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Stuttgarter CDU verlangt grundsätzliche Überarbeitung des "Bildungsplan 2015"

Stellungnahme des CDU-Kreisvorstands Stuttgart:

Die CDU Stuttgart fordert die Landesregierung auf, das Arbeitspapier zum Bildungsplan 2015 insbesondere im Hinblick auf das dort formulierte Thema „Sexuelle Vielfalt“ grundsätzlich zu überarbeiten.
Aus Sicht der CDU Stuttgart ist der Stellenwert, der diesem Themenkreis im Arbeitspapier zugeschrieben wird, überzogen. Auch werden schon heute unterschiedliche sexuelle Identitäten im Rahmen der Familien- und Geschlechtserziehung an den Schulen berücksichtigt. bildungsplan_bw_petition_logo13_e7fe0bc824
Wir fordern die Landesregierung auf, hierzu mit allen relevanten Gruppen der Gesellschaft in einen Dialog zu treten, um ein möglichst von allen akzeptiertes Erziehungsziel zu formulieren.
Eine Reduzierung des Toleranzbegriffes auf das Thema „Sexuelle Vielfalt“, wie sie durch das bisherige unsensible und wenig hilfreiche Vorgehen der Landesregierung nahegelegt wird, lehnt die CDU Stuttgart ab.
Wir fordern die Landesregierung des Weiteren auf, die Sorgen vieler Bürgerinnen und Bürger im Zusammenhang mit der Erarbeitung des neuen Bildungsplans ernst zu nehmen; sonst wird die angekündigte Politik des „Gehörtwerdens“ nach dem gescheiterten Filderdialog und der Abstimmung zum Nationalpark endgültig ad absurdum geführt.

Werte-Erziehung ist Aufgabe der Eltern

Außerdem erinnert die CDU Stuttgart daran, dass die Werteerziehung in erster Linie nicht Aufgabe des Staates, sondern der Eltern ist.
Deshalb ist im Bereich der Geschlechtserziehung besonders sensibel vorzugehen. Ganz unabhängig von der aktuellen Debatte um den Bildungsplan halten wir fest, dass für uns auch weiterhin die Familie das Leitbild für die Erziehung von Kindern ist. Banner_mi

Die sexuelle Ausrichtung von Menschen darf aus Sicht der CDU Stuttgart keinen Anlass zur Diskriminierung geben und sollte daher auch weiterhin jedenfalls Gegenstand der Familien- und Geschlechtserziehung an den Schulen sein und bleiben.
Jedoch hält es die CDU Stuttgart für überzogen, dieses Thema als Querschnittsaufgabe in den fünf Leitprinzipien „Berufliche Orientierung, Nachhaltige Entwicklung, Medien, Prävention und Gesundheitsförderung, Verbraucherbildung“ über alle Klassenstufen hinweg als einen zentralen Problemkreis darzustellen.
Die Formulierung „Sexuelle Vielfalt“ in dem vorliegenden Arbeitspapier halten wir außerdem für unglücklich gewählt, weil hier der Eindruck entstehen kann, Schülerinnen und Schüler könnten aus einem Angebot sexueller Ausrichtungen frei wählen. Hier wäre von Seiten des Kultusministeriums mehr Sensibilität gegenüber der Persönlichkeit der Kinder nötig.
Quelle: http://www.cdu-stuttgart.de/aktuelles/artikel/cdu-kreisvorstand-nimmt-einstimmig-stellung-zum-bildungsplan.html
 

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