Über 3.000 Zeichen auf 260 Objekten untersuchte das Team mit Computermethoden und kam so der DNA der Schrift auf die Spur. Die Eindeutigkeit der Ergebnisse, die sie in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichen, überraschte selbst die Forscher.
Linien, Kerben, Punkte oder Kreuze, die sich oft wiederholen – Funde aus der Altsteinzeit 34.000 Jahre, teils sogar 45.000 Jahre alt, tragen geheimnisvolle Zeichenfolgen.
In Höhlen auf der Schwäbischen Alb wurden viele solcher Artefakte entdeckt: etwa ein kleines Mammut, gefunden in der Vogelherdhöhle im Lonetal. Ein Steinzeitmensch schnitzte es aus einem Mammutstoßzahn und ritzte sorgsam Kreuz- und Punktreihen ein. Zeichen finden sich auch auf Fundstücken aus dem „Geißenklösterle“, einer Höhle im Achtal: 
Gleichmäßige Punktreihen und Kerben zieren hier etwa den sog. „Adoranten“, ein Elfenbeinplättchen, auf dem ein Mischwesen aus Löwe und Mensch dargestellt ist.
BILD: Archäologische Grabungsstätte bei der Neandertalerforschung
Neue Erkenntnisse legen jetzt nahe, dass die Menschen der Steinzeit solche Zeichen gezielt auf bestimmten Artefakten anbrachten: Die Zeichen tragen Informationen, halten ihre Gedankenwelt fest.
„Wir kommen mit unserer Forschung dem statistischen Fingerabdruck der Zeichensysteme auf die Spur. Die steinzeitlichen Zeichensequenzen sind eine frühe Alternative zur Schrift“, erklärt Professor Christian Bentz von der Universität des Saarlandes.
Titelbild: Landesmuseum Württemberg / Hendrik Zwietasch, CC BY 4.0
Quelle und vollständige Meldung hier: https://www.uni-saarland.de/aktuell/steinzeit-zeichen-44061.html






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