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Das Nachrichtenportal von Právo, das zu den auflagenstärkeren Tageszeitungen der Tschechischen Republik gehört, berichtet am 31. Juli über „eines der schlimmsten Verbrechen“, nämlich das Massaker an Deutschen vom 31. Juli 1945.

Drei Monate nach Kriegsende wurden bis zu 100 Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, „äußerst grausam“ ermordet, nur weil sie Deutsche waren, erkenntlich an der Armbinde mit dem Buchstaben „N“ für „Němci“ („Deutsche“), die sie tragen mussten und die sie zu Menschen zweiter Klasse machten.

Nach einer Explosion in einem Munitionslager beschuldigte man die Deutschen der Sabotage – ohne Beweise und, wie man heute weiß, völlig zu Unrecht.

Zufällig auf der Straße gehende Deutsche wurden zunächst geschubst, dann geschlagen und schließlich grausam getötet. Viele wurden von der Brücke in die Elbe geworfen und die Überlebenden aktiv ertränkt.

„Das Massaker in Aussig war nicht so schrecklich, was die Zahl der Opfer betrifft. Es war so schrecklich, weil es ein öffentlicher Lynchmord war. Menschen wurden am helllichten Tag auf offener Straße brutal zu Tode geprügelt“, erklärt der Historiker Martin Krsek im Pravo-Portal.

Quelle und weitere Infos hier: https://unzensuriert.de/305568-nach-80-jahren-medien-nennen-aussig-massaker-eines-der-schlimmsten-verbrechen/

Kommentare

7 Kommentare

  1. Der Historiker Otfrid Pustejovsky, Osteuropaexperte, hat das Verbrechen in seinem Buch „Die Konferenz von Potsdam und das Massaker von Aussig am 31. Juli 1945“ (München 2001) mustergültig aufgearbeitet.
    Die Mitverantwortung der (westlichen) Alliierten darf nicht verschwiegen werden.

    1. „Die Mitverantwortung der (westlichen) Alliierten darf nicht verschwiegen werden.“ Wieso darf die Mitverantwortung der (westlichen) Alliierten nicht verschwiegen werden? Wegen der Mitverantwortung der (östlichen) Alliierten…

      1. Beschäftigen Sie sich doch einfach mal mit der Literatur zum Thema der Vertreibung der Deutschen aus den östlichen Gebieten einschließlich der Duldungen in der Praxis seitens der Alliierten, nicht zuletzt bei den sogenannten „wilden Vertreibungen“.

  2. „Právo“ (= Recht) ist die Nachfolgezeitung des kommunistischen Zentralorgans der ehemaligen Tschechoslowakei, „Rudé právo“ (Rotes Recht). Insofern ist das ein bemerkenswerter Vorgang. In der tschechischen Öffentlichkeit kann man das Thema Vertreibung (immer noch verharmlosend „Odsun“ = Abschub genannt) bis heute kaum ansprechen. Hass begegnet einem kaum noch, eher Gleichgültigkeit. Erfreulich ist aber die Einladung an die Sudetendeutsche Landsmannschaft, den nächsten Sudetendeutschen Tag 2026 in Brünn / Mähren (Brno) durchzuführen. Zu spät für die Betroffenen, aber für ihre Nachkommen ein gutes Zeichen – das Ende der Stigmatisierung.

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