Von Alexandra Linder
Gestern, am 24. November, ist Dr. h.c. Martin Lohmann im Alter von 68 Jahren verstorben. Martin, der sich sein Leben lang unermüdlich für das Lebensrecht eingesetzt hat, wurde im Oktober 2009 zum ehrenamtlichen Vorsitzenden des Bundesverbands Lebensrecht e.V. gewählt und hatte das Amt bis zum Frühjahr 2017 inne. 
In dieser herausfordernden Zeit hat er konsequent, mutig und mit hoher journalistischer Kompetenz zum stetigen Wachstum des Marsches für das Leben in Berlin wesentlich beigetragen.
Die Wahrung der Würde des Menschen von der Zeugung bis zum natürlichen Tod, Freiheit in Verantwortung und die Bewahrung der gesamten Schöpfung waren ihm wichtige Anliegen, die er zeitlebens in der katholischen Kirche, in Politik und Gesellschaft voranbrachte.
Er sah nicht nur die konkreten Gefahren für vorgeburtliche Kinder oder Menschen am Lebensende, sondern auch darüber hinaus die Folgen für Humanität und Ethik. Dabei scheute er keine Debatte und keine unbequemen Fragestellungen. 
Er nahm Kritik und öffentliche Diffamierungsversuche ebenso in Kauf wie berufliche Nachteile. „Veritas liberabit vos“ – „Die Wahrheit wird euch frei machen“ war einer seiner zentralen Leitsätze.
Für sein Lebensrechtswirken erhielt er 1993 den Stiftungspreis der Stiftung Ja zum Leben.
Im Grußwort der von ihm gegründeten Akademie für das Leben zum Marsch für das Leben 2020 heißt es: „Der Marsch für das Leben wird von Mal zu Mal wichtiger. Das Zeugnis für das Leben vor Ort von Tag zu Tag auch. Das Recht auf Leben gilt immer – oder eben niemals. Es ist unteilbar.“
Für dieses lebenslange Engagement sind wir, der Vorstand, die Mitarbeiter und Ehrenamtler des Bundesverbands Lebensrecht und seiner Mitgliedsorganisationen, ihm sehr dankbar. Wir trauern mit seiner Frau Heike und seiner Tochter Prisca, werden Martins Stimme für das Leben vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren.
Requiescat in pace.
Unsere Gastautorin Alexandra Maria Linder M.A. ist Vorsitzende des BVL (Bundesverband Lebensrecht e.V.)






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2 Antworten
Verein katholischer deutscher Lehrerinnen e.V. (VkdL)
Zum Tod von Martin Lohmann
*14.03.1957 +24.11.2025
R.I.P.
Mit dem Tod von Martin Lohmann fehlt eine weitere klare und mutige Stimme!
Auf unserer Bundeshauptversammlung im Jahr 2019 in Paderborn hielt Martin Lohmann den Festvortrag mit dem Titel „Missbrauch von Sprache – Missbrauch von Macht“.
Ein Merksatz lautete:
„Sprache hat sich an der Würde des Menschen und an der Wahrheit des Seins zu orientieren.“
Seine Veröffentlichungen und sein Engagement bezogen sich dauerhaft auf diese beiden Kriterien: Würde des Menschen und Wahrheit des Seins!
Möge er nun den schauen dürfen, der von sich selbst gesagt hat „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben.“ (Joh 14,6)
Ich finde es wieder einmal ABSOLUT BEZEICHNEND, dass dieses Druck-Erzeugnis in der juristischen Verantwortung des sog. Bischof von Münster sich bis zur Stunde nicht erweichen kann, auch nur eine halbwegs seriöse Mitteilung über den Verlust von Martin Lohmann zu publizieren.
Sogar katholisch.de hat es getan: https://katholisch.de/artikel/65903-katholischer-publizist-martin-lohmann-gestorben
Wann wird die Redaktion von Kirche-und-Leben endlich gegen seriöse Mitarbeiter ausgetauscht ?