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Über die vier Grundirrtümer unserer Zeit

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Wir werden in eine Decke von Angst, Verwirrung und Verunsicherung hineingezogen, die unsere Kräfte lähmt, wenn wir uns nicht dagegen wehren. Wir können aber die falschen antichristlichen Überzeugungen in der westlichen Welt, die dahinterstecken, entlarven und so Auswege aus der Krise gewinnen.

Nach Gabriele Kuby heißen diese Grundüberzeugungen: Erstens: Das Lebensziel des Menschen ist das Glück. – Zweitens: Der Mensch ist von Natur aus gut. –  Drittens: Die Geschichte ist ein unaufhörlicher Fortschritt. – Viertens: Alles ist Materie.

Dieses irdische Glück, das ein Ende hat, ist ein gefährdetes Glück. Wenn es nur um die eigene Person kreist, wird der Satz „Du sollst Gott lieben und deinen Nächsten wie dich selbst“ unverständlich und damit auch das Lebensziel, wonach sich ein Christ sehnt: Das ewige Leben bei Gott.

Der Ersatz wäre ein unersättlicher Hunger, möglichst viel zu erleben. Das weitere Ergebnis sind isolierte Menschen einer Egogesellschaft.

Die zweite Grundüberzeugung lautet: „Der Mensch ist von Natur aus gut“. Wer die Augen offen hält, wird selbst bei spielenden Kindern manchmal beobachten, dass sich Selbstsucht bei ihnen bemerkbar macht. Auch Stalin, Hitler, Pol Pot wurden wie wir alle als Menschen geboren. Sie haben ihre bösen Eigenschaften perfektioniert, während Heilige ihre positiven Anlagen entwickelt haben.

Der Irrtum des Jacques Rousseau, dass der Mensch von Natur aus gut sei, wird auch nicht besser, wenn er meint, man könne alles in gegenseitigen Sozialverträgen demokratisch regeln. Ideologen waren stets clever genug, potentielle Gegner von einer Beteiligung auszuschalten. Sie aufzuzählen, gäbe eine lange Reihe, die sich auch in kirchlichen Gremien findet, z.B. in der Teilnehmerzusammensetzung des „Synodalen Prozesses“, die so geregelt ist, dass die „demokratischen“ Abstimmungsergebnisse stimmen.

Zu der durch die Erbsünde geschwächten menschlichen Natur kommt das tabuisierte Wirken des Widersachers Gottes hinzu. Der Satan ist aber nicht deswegen unwirksam, weil der Theologe Herbert Haag 1969 das Buch „Abschied vom Teufel“ geschrieben hat.

Damit sind wir bei Irrtum Drei. „Die Geschichte ist ein unaufhörlicher Fortschritt“. Schon in grauer Vorzeit erkannte man, dass ein Beil ein gewaltiger Fortschritt ist. Wir haben danach in Technik, Medizin und Sozialwissenschaften etc. gewaltige Fortschritte gemacht. Aber sie lassen sich alle auch gegen den Menschen einsetzen. Und das geschieht auch nicht nur in Diktaturen, wie moderne Propaganda zeigt. Wer nur an Hiroshima und Nagasaki denkt, sollte seinen Denkradius ausweiten.

Fortschritte werden wir nur dann erzielen, wenn die menschliche Würde und das Lebensrecht auch für die gelten, die nicht selber sprechen können.

Die Überzeugung „Alles ist Materie“ versucht, den Menschen auf eine grenzenlose Manipulierbarkeit, ein Roboterdasein herabzudrücken. Diese Grundüberzeugung widerspricht der menschlichen Erfahrung und dem christlichen Menschenbild. Im Interesse der Mitmenschen dürfen wir auf die Irreführungen nicht mit „ohrenbetäubendem Schweigen“ reagieren.

Wir sollten jede Chance wahrnehmen, um von den Dächern zu rufen: Gott gibt es. ER will uns retten!

Unser Autor Prof. Dr. Hubert Gindert leitet den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ und die Monatszeitschrift DER FELS

Kommentare

4 Antworten

  1. Ja, das Schwerste ist es, sich von seinen irdischen Sicherheiten zu trennen und sich Gottes Willen zu überlassen. Die meisten Menschen scheitern daran.

  2. Menschen haben die Entscheidung darüber, welcher Herrschaft sie sich unterstellen:
    der von Jesus Christus (Matthäus 11,29) oder der des Satans (2.Korinther 4,4 ; Epheser 2,2).

    Viele erliegen aber dem Bestätigungsirrtum, was ich gerade bei der Evangelisation feststellen muss:

    Die Betroffenen neigen dazu, Fakten und Informationen im Sinne bereits vorgefasster Meinungen zu interpretieren.

    Die Folgen sind weitreichend:

    Die Betroffenen konzentrieren sich zu einseitig auf die von ihnen favorisierte Hypothese, anstatt sorgfältig Gegenargumente zu beachten; sie suchen eher Fakten, die ihre Meinung bestätigen; Argumenten, welche ihre Meinung stützen, geben sie ein höheres Gewicht; und nicht eindeutige Fakten interpretieren sie im Sinne ihrer eigenen Meinung um. Sie immunisieren sich gegen andere Meinungen, indem ihr Informationsverhalten darauf angelegt ist, ihre Meinung zu bestätigen, statt sie zu überprüfen. Das Resultat sind Vorurteile und das kann gravierende Konsequenzen haben!

    „Zu frühe Urteile sind Vorurteile, aus denen der Irrtum emporsteigt wie der Nebel aus dem Meere.“
    Pestalozzi

    „Die größte Wohltat, die man einem Menschen erweisen kann, besteht darin, dass man ihn vom Irrtum zur Wahrheit führt.“
    Thomas von Aquin

  3. Der Mensch will „sein wie Gott“.
    Er will selbst „Menschen machen“. Diese Selbstüberschätzung – die zu Zerstören und Tod führt, siehe „Impf“ – es ist auch das Grundmotiv des Dr. Faust – ist offenbar in uns Menschen angelegt.
    Ich las gerade ein Jugendbuch über Franz von Assisi. Der von jedem Reichtum und Besitz Abschied nahm und sein Leben ganz GOTT hingab. In den Franziskaner Minoriten bzw. Clarissen wirkt sein Leben bis heute fort.
    GOTT ruft, segnet, beruft auch heute.
    Jesus – derselbe gestern, heute und in Ewigkeit!
    Stehen wir für das Leben, die Wahrheit, die Demut – für unseren HERRN ein! ER segne uns dazu!

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