklich welche stellen…Die Frage ist doch völlig ABSURD, liest man, was Paulus Römer 9, 1-5 schreibt:
        Lutherbibel 2017
        von Deutsche Bibelgesellschaft
        Die bleibende Erwählung Israels
        1 Ich sage die Wahrheit in Christus und lüge nicht, wie mir mein Gewissen bezeugt im Heiligen Geist, 2 dass ich große Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterlass in meinem Herzen habe. 3 Denn ich wünschte, selbst verflucht und von Christus getrennt zu sein für meine Brüder, die meine Stammverwandten sind nach dem Fleisch. 4 Sie sind Israeliten, denen die Kindschaft gehört und die Herrlichkeit und die Bundesschlüsse und das Gesetz und der Gottesdienst und die Verheißungen, 5 denen auch die Väter gehören und aus denen Christus herkommt nach dem Fleisch. Gott, der da ist über allem,[1] sei gelobt in Ewigkeit. Amen. 

        1. Meine Frage, ob Jesu Apostel Paulus D E N N ein Antisemit ist, ist doch nicht ‚ABSURD‘, sondern durch das ‚ D E N N ‚ überhaupt keine Frage, sondern eine Zurückweisung der Möglichkeit.
          Eine FRAGE habe ich aber zu der abgrundtiefen Abneigung Deutschlands gegen Österreich, die der Beitrag in der ‚Berliner Morgenpost‘ über die österreichische Kaiserin Elisabeth, nach der in Graz die wichtigste Straße benannt ist, beweist, https://www.morgenpost.de/panorama/article403918241/sissi-filme-romy-schneider-kaiserin-oesterreich-wirklichkeit-eklig-elisabeth-sisi.html : war nicht die Abneigung, gleichfalls an Weihnachten, dem vergangenen präsumtiven Weihnachtsfest, gegen die Gemahlin des englischen Prinzen Harry NOCH GRÖSSER? Übrigens kann es kein Zufall sein, daß der Tag des Attentats, ’10. September 1898′, der Tag auch des Attentats auf den M ä r t y r e r C h a r l e s J a m e s K i r k , den Vater der Tochter der KÖNIGIN von AMERIKA, seiner Braut, ‚Fiancée‘, PROMESSA SPOSA ist, weil es keinen Zufall gibt
          Dr. phil. Siegfried Paul Posch

  3. Die Banalität des Bösen, die Hannah Arendt als Ausführungs-Monster des Holocausts erkannte, hat ihr Gegenstück in der Bedeutungs.Ideologie des Banalen.

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