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Nun will der Lenz uns grüßen,
von Mittag weht es lau,
aus allen Wiesen sprießen,
die Blumen rot und blau.

2. Draus wob die braune Heide
sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide
zum Maientanze ein.

3. Waldvöglein Lieder singen,
wie Ihr sie nur begehrt,
drum auf zum frohen Springen,
die Reis ist Goldes wert.

4. Hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid!
Heija, nun hat uns Kindern
ein End all Wintersleid.

 

HINWEISE von unserem Leser Ernst Friedel:

Das alte Volkslied „Nun will der Lenz uns grüßen“ haben wir in der Schule gesungen. Singen war früher noch ein Fach, welches in den Schulen unterrichtet wurde.

Wir bekamen Verständnis für die Gefühle, die in den Liedern ausgedrückt wurden. Jedes Lied will etwas weitergeben und so ist es wichtig, dass nicht nur die Melodie gelernt wurde, sondern dass wir auch verstehen sollten, was der Dichter sagen wollte.

In den ersten drei Versen will uns der Lenz (Frühling) mit einer lauen Luft anzeigen, dass er da ist. Man sieht auch schon die roten und blauen Frühlingsblumen auf den Wiesen. Auch die Heide, die im Winter braun und öde dalag, erscheint in einem neuen Kleid, mit bunten Farben und lädt zum Maientanze ein.

Die Vögel, welche im Winter im Süden waren, sind wieder zurückgekehrt und singen fröhlich ihre Lieder.

Im vierten Vers sieht man die Linden, die im Winter kahl waren, in einem grünen Kleid. Das alles soll uns Freude bereiten, weil nun der harsche Winter vorbei ist und diese Freude dürfen wir mit fröhlichem Tanzen und Singen zum Ausdruck bringen.

Die Melodie ist als Volksweise bekannt und der Text stammt von Karl Stöse, angeregt von einem Lied des bekannten Minnesängers Neidhart von Reuental (1190 – 1236).

Wir finden das Lied hier: https://www.youtube.com/watch?v=yRSIvSztMow. Es singt der bekannte Kinder- und Jugendchor Erfurt

Titelgemälde: Dr. Rolf Braun, Vogelfoto: Dr. Marlis Rahe

 

Kommentare

13 Kommentare

  1. Ich bin Musiklehrerin und singe dieses wunderschöne Frühlingslied alle Jahre wieder mit den Schülern. Man muss den Text den Kindern erschließen, denn er erzählt richtig viele Geschichten und das ist für die Kinder sehr, sehr beeindruckend.

  2. Ich habe als Schüler sowohl den Text als auch die Melodie gelernt. Danke für die Erinnerung! Die heutigen Schulen werden von kalter Technik dominiert. Wie schade und unmenschlich.

  3. Ach wie schöööööön….. glaubt man jedoch der Klima-Sekte, so fliegen die Vögel gleich gebraten durch die Lüfte…
    wie gut, dass man hier im Blog sich noch unbeschwert freuen kann

  4. In den ersten vier Schuljahren, damals „Volksschule“, sang unsere Lehrerin, eine Klosterschwester, täglich vor und nach dem Unterricht ein Volkslied mit uns. Ich kannte schon etliche von meiner Mutter. Sie hatte mit ihrer schönen Stimme bereits angefangen, mir das Singen ins ❤ zu legen, als ich noch gar nicht sprechen konnte. Für dieses wertvolle ERBE bin ich sehr dankbar. Es hat mich bis heute durch viele schwierige Zeiten begleitet und mein ganzes Leben bereichert. Und ich konnte diesen Seelenschatz sogar unseren Kindern weitergeben.

    1. In Österreich existiert nach wie vor (zumindest [!] dem Namen nach) unsere/die gute alte „Volksschule“ (an den Schulgebäuden angeschrieben!); und dort ist auch nach wie vor vom „Kindergarten“ (statt „Kita“) die Rede – im Gegensatz zu unserem von Rot-Gruen in Grund und Boden reformierten Land (was nicht heißt, daß in Österreich noch eine „heile Welt“ existierte; aber zumindest ganz so
      heruntergekommen wie Deutschland ist es anscheinend nicht – so hat man jedenfalls den Eindruck).
      Wenn bei uns noch die schönen Volkslieder, die Sie erwähnen und als Erbe mitbekommen haben, gelehrt und gelernt würden, sähe es bei unseren Kindern und Jugendlichen mit Sicherheit ganz anders aus!
      Dann wären „Verhaltensstörungen“ wohl die seltene Ausnahme, und 13-jaehrige Mörderinnen(!) könnte man sich beim besten Willen gar nicht vorstellen!
      Natürlich müssten die Volkslieder durch – u.a.- die täglichen Gebete, vor allem das Abendgebet, ergänzt werden! Solche gesungenen Abendgebete wie „Weißt du, wieviel Sternlein stehen“ könnten Wunder wirken!
      (Ganz entscheidend für eine grundsätzliche Besserung der gesellschaftlichen Lage müsste natürlich die heute gängig/“normal“ gewordene Schul-Sexual“erziehung“ abgeschafft werden!).

  5. Nun lässt der Vance uns grüßen …
    (Melodie: Nun will der Lenz uns grüßen..)

    Nun lässt der Vance uns grüßen,
    verkündet Wahrheit kühn;
    finden ihn nicht zum Küssen
    Despoten in Berlin.
    Jetzt tobt die woke Truppe
    und kriegt sich nicht mehr ein,
    das ist uns einfach schnuppe,
    schmerzhaft soll es ja sein.

    Wenn endlich deutsche Blöde
    sind aus dem Schlaf erwacht,
    hat Vance mit seiner Rede
    ein Wunderwerk vollbracht.
    Wenn erst Brandmauern fallen
    und blaue Fahnen weh’n,
    wird es vielleicht bald allen
    Restdeutschen besser geh’n.

    1. KÖSTLICH , diese MUSIKALISCHE EINLAGE ! Ich habe die Verse mit großem Vergnügen gleich mal gesungen …
      Und wenn die politische Landschaft momentan auch düster aussieht,
      WIR WERDEN UNS NICHT UNTERKRIEGEN LASSEN !

    2. Ich habe mir erlaubt, den Text an einigen Stellen sprachlich zu glätten und ihm noch etwas mehr Biß mitzugeben:

      Nun läßt der Vance uns grüßen

      Nun läßt der Vance uns grüßen,
      verkündet Wahrheit kühn;
      da stampfen mit den Füßen
      Despoten in Berlin.

      Jetzt tobt die woke Truppe
      und kriegt sich nicht mehr ein,
      das ist uns einfach schnuppe,
      denn schmerzhaft muß es sein.

      Wenn endlich deutsche Blöde
      aus tiefem Schlaf erwacht,
      hat Vance mit seiner Rede
      ein Wunderwerk vollbracht.

      Wenn Merzens Mauern fallen
      und blaue Fahnen weh’n,
      wird es vielleicht bald allen
      Restdeutschen besser geh’n.

      Darüber hinaus fällt mir der Titel für ein weiteres Lied nach dieser Melodie ein: „Nun läßt der Merz uns büßen“.

    1. WUNDERBAR !
      HERZLICHEN DANK ! Ein wahrer Genuss zum HÖREN und SCHAUEN, den ich meinen Enkel-Zwillingen weiterleiten werde, die in Berlin geboren wurden.

      1. >> VIELEN LIEBEN DANK für Ihre Aufmerksamkeit. 🙂 🙂 🙂

        Ich nehme wahr, daß meine Beiträge nicht übersehen werden.

        Ist Ihnen das von mir zuvor benannte Liederbuch bekannt ?
        Ist es heute noch in Gebrauch ?

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