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Von Jörgen Bauer

Warum nur wird der christliche Glaube oft in einem Atemzug mit abergläubischen Praktiken, Wunderglaube versus wissenschaftlicher Erkenntnis usw. genannt? Das alles hat doch nichts miteinander zu tun!

Der christliche Glaube hängt eng mit der Sinnfrage zusammen, und die lautet: Hat mein Leben, hat die Welt einen Sinn oder ist alles nur mehr oder weniger Zufall bzw. die Folge blinder Naturgesetze?

Wer sich mit den Naturwissenschaften befasst, kommt aus dem Staunen über die sinnvollen, bis ins Feinste und Letzte ausgetüftelten, letztlich unbegreiflichen und unfassbaren Ordnungen nicht heraus. Dem Suchenden liegen hier handfeste, nicht zu leugnende Fakten vor.

Er muss jetzt entscheiden, ob das alles nur „sinnloser Zufall“ ist oder ob mehr dahinter steckt. Wenn er davon ausgeht, dass ein Sinn dahinter steckt, befindet er sich in bester Gesellschaft mit führenden Wissenschaftlern, die sagen, dass im Kosmos eine ungeheure, alle Vorstellungen übersteigende Intelligenz am Wirken ist  – und hat damit einen ersten Schritt zum Glauben getan.

Chancen und Grenzen unserer Erkenntnis

Wissenschaft kann allerdings nur das Mess- und Beobachtbare wahrnehmen, ohne dabei das eigentliche Wesen der Dinge zu erkennen, weshalb eigentlich nicht verstehbar ist, warum der Wissenschaft, die nur auf Beobachtung beruht, soviel Bedeutung beigemessen wird. Zwar werden aufgrund von Beobachtungen Theorien kreiert, die aber nur Modelle einer Wirklichkeit sein können, an die wir nie herankommen.

Es ist zudem ein Aberglaube anzunehmen, dass alle Dinge so beschaffen sein müssen, dass man sie erforschen, verstehen und begreifen kann. Der Mensch hat das Denken nicht erfunden. Er macht hier von einer Möglichkeit Gebrauch, die ihm mitgegeben wurde, wobei die Grenzen, innerhalb derer er denken kann, von vornherein feststehen. Er kann sie nicht überschreiten.

Dass eine Ameise nichts von Astronomie versteht, ist für jeden „logisch“ und keiner Diskussion wert. Dass wir aber eine ebensolche Grenze haben, wie die Ameise, nur etwas höher angesiedelt, diese Einsicht bereitet nach wie vor Schwierigkeiten.

Auch für uns gibt es Dinge, von denen wir nicht das Geringste ahnen, die deshalb aber trotzdem auf unser Leben einwirken. Falsch ist es jedoch, im Unerforschten und Unerklärlichen schon einen Gottesbeweis zu sehen. Gott selbst ist unerforschlich. Wäre er beweisbar, wäre er nicht Gott.  

Ohne Glauben ist es unmöglich,
Gott zu gefallen.
(Hebräer 11,6)

Erkannt zu haben, dass es Gott gibt, reicht aber nicht aus. Auf was es ankommt, ist ein rettender Glaube, der uns unser Verhältnis zu Gott aufzeigt. Und hier geht es um den Glauben an Jesus Christus als unseren persönlichen Heiland und Erlöser – und das ist der Glaube, ohne den es unmöglich ist, Gott zu gefallen.

Das ist der Glaube, der nicht durch Überzeugungsarbeit, sondern nur durch den Geist Gottes gewirkt werden kann, der uns die Augen dazu ein weiteres Mal öffnen muss, damit wir weitere, tiefergehende Zusammenhänge erkennen, die sich allein aus der Naturbeobachtung und der Erkenntnis, dass Gott existiert, nicht ergeben.

Im Glauben geht es um eine übernatürliche Wirklichkeit, die sich unserem Begreifen völlig entzieht. Das Wissen um unsere Begrenztheit beruht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wenn aber schon diese Welt so unbegreiflich ist, wie muss es dann erst mit der unsichtbaren Wirklichkeit Gottes sein?

Kommentare

14 Kommentare

  1. Der Logos kommt vor im Johannes-Evangelium des Neuen Testamentes der Bibel als Wort Gottes selbst und in der Areopag-Rede des Apostels Paulus auf dem Areopag in Athen. Wo der Apostel Paulus die beiden stoischen Philosophen Aratos und Kleanthes zitiert. Weiterhin in der „Weisheitsliteratur“ des alten Testamentes der Bibel. Auch die meisten heidnischen Religionen kannten und kennen einen höchsten Schöpfergott als Weltenschöpfer. Der „Logos“ ist dort in der griechischen Philosophie seine vernünftige göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos…der Logos hat vielschichtige Bedeutung. U.a. umfasst er auch die Bedeutung dessen, was das unpersönliche „Brahman“ und „Tao“ bzw. „Dao“ in Ostasien bzw. im fernen Osten im Hinduismus und im Taoismus bzw. Daoismus hat. Der Zugang in der griechischen Philosophie ist intellektueller, im Taoismus/Daoismus des chinesischen Universalismus deutlich intuitiver und auch in der Metaphysik des Hinduismus sowohl intuitiv als auch intellektuell erfassbar. Es sind HOCH-Kulturen. Bekannt ist diese Bedeutung des LOGOS aber durchaus auch ihnen.
    Es gibt bei den Thomas-Christen der Thomas-Kirche Indiens teilweise auch ein echt christliches Dhyana(m)-Yoga als spirituelle Meditation-Praxis. Das von drei vom Apostel Thomas zum Christentum bekehrten Brahmanen-Familien mit in das Thomas-Christentum eingebracht wurde. Dies basiert eben auf dem universellen Logos/Brahman. Wie auch die traditionelle indische Heilkunst Ayurveda. In der Bibel werden auch die Elementarkräfte bzw. „Tattwas“ erwähnt.
    Der Apostel Paulus zitierte in seiner Areopag-Rede im Neuen Testament der Bibel auf dem Areopag in Athen die beiden stoischen Dichter und Philosophen Aratos (zum höchsten Gott) und Kleanthes (zum göttlichen LOGOS, bei ihm die „Weltseele“ und „Weltvernunft“). Dieser Logos der Stoiker war bei ihnen das natürliche vernünftige göttliche Weltgesetz und die allgemeine natürliche vernünftige harmonische göttliche Schöpfungsordnung des Kosmos.

    https://static.uni-graz.at/fileadmin/kath-institute/Neues-Testament/Apg17_28.pdf

    Die Apostelgeschichte, Kapitel 17

    https://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/apg17.html

    Apg 17,28 „Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.“

    Justin der Märtyrer knüpfte mit seiner Logos-Theologie an dieses Zitat des Apostels Paulus (neben dem Logos-Begriff des Johannes-Evangeliums im NT und der „Weisheitsliteratur“ des alten Testamentes) an, der Heilige Irenaeus von Lyon übernahm dessen Logos-Theologie von ihm und erweiterte sie noch. Der Heilige Irenaeus von Lyon zählte auch noch den 1. Clemensbrief und den Hirtenbrief des Hermas zum Bibel-Kanon des Neuen Testamentes der Bibel hinzu. Erwähnenswert wäre auch noch der jüdische Theologe Philo(n) von Alexandria. Clemens von Alexandria nimmt in den Stromateis sehr ausführlich auf ihn Bezug. Eusebius erörtert die Frage nach den Therapeuten in Philons Vita Contemplativa und zitiert aus verlorenen Schriften Philons in der Praeparatio Evangelica. Auch Origenes, Gregor von Nyssa, Ambrosius von Mailand, Hieronymus und Augustinus hatten ihm vieles zu verdanken, besonders die allegorische Bibelauslegung.
    Ihre Fehler hatte auch die griechische Philosophie und Religion. (Pädophilie und Päderastie etwa, auch Wucher und eben die polytheistische Vielgötterei). Dennoch inkulturierte der Apostel Paulus die griechische Philosophie über den Logos und adaptierte das Christentum auch die griechisch-römische Kultur.

  2. Ein guter Artikel- danke! Die Gotteserkenntnis (SOWEIT heißt es dort) des natürlichen (nicht durch Gott wiedergezeugten /wiedergeborenen Menschen, berichtet zu Beginn des Römerbriefs) ist beschränkt: „Mein Erlöser lebt“ /“Es ist vollbracht“ kann der natürliche Mensch nicht erkennen. Das betonten besonders auch die beiden bekanntesten Theologen der Bekennenden Kirche, Karl Barth und Dietrich Bonhoeffer. Sie wiesen auch auf die Grenzen der Erkenntnis von üblichen Ausprägungen von Naturrecht. Dahinter verbergen sich tiefste konfessionelle Unterschiede, auch innerevangelische /innerevangelikale.

  3. Wissen plus Wahrheit gleich Weisheit für Montag, 9. Februar 2026

    Wenn ein Fremdling bei euch wohnt in eurem Lande, den sollt ihr nicht bedrücken.
    3.Mose 19,33

    Jesus spricht: Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete.
    Johannes 15,14
    ————————
    Jeder spiele sein Stücklein, doch solle kein Mensch seinen Takt der ganzen Menschheit aufzwingen.
    ———————–
    Alles was zu Christus lenkt bringt den Heiligen Geist und das Lebendige – das Leben.

  4. Hier ist in gut verständliche Sprache gebracht, was eigentlich als kostbare Grundgewissheit in jedem Menschen angelegt ist, solange sie nicht verschüttet wird.

  5. Es ist alles richtig, was Jörgen Bauer schreibt. Wir müssen aber weiter zurückgehen, auf Römer 1, 19.20 – hier Lutherbibel 2017:
    19 „Denn was man von Gott erkennen kann, ist unter ihnen offenbar; denn Gott hat es ihnen offenbart. 20 Denn sein unsichtbares Wesen – das ist seine ewige Kraft und Gottheit – wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen. Darum haben sie keine Entschuldigung.“
    Jede/r, die/der alt genug ist, die Natur zu erkennen, so sagt der Apostel Paulus hier, kann nicht mehr sagen: ES GIBT KEINEN GOTT. Der Text sagt: Sie haben keine Entschuldigung! Natürlich kann ich aus der Natur nicht ableiten, dass ich einen Erlöser-Gott brauche, der in Seinem Sohn Mensch wurde und zur Sühne für die Menschenschuld am Kreuz starb. DAS sagt mir die Natur NICHT. Aber zur Erkenntnis des Gottes, der mir diese Erlösung schenken will, muss ich ja zuerst einmal glauben, dass es überhaupt einen Gott gibt! Und wenn ich das glaube, dann kann ich auch an einen Gott und an Seinen Sohn Jesus Christus glauben, der für mich am Kreuz auf Golgatha starb. Glaube ich aber an die Evolution, die keinen Schöpfergott braucht – und SCHON DA beginnt der Atheismus, werde ich einen Gott verneinen – ohne Gott leben und in die Verdammnis gehen!

      1. Die Bibel beginnt mit der Schöpfungsgeschichte. Wer die nicht glaubt, kann auch den Rest der Bibel nicht glauben. Auf der Schöpfungsgeschichte baut alles auf.

        1. @Muensterloewin:

          Man kann die Bibel auch symbolisch-allegorisch deuten.
          Erwähnenswert wäre auch noch der jüdische Theologe Philo(n) von Alexandria. Clemens von Alexandria nimmt in den Stromateis sehr ausführlich auf ihn Bezug. Eusebius erörtert die Frage nach den Therapeuten in Philons Vita Contemplativa und zitiert aus verlorenen Schriften Philons in der Praeparatio Evangelica. Auch Origenes, Gregor von Nyssa, Ambrosius von Mailand, Hieronymus und Augustinus hatten ihm vieles zu verdanken, besonders die allegorische Bibelauslegung.
          I

  6. Ein guter Artikel – menschliche Demut ist eine erstrebenswerte Tugend.

    Zuerst kommt die Erkenntnis, dass das Leben einen Sinn hat und nicht sinnlos ist.
    Und was ist der Sinn des Lebens ?
    Dass man ein Kind Gottes wird, was man von Natur aus nämlich nicht ist.

    Der fleischliche Tod ist nicht das Ende des bewußten Lebens, sondern eine Art „Umwandlung“ – so wie man von Gott einen irdischen Leib bekam um sich auf Erden zu entfalten, so bekommt man von Gott auch einen himmlischen Körper für die himmlischen Welten und für die himmlische Ewigkeit.

    Und Jesus Christus ist der Weg, wie man zu Gott kommt.
    Diesen Weg hat der Vater aufgezeigt, indem sein Sohn für die Vergebung der Menschesünden am Kreuz starb und dadurch die Erlösung ermöglicht.

    Wer den Sohn nicht annimmt, nimmt damit Gott nicht an – und stirbt in Sünden.
    Wenn man den Sohn hat, einen festen Glauben an den Sohn Gottes, dann wird man den heiligen Geist im Herzen haben und von diesem durch das irdische Jammertal geleitet – und wird durch den Glauben gerettet für die Ewigkeit.

    Der Glaube an den Sohn ist der Schlüssel – Christos selbst ist die Tür.
    Christos vergibt die Sünden und versöhnt mit dem Vater.

    Wer es noch nicht tat, mache seinen Frieden mit dem lebendigen Gott.
    Gelobt sei der da war und der da ist,
    ~ ewiglich ~

  7. Im Rahmen der Evangelisation weise ich auf diese Seiten hin:

    Aufsätze im Professorenforum:

    Zur Historizität der Auferstehung von Jesus Christus
    https://professorenforum.de/ressourcen/zur-historizitaet-der-auferstehung-von-jesus-christus/  

    Biblische Prophezeiungen und mathematische Wahrscheinlichkeiten:
    https://professorenforum.de/ressourcen/biblische-prophezeiungen-und-mathematische-wahrscheinlichkeiten/

    Bitte lesen Sie auch das Buch von Josh McDowell: Die Tatsache der Auferstehung.
    Kostenloser Download unter CLV:
    https://clv.de/Die-Tatsache-der-Auferstehung/255712  

    Und zum Thema Naturwissenschaft und Glaube:
    Studiengemeinschaft Wort und Wissen.
    Die  Zeitschrift Studium Integrale Journal im kostenlosen Download, z.B.
    Ausgabe Mai 2022: Das kosmologische Argument für die Existenz Gottes:
    https://www.wort-und-wissen.org/wp-content/uploads/SIJ_29-1_2022.pdf  

    Naturwissenschaft und Glaube Startseite
    https://www.wort-und-wissen.org/

    Täglich äußern sich Promis zu ihrem Glauben
    http://www.promisglauben.de 

    Und ein empfehlenswertes Buch:
    Stefan Gustavsson: Kein Grund zur Skepsis! Acht Gründe für die Glaubwürdigkeit der Evangelien.
    https://www.wort-und-wissen.org/produkt/kein-grund-zur-skepsis/

    „Die Bibel ist ein Mythos“ – muss ich das glauben?
    http://www.wort-und-wissen.de/index2.php?artikel=buecher/arc/bibelmythos.html

    Stephan Lange: Begründet glauben. Denkangebote für Skeptiker und Glaubende.
    Neukirchener Verlag
    Die Webseite des Autors:  www.mitdenkend.de   wo Sie auch Fragen stellen können.

    Begründet glauben bietet kostenlos Texte, Audios und Videos zum Themenfeld zwischen Wissenschaften, Weltanschauungen und dem christlichen Glauben, zum Beispiel
    Dipl. theol. Fabian Mederacke: 10 antike Quellen, die Jesus außer-christlich belegen.
    http://www.begruendet-glauben.org/  

    Institut für Glaube und Wissenschaft
    https://www.iguw.de/  

    http://www.load.dwgradio.net/de 

    http://www.clv.de    kostenlose Bücher im Download

     

    1. Vielen Dank für die guten Empfehlungen!!!
      Bei Wort + Wissen habe ich 20 Jahre mitgeholfen.

      Wissenschaftler von Wort +Wissen haben auch bei der Aufklärung des Billonen-$-Geschäftsmodells Corona der Hochfinanz mitgeholfen.

      Die Wahrheit wird uns frei machen.

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