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Sozialberater Riehle erlebt Anfeindungen wegen seiner Pro-Life-Haltung

Der Leiter der Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“, der Konstanzer Dennis Riehle (siehe Foto), berichtet von zunehmenden Anfeindungen wegen seiner Haltung zum Lebensschutz.

Der selbst behinderte Sozialberater hatte sich in der Vergangenheit vermehrt gegen Lockerungen der geltenden Abtreibungsregeln eingesetzt. Er begründete dies nicht zuletzt damit, dass auch Kinder mit Beeinträchtigung das Recht hätte, das Licht der Welt erblicken zu können.

„Ich habe mir anhören müssen, dass es unverantwortlich sei, Frauen zur Geburt eines gehandicapten Menschen zu zwingen. Auch sagte man mir, dass ich als Mann überhaupt kein Recht habe, mich über den Körper einer Frau zu äußern.

Selbst aus der Behindertenszene gab es teils groteske Anmerkungen. Menschen mit Handicap, die leben und das Leben genießen, haben mir sehr vorwurfsvoll geschrieben, dass sie sich wünschen würden, dass kein Kind mit Behinderung mehr geboren wird, denn das Leid sei weder der Mutter noch dem Kleinen zuzumuten. Welch ein Widerspruch in sich!“, empört sich Riehle, der dazu weiterhin ausführt:

„Eine besonders prägende Nachricht hatte den Wortlaut: ‚Hätten wir schon früher andere Gesetze zur Abtreibung gehabt, wären Sie uns vielleicht erspart geblieben!‘.  –  Ich frage mich durchaus, welches Weltbild da vorherrscht, wenn man selbst ein erfülltes Dasein mit Handicap verbringt und gleichzeitig dafür wirbt, das heranwachsende Baby mit Beeinträchtigung bis zum letzten Tag vor der Geburt abtreiben zu können“.

Riehle kritisiert vor allem, dass sich Anhänger für einen liberalen Schwangerschaftsabbruch anmaßen, über die Qualität des Lebens eines Menschen befinden zu wollen, der noch nicht einmal geboren ist. „Denn wir können nicht für Andere empfinden, jedes Individuum fühlt selbst. Es ist unerträglich, welche grotesken Blüten Emanzipation und Feminismus hervorbringen“, erklärt der Sozialberater und fügt hinzu:
„Wer bereits einem Embryo in den Mund legen will, dass sein Hier und Jetzt nur von Kummer, Schwermut und Schwierigkeiten geprägt sein wird, handelt nicht nur moralisch fragwürdig, sondern auch übergriffig“.

Außerdem erläutert der Lebensrechtler dazu:

„Eine Frau kann sich nicht allein auf ihr Selbstbestimmungsrecht berufen, sondern muss gleichzeitig erkennen, dass sie in der Evolution und der Gesellschaft zur Aufgabe befähigt ist, den Fortbestand des Menschen zu unterstützen und dem Nachwuchs die Möglichkeit auf ein eigenes Leben zu schenken.  

Und gerade weil ich selbst von Behinderung betroffen bin und trotzdem – oder  gerade deshalb – weiß, wie schön es ist, mit Ecken, Macken und Kanten auf diesem Erdkreis zu sein, ist es mir völlig fremd, Kinder abtreiben zu wollen, weil wir glauben, eine Behinderung könne für sie zu einem unerträglich leidvollen Leben werden. Trauen wir Frauen, aber generell auch behinderten Menschen, endlich mehr Souveränität zu, als sie mit einem ideologischem Rat zu bevormunden!“.

Die Anlaufstelle „Beratung mit Handicap“ ist bundesweit kostenlos für jeden Hilfesuchenden mit und ohne Behinderung unter der Webadresse www.beratung-mit-handicap.de erreichbar. Datenschutz und Verschwiegenheit werden hierbei gewährleistet. Es findet lediglich eine allgemeine Sozialgesetzaufklärung statt, tiefergehende Einzelfallbewertungen sind Anwälten vorbehalten.

Kommentare

3 Antworten

  1. Wir sind alle, ob Mann oder Frau, individuelle und auch gemeinschaftliche
    Menschen und somit Geschöpfe Gottes mit Verantwortung vor Gott für ein
    gelingendes Leben. Deswegen kann es keine Abtreibung geben und auch
    keinen selbstverantworteten Tod. Die selbstbestimmten Frauen sind auch ihren
    Männern, ihrer Familie und ihrem zu gebärenden Kind im Höchstem Maße verantwortlich !

  2. wenn man mit seiner Meinung polarisiert erfährt man entsprechende Reaktionen, wenn diese auch unendlich dumm sind
    Ich selbst bin schwerbehindert und war Beruflich Elternberater und für mich gab es nur eine Einzige Konstante. Was wollen die Eltern und das habe ich umzusetzen Punkt

  3. DANKE, Herr Riehle, für die klare Position. Es gibt nichts Wichtigeres und Wertvolleres, als FÜR das Leben einzustehen.
    Dieses IST und BLEIBT Geschenk. Und ist NICHT in unserer Hand.
    Alles Gute – und viel Kraft und Segen!

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