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USA: Strengere Abtreibungsgesetze in vielen Bundesstaaten

Während Präsident Barack Obama eine abtreibungsfreundliche Politik praktiziert, zeigen sich in immer mehr US-Bundesstaaten erstaunliche Erfolge für die Sache der Lebensrechtler.

In der ersten Jahreshälfte 2011 haben 19 Bundesstaaten die Tötung ungeborener Kinder mit insgesamt 80 neuen Gesetzen erschwert.

In Dakota, Texas und Süd-Dakota wurden Gesetze beschlossen, die abtreibungswilligen Frauen nach ihrem ersten Besuch beim Frauenarzt eine Wartezeit auferlegen.

In Texas müssen Frauen ab September 2011 vor der Abtreibung eine Ultraschalluntersuchung vornehmen lassen; der behandelnde Arzt muß die Ultraschallbilder des ungeborenen Kindes im Detail beschreiben. Danach muß die Frau 24 Stunden warten. Wenn schwangere Frauen sähen, wie das ungeborene Kind lächelt und winkt, dann würden sie „das Leben wählen und die Abtreibungsindustrie wird Profit verlieren“, erklärte Rachel Bohannon, Sprecherin der Initiative „Recht auf Leben“.

Fünf US-Bundesstaaten schreiben nunmehr vor, daß Abtreibungen „nur“ mehr bis zur zwanzigsten Schwangerschaftswoche ausgeführt werden dürfen. Zuvor waren Abtreibungen bis zur unabhängigen Lebensfähigkeit des Kindes erlaubt, also mehrere Wochen später.

Neue Gesetze befassen sich auch mit der Finanzierung der Abtreibung. Acht Staaten legten fest, daß Krankenversicherungen nicht für Abtreibungen zahlen dürfen, wenn sie an den bei der nationalen Gesundheitsreform entstehenden Versicherungsvermittlungsstellen teilnehmen wollen.

Fünf Staaten haben der abtreibungsfreundlichen Organisation „Planned Parenthood“ (Ursprungsorganisation von „Pro Familia“) die Finanzierungshilfe ganz oder teilweise gestrichen.

Diese Erfolge resultierten vor allem aus den Landtags und Gouverneurs-Wahlen im November 2010. In 29 Staaten regieren seitdem Pro-life-Gouverneure, in 15 Staaten stehen diesen Gouverneuren Parlamente mit Lebensrechts-Mehrheiten zur Seite.

In mehreren Staaten sind noch weiterreichende Gesetzentwürfe in Vorbereitung. In Ohio hat eine Kammer des Parlaments Mitte Juli 2011 für ein Gesetz gestimmt, Abtreibungen zu verbieten, wenn beim Kind ein Herzschlag festgestellt werden kann: das wäre in der sechsten oder siebten Schwangerschaftswoche.

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