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Thomas Gottschalk: „Mit dem Glauben an Gott sterbe ich lieber…“

Der in Bamberg geborene Fernsehstar hat ein persönliches Bekenntnis zum christlichen Glauben abgelegt. Seit seiner Kindheit habe er nicht vom Glauben gelassen, sagte Gottschalk dem Politmagazin „Der Spiegel“.

Schon als Kind beschäftigte er sich mit dem Glauben, predigte als Siebenjähriger zu Hause im Meßgewand: „Meine Mutter musste fünf Akkorde am Klavier spielen, dann begann die Prozession: Ich bin ins Wohnzimmer eingezogen, habe den Segen erteilt und auf dem Sessel meine Predigten gehalten“, erzählt der TV-Moderator.

Der TV-Moderator schafft es, im Interview Religion und Humor zu verbinden: „Ich gehe nicht davon aus, dass der liebe Gott Zeit hat, sich um meine Quoten zu sorgen.(…) Aber ich empfinde eine grosse Dankbarkeit für die Tatsache, dass ich eine Frau gefunden habe, die mir in mehr als 35 Jahren nicht abhanden gekommen ist  –   und dass ich zwei gesunde Kinder habe, die halbwegs normal geraten sind, obwohl ich ihr Vater bin.“

Gottschalk ist, wie er berichtet, im katholischen Glauben aufgewachsen und habe keinen Grund, ihn aufzugeben: „Ich bin davon überzeugt, dass ein gläubiger Mensch und ein fröhlicher Mensch nicht nur deckungsgleich sein können, sondern auch sein sollten.“

Beim Glauben gehe es um Grundsätzliches: „Hat Gott die Menschen  –  oder haben die Menschen Gott geschaffen?“

Diese Frage beantworteten der Kommunist Karl Marx und der Apostel Paulus unterschiedlich. Er selbst denke schlicht und pragmatisch: „Mit dem Glauben an Gott sterbe ich lieber, wenn ich schon muss.“

In seiner Umgebung versuche er, das christliche Gebot zu erfüllen: „Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst.“

Das wolle er praktisch umsetzen: „Es gibt Kollegen von mir, die sich für Afrika einsetzen und gegen alles Elend der Welt ankämpfen, aber nicht mitbekommen, dass ihre eigenen Kinder kiffen und koksen.“

Er hingegen wolle für seine Frau und seine Kinder da sein „wie für alle anderen, für die ich verantwortlich bin, Putzfrau oder Gärtner. Schon aus Dankbarkeit, dass ich dieses Personal überhaupt habe.“

Er sehe sich als Showmaster in der Pflicht, Menschen zu unterhalten, ohne sie dabei zu beschädigen: „Dass Menschen vorgeführt werden, werden sie bei mir nicht erleben.“

Gottschalk ruft auch seine Erfahrungen bei dem schweren Unfall in seiner Show vom 4. Dezember 2010 in Erinnerung.

Damals  war der heute 24-jährige Samuel Koch beim Versuch, ein fahrendes Auto mit Sprungfedern an den Beinen zu überspringen, schwer gestürzt. Seither ist er querschnittsgelähmt.

Wie Gottschalk jetzt sagte, habe ihn die Reaktion der Familie Koch tief beeindruckt: „Die haben eine grosse Frömmigkeit und einen festen Glauben.“ –  Schon am Tag nach dem Unfall habe er mit der Familie ein Vaterunser gebetet. Gottschalk: „Das hat uns eine gemeinsame Ebene gegeben, ihnen in ihrer Verzweiflung, mir in meiner Ratlosigkeit. Da war plötzlich eine Nähe da, auch eine Form von Geborgenheit.“

Quelle: evang. Nachrichtenagentur IDEA

Kommentare

6 Antworten

  1. …sorry, aber der Glauben ist kein Eigennutz (natürlich nützt er dem Glaubenden)…aber nur, daß ich lieber sterbe…und vielleicht ein warmes Plätzchen im Paradies kriege…nee…das ist „Schönwetterglauben“, den es zu genüge gibt.

    1. an Ralf
      ja das ist der schöne Glaube den ich mit meinen Kommentar meinte. Sie haben es besser gewählt“ Schönwetterglaube“. Zumindest ist Gottschalk kein Atheist. Weiß nicht ob das für den Himmel reicht??Ich hoffe das diese Familiensendung einen guten neuen Moderator bekommt.

      1. Ja…ich finde es auch gut, daß Thomas Gottschalk sich zum Glauben bekennt; ich bin vielleicht etwas zu streng mit ihm in’s Gericht gegangen. Ich habe selbst genug Fehler…aber ich finde trotzdem, daß wir mit dem „Schönwetterglauben“ nicht weiter kommen.

  2. Nun ja er sagt man würde in seiner Sendung niemanden vorführen. Dem ist nicht so. Seine weibl. Gäste ,besonders Fr. Hunzinger kommen fast nackt auf die Bühne und sitzen den ganzen Abend in seiner Nähe Er könnte doch mal in der Gardrobe um andere Kleidung bitten. Er ist doch der Moderator. Ich finde das er häufig Menschen vorführt.Von ca. 9-12- jährigen will er grundsätzlich wissen was in der Liebe abgeht. Diese sind immer beschämt. Ansonsten hat er eine schöne relg. Einstellung. Man hört keine Skandale von Ihm.

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