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Unter dem Titel „US-Juden „optimistisch“ über Papst Leo nach den Belastungen während des Pontifikats von Franziskus“ (auf deutsch übersetzt) schreibt die Nachrichtenseite „Catholic Herald“ über die wachsende Zuversicht jüdischer Vertreter angesichts des neuen Oberhaupts der katholischen Kirche.

„Ich bin zuversichtlich, was die katholisch-jüdischen Beziehungen angeht“, sagte Rabbi Noam Marans (siehe Foto) kürzlich bei einem Gespräch mit Pressevertretern über die Wahl von Papst Leo XIV.: „Ein amerikanischer Papst verheißt Gutes hierfür.“

Marans, Direktor für interreligiöse Angelegenheiten des American Jewish Committee (AJC), erhielt einen persönlichen Brief nach der Wahl von Papst Leo, der ihn zur Amtseinführungsmesse am 18. Mai einlud und versprach, „den Dialog und die Zusammenarbeit der Kirche mit dem jüdischen Volk“ fortzusetzen und zu stärken.

Marans sagte, der Brief sei für ihn bedeutsam, ja „dramatisch“ im guten Sinne, weil der Papst ihn schon so kurz nach seiner Wahl verfaßt habe.

Unter Papst Franz gab es eine „Beziehungskrise“

Der Rabbi erinnert kritisch an das vergangene Pontifikat:

„Wir befinden uns in einer Art katholisch-jüdischer Beziehungskrise und ich denke, es ist fair zu sagen, dass die letzten 18 Monate des Franziskus-Paptums für die katholisch-jüdischen Beziehungen sehr herausfordernd waren.“

Die Spannungen zwischen dem Vatikan und Israel in den letzten Monaten der Amtszeit von Papst Franz(iskus) hatten fast den Siedepunkt erreicht, was durch die Tatsache deutlich wurde, dass keine israelische Delegation zur Beerdigung von Papst Franziskus kam, sondern lediglich der israelische Botschafter Yaron Sideman.

Leo forderte die Freilassung israelischer Geiseln

Hingegen nahm der israelische Staatspräsident Isaac Herzog an der Inthronisation des neuen Papstes teil.

Marans sagte, er erwarte, dass Leo die Tradition anderer Päpste fortsetzt, indem er Israel einen Besuch abstattet und auch Synagogen und Holocaust-Stätten besucht, und er äußerte auch die Hoffnung, dass der Papst bei der Verurteilung des Antisemitismus deutlich sprechen würde.

Marans beklagte, dass Papst Franziskus sich häufig zu Gaza äußerte, ohne die israelischen Geiseln zu erwähnen, und sagten, die jüdische Gemeinde wünschen, dass das Pontifikat von Leo XIV. „ein neuer Anfang werden soll, wir wollen, dass dies eine Erneuerung der Beziehung bewirkt“.

Er lobte die Tatsache, dass der neue Pontifex in der ersten öffentlichen Regina-Coeli-Ansprache die Freilassung israelischer Geiseln forderte.

 

Kommentare

3 Kommentare

  1. Dass Juden mit Franziskus gefremdelt hatten lag nicht an diesen, sondern an Franziskus, denn er war kein Führer mit Autorität, sondern mit Amtsgewalt, dessen Amtsführung man tunlichst nicht zu erörtern hatte, sofern man irgendwie von ihm oder seinen Vasallen abhängig war, die naiven Bewunderer mal beiseite gelassen, die alles schlucken, wenn es nur gefällig aussieht.

    Das Paradebeispiel einer Hanswurstiade, einer Selbstabwrackung eines Führen-Sollenden, – hier strikt verstanden im philosophen Blick, – war die Nichbeantwortung jener Dubia von den vier Kardinälen, die nie von Franziskus beantwortet worden waren

    Man stelle sich vor, dass in einer schwierigen Situation ein Befehlshaber unklare Befehle gibt bzw. Rückfragen nicht klärt, eines solchen Befehlshabers braucht es nicht.

  2. Die objektive Sicht auf die Gesamtheit der jüdischen Geschichte sollte Schule machen und möglichst bei vielen Völkern zu einem hilfreichen Verständnis der Situation Israels führen.

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