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Uganda: Italienische Ordensfrauen helfen jungen Opfern von sexuellem Missbrauch

„Die Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren sind in einer Blechhütte zusammengepfercht, wo sie sogar zu 30 oder 40 schlafen“, erklärt Schwester Fernanda Cristinelli zum weit verbreiteten Menschenhandel.

„Jeden Morgen machen sie sich auf den Weg zum Markt, um Bohnen und Erdnüsse zu putzen. Die Armut in diesem Teil Ugandas ist so groß, dass sich viele Familien dazu überreden lassen, ihre Kinder gegen ein paar Groschen im Monat anderen Dorfbewohnern anzuvertrauen. Was die Mütter nicht wissen: dass ihre Kinder in einem Netzwerk von Menschenhändlern mit Ziel Kampala landen werden. 

Hier erwartet sie das Betteln auf der Straße, aber auch der sexuelle Missbrauch und das Überleben bei Wasser und Brot in einem Slum, in dem sich die Situation durch die Coronakrise verschlimmert hat. Deshalb haben wir beschlossen, etwas für sie zu tun, um ihnen ihre Würde zurückzugeben“.

Die 58-jährige italienische Ordensfrau ist seit 32 Jahren als Comboni-Missionarin in Afrika tätig.

Im März 2019 konnte dank der Finanzierung durch die Italienische Bischofskonferenz und einem UN-Projekt das „St. Daniel Comboni Children Center“ eröffnet werden. „Hier“, so die Missionsschwester, „können die Straßenkinder spielen, essen und vor allem liebevoll umsorgt werden. In eineinhalb Jahren haben uns 200 Kinder besucht“.

Neben den Ordensfrauen und einer Beraterin arbeiten im Zentrum auch Sozialarbeiterinnen und Psychologinnen, die die sexuell missbrauchten Mädchen begleiten.

„Für die älteren Jungen“, erklärt die Nonne, „bieten wir eine Berufsausbildung an, damit sie eine bessere Arbeit finden; die jüngeren versuchen wir sie aus den Händen derer zu befreien, die mit ihnen Geld verdienen. Die einzige Möglichkeit, sie von der Straße zu holen, liegt darin, sie in die Schule zu schicken“.

Quelle: Fidesdienst

Kommentare

2 Antworten

  1. Wie schade ist es, dass alle Ordensfrauen unter Nachwuchsmangel leiden! Welch wunderbare Arbeit leisten sie; auch sind sie wirkliche Mütter, je mütterlicher sie sich um die Kinder kümmern. Mutterschaft und Mütterlichkeit sind nicht nur eine Sache des Selber-Gebärens von Kindern. Auch hier in Europa bräuchten wir solche Ordensfrauen, die sich um Kinder kümmern könnten, die sonst abgetrieben würden: Die Mütter könnten sie den Orden anvertrauen wie einer Pflegefamilie, das Kindergeld liefe dorthin, und die Mutter kann ihr Kind dann zu sich nehmen, wenn sie dazu fähig, z.B. ihr Studium abgeschlossen hat oder eine Ehe eingeht, in welche sie ihr Kind mit einbringen kann. Großeltern könnten Kontakt zu ihrem Enkelkind aufbauen, ebenso die Mutter nach und nach.
    Alle Orte, die ein Schwesternhaus haben, profitieren ungemein von dem Wirken von Nonnen. Warum wird kirchlicherseits nicht auch ein wenig dieser Beruf und die Schönheit dieser Berufung ins Wort genommen? Was nicht benannt wird, nicht erwähnt wird, das existiert bald nicht mehr!
    Ich selbst ging die ersten 4 Jahre auf eine Klosterschule: Die Schulschwestern konnten sich vollends auf den Unterricht und seine Vorbereitung am Nachmittag konzentrieren, während die Küchenschwestern dann am Mittag und Abend ein gutes Essen gekocht hatten und auch noch 15 Arme speisten jeden Tag. wenn man da an die Abgehetztheit und Doppelbelastung mancher heutigen Lehrerin denkt, die Ehefrau, Mutter, Hausfrau und Zentrum einer Familie gleichzeitig sein soll.

  2. Mein Respekt an die Ordensfrauen.
    Die können am Ende ihres Lebens sagen: Ich habe viel Gutes in Gottes Namen getan.
    Möge Gott weiterhin diese wertvolle Arbeit segnen und den Schwestern noch viele Kinder schicken, die endlich raus aus dem Elend kommen.

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