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Unter aufmerksamen Beobachtern ist schon seit vielen Jahren aufgefallen, daß besonders jüngere katholische Geistliche wieder öfter „klerikal“ aussehen, also den „römischen Kragen“ tragen, womit sie sich offen zu ihrem Stand bekennen und sofort als Priester erkennbar sind.

Nun muß nicht jeder „Kollar-Träger“ unbedingt innerlich konservativ sein, aber die Wahrscheinlichkeit ist höher als bei den „Krawatten-Pfarrern“, die vor allem im älteren Klerus oft zu sehen sind.

Zudem ist in kirchentreuen Kreisen bekannt, daß es vor allem die jüngeren Priester-Jahrgänge sind, die sich für eine korrekt gefeierte Liturgie oder nicht selten sogar für die „alte Messe“ einsetzen bzw. zumindest dafür interessieren; die außerdem offen sind für eucharistische Anbetung, Marienverehrung, Wallfahrten oder Lebensrechtsanliegen.

Diese Beobachtung entspricht nicht nur einem subjektiven Empfinden oder lediglich naivem Wunschdenken, sondern ist längst durch Studien und Umfragen erhärtet, wobei dieser Trend sich in den USA noch stärker abzeichnet als in Deutschland und Europa.

Dazu berichtet nun Julio Joredo im traditionellen Blog „Katholisches.info“ Folgendes aus den USA:

„Der amerikanische Klerus gedeiht“, schreibt Stephen White, Direktor des Catholic Project. In nur wenigen Diözesen der USA ist die Berufungskrise noch ein Thema – in den meisten gehört sie der Vergangenheit an.
Die größte Überraschung jedoch bieten die theologischen und politischen Haltungen der jungen Priester: Sie sind zunehmend konservativ.
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Werfen wir einen Blick auf einige Zahlen: Während sich 71 % der älteren Priester als progressiv bezeichnen, trifft dies nur auf 8 % der jungen Kleriker zu. Ganze 74 % der jungen Priester sehen sich hingegen als konservativ oder gar traditionalistisch.
Während 77 % der älteren Priester die Synodalität als Priorität ansehen, bewerten nur 29 % der jungen Priester diese positiv.
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Besonders stark wächst das Interesse an der traditionellen Liturgie, der sogenannten tridentinischen Messe: Nur 11 % der älteren Priester stehen ihr wohlwollend gegenüber – bei den jungen sind es bereits 39 %, die sie befürworten und bereit sind, sie zu zelebrieren.
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Umgekehrt halten lediglich 57 % der älteren Priester eucharistische Anbetung für wichtig, während 88 % der jungen sie als wesentlich für ihre Pfarrei ansehen.“

 

Kommentare

27 Kommentare

  1. >> “ Trotz allem … “ möchte ich F O L G E N D E S zu bedenken geben:

    Mein Heimat-Pfarrer war ganz sicherlich zu 100 % DER FROMMSTE PRIESTER IM GESAMTEN DEUTSCHEN SPRACHRAUM !!!
    Die regelmäßige + Eucharistische Anbetung + lag ihm SEHR AM HERZEN.
    Er betete treu das Brevier und zusätzlich jeden Tag mindestens 3 Rosenkränze. Er war ein sehr großer Marien-Verehrer.

    Meine Heimat-Gemeinde besteht seit fast 1.000 Jahren !!!
    > Trotzdem ist auch bei uns die Kirche LEER, LEERER, am LEERSTEN.

    Ich hatte das große Glück, vor dem Wegzug unserer Ordensschwestern der “ Töchter vom hl. Kreuz “ mit einer ihrer Mitschwestern im Gespräch sein zu dürfen.
    Sie ist N I C H T studiert, N I C H T promoviert und erst recht N I C H T habilitiert, sondern hat 43 Jahre als K Ö C H I N jeden Tag für 400 Leute G E K O C H T !!!!!!!!
    Sie ist ganz normal G E W Ö H N L I C H “ katholisch “ und nicht revolutionär.

    Sie sagte mir folgendes:
    M A C H E N muß jeder S E L B E R. – Da ist K E I N Marionetten-Spieler oder jemand mit einer Fernsteuerung.
    Also ist “ denken “ und die dafür erforderliche GEISTIGE FREIHEIT woraus die Kraft erwächst, notwendig.

  2. Nach dem Konzil waren es die jungen Priester die Zivilkleidung tragen wollten es galt revolutionär
    und jetzt geht es in die andere Richtung denn das ist eben jetzt „revolutionär“

  3. Beten wir, daß überhaupt noch junge Männer Priester werden möchten.
    Die Priesterseminare sind weitgehend leer.
    Aber es stimmt, die jüngeren Priester sind wieder konservativer eingestellt. Diese mussten sich schon sehr in der Gesellschaft durchsetzten, um überhaupt Priester zu werden.
    Die Masse der Gesellschaft sieht in einem Priester keinen Mehrwert, weil er im Zölibat lebt und leider die Kirche seit der Coronakrise eher Nebensache geworden ist.

  4. Mich würde interessieren, ob „vor allem junge Priester“ auch pro Zölibat sind….
    Was mich dann allerdings wundern würde.

    1. Wenn man sich für einen Beruf mit Zölibat entscheidet, wäre es sehr verwunderlich, wenn man ihn in Frage stellt. Im übrigen stellt im Buddhismus, in der Orthodoxie und im islamischen Suifismus den Zölibat niemand in Frage.

      1. ..weil dort Strafen angedroht werden und das Überwachungssystem engmaschiger ist.

        Ich denke, die jungen Leute sind ja nicht per se dumm .. sie sehen doch alle, was diese sogenannten Freiheiten aus dem Menschen machen, vor allem aus den Frauen … und welche „Waschlappen“ – Verzeihung – viele Männer geworden sind…

        Sie sehnen sich … und Sehnsucht ist ein guter Motor…und sie werden vielleicht/hoffentlich viele Fehler nicht mehr machen, die die „Konservativen“ gemacht haben. Nicht jeder Konservative alter Schule muss echt gewesen sein …

      2. Na ja, ob es beim Pflicht-Zölibat bleibt, ist ja keineswegs sicher. Aus gutem Grund (sicher gibt es auch Gründe dafür, der Apostel Paulus schrieb dazu). Hat aber nicht das Zölibat (auch) viel Leid in die katholische Kirche getragen? Hinsichtlich sexuellen Vergehens an Kindern, Jugendlichen, welches hätte auch vermieden werden können, gäbe es den Zölibat nicht? Daneben: Lebte der Apostel Petrus, auf den sich alle Päpste im Amt berufen, zölibatär? Nein! Der Apostel Petrus war verheiratet, Matthäus 8,14. In dieser Hinsicht ist der Zölibat inkonsequent. Ein gangbarer Weg zur Vermeidung dessen, was ich oben beschrieb, wäre der FREIWILLIGE Zölibat, der ja durchaus in der Diskussion steht.

        1. „Lebte der Apostel Petrus, auf den sich alle Päpste im Amt berufen, zölibatär? Nein! Der Apostel Petrus war verheiratet, Matthäus 8,14.“ Das ist auch nur eine Theorie.

          1. Der Patron der Nachbarpfarrei ist der heilige Bischof Germanus von Auxerre. Er war mit seiner Frau Eustochia verheiratet und wurde trotzdem Bischof und ein Heiliger.

        2. Der Zölibat ist nicht der Grund für Mißbrauchsfälle. Mißbrauch kommt mindestens ebenso häufig auch in protestantischen Gemeinden vor, zu schweigen von anderen gesellschaftlichen Zusammenkünften wie Familien oder Sportvereine.

        3. Es gibt doch schon katholische Priester, die in Ehe und Familie leben. Den Priestern der mit Rom unierten Ostkirchen ist das möglich. Wenn ein Priester aus einer anderen Konfession zur katholischen Kirche konvertiert, kann diesem doch auch eine Dispenz vom Zölibat erteilt werden.

        1. In Bezug auf den Zölibat in der Orthodoxie heißt es, wer bereits Priester ist, darf nicht heiraten. Aber manche sind schon verheiratet, wenn sie ihre Berufung erkennen. Dann bleiben sie eben verheiratet. Wenn diese, was meist in fortgeschrittenem Alter geschieht, dann Bischof werden, heißt es, „sollen“ sie mit ihrer Ehefrau eine „Josefsehe“ führen, also zölibatär leben. So etwa. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass diese Richtlinie unterschiedlich gehandhabt wird in den verschiedenen orthodoxen Gemeinschaften.

          1. Ich war immer der Meinung, orthodoxe Bischöfe seien immer Mönche. Soweit ich weiß, ist dieses Amt für verheiratete Priester nicht möglich.

          2. Antwort an mk: ja, meinte ich ja: wenn orthodoxe Priester verheiratet sind und dann Bischöfe werden, sollen sie in diesem Amt enthaltsam leben – mit ihrer Frau.

          3. Meines Wissens nach gibt es in der alten syrischen bzw. assyrischen Kirche von Antiochien (in der Nachfolge der Apostel Thaddäus und Petrus!) und in der koptisch-äthiopischen Tewahedo-Kirche verheiratete Priester.

    2. Man muss es so krass sagen. In den Priesterseminaren wird nicht mehr so darauf beharrt, im Zölibat zu leben.
      In unsere Nachbargemeinde hat sich der Pfarrer zu einer Freundin bekannt. Bischof Genn hat trotz der Freundin diesen Pfarrer nicht gemassgeregelt.
      Die Gemeinde stellt sich sogar hinter den „untreuen“ Pfarrer. Wollte diesen gerne behalten und sieht das Zölibat kritisch.

      Das jeweilige Bistum übernimmt auch die Alimente, die ein Pfarrer zahlen muss , wenn aus der Beziehung ein Kind entsteht.
      Schrecklich für die Kinder, wenn man quasi den Vater nicht kennenlernt. Am besten die Priester heiraten dann und widmen sich dem weltlichen Familienleben.

      1. Waren — und sind heutige — Höllenpredigten etwa doch nicht ernstgemeint??? Lässt der allmächtige Gott etwa doch seiner spotten??? Da Christus den Tod am Kreuz freiwillig auf sich genommen hat, erweisen sich solche halbseidenen Drohungen als kleinkrämerische Selbstgerechtigkeit angesichts der sich selbst aufopfernden Liebe Gottes.

      2. Eine Freundin zu haben, muss das immer automatisch auch ein Verstoß gegen das zölibatäre Leben sein? Oder kommt es auch darauf an, was die beiden aus der Freundschaft machen und diese leben? Zölibatär leben muss doch nicht heißen, auch ohne Freundschaft zu leben.

  5. >> WIE bekommen wir das “ zu uns “ nach D E U T S C H L A N D und West-Europa ????????

    Vor allem die Leitung des Bistum Münster unternimmt ja noch nicht einmal ansatz-weise irgend-etwas wirksames gegen un-wahre und toxische Publikationen … im eigenen Umfeld. > Die haben ganz offen-sichtlich ÜBERHAUPT GAR KEINE LUST MEHR !!! https://www.kirche-und-leben.de/artikel/gastkommentar-stefan-juergens-ahaus-volkskirche-palliative-pastoral-zukunft-der-kirche-gehorsam

        1. „In 5 Jahren ist also S C H L U S S mit dieser Angelegenheit !“ Das ist doch mal eine gute Nachricht. Meine Eltern haben das Käseblatt schon vor über 10 Jahren gekündigt und ich habe es noch nie abonniert.

          1. „In 5 Jahren ist also S C H L U S S mit dieser Angelegenheit !!!!!!!!“ … meint die Glaskugelfraktion.

  6. So ist es auch in der „Welt“ —- nur dass die Konservative Jugend aus Deutschland flüchtet. Weil weder Kirchen noch das cdu/csu-regime Zukunft bieten

      1. Ja eine großartige junge Christin. Peter Hahne hat schon oft für sie geworben. Ein Trauerspiel, dass und warum die Deutschland verlassen hat

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