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„Warum dürfen Behinderte denn nicht leben?“

Theaterstück „Himmel, Hölle und die Lust am Leben“ möchte aufrütteln

Wie die Fränkischen Nachrichten vom 3.11.2011 berichten, präsentiert ein Würzburger Ensemble mit behinderten Spielern ab Dienstag, den 15. November 2011, das Stück „Himmel, Hölle und die Lust am Leben“ im „Theater Augenblick“.

Zu den Spielern gehört auch die 48-jährige Lotte Brückl. Die Zeitungsredakteurin  Pat Christ schreibt einleitend über sie:

„Unendlicher Seelenfriede und tiefe Freundschaften, so stellt sich Lotte Brückl den Himmel vor. Doch jetzt möchte die Frau mit geistiger Behinderung erst einmal leben. „Das Leben ist für mich und alle meine Freunde das Wichtigste auf der Welt“, betont sie.“

Außerdem berichten die Fränkischen Nachrichten:

„In der aktuellen Produktion des „Theater Augenblick“ geht es um diese Lebensfreude. In wohl einem der brisantesten Theaterstücke der letzten Zeit setzten sich die Schauspieler mit der Frage auseinander, warum Eltern ihre ungeborenen Kinder nach der Diagnose „behindert“ abtreiben. Ein Film, in dem eine Mutter die Abtreibung ihres Kindes versucht, führte das Ensemble zu Beginn der langen Probenphase in die Thematik ein.

Für die geistig behinderten Schauspieler ist das Verhalten der Mutter aus dem Film unentschuldbar. „Was denken sich Nichtbehinderte dabei, wenn sie sagen, behinderte Kinder sollen nicht zur Welt kommen?“, empört sich Lotte Brückl. „Die kamen ja auch zur Welt. Warum dürfen Behinderte nicht leben?“

Ihrem Künstlerkollegen Peter Englert fällt es noch schwerer, die Frage zu beantworten, warum einige Eltern nicht wollen, dass Menschen wie er leben: „Genau kann ich das nicht sagen, warum. Vielleicht denkt die Mutter aus dem Film, sie hätte zu viel Arbeit mit dem Kind.“ Er selbst fühlt sich von dem Thema nicht direkt betroffen. Doch Englert betont auch: „Ich finde das schlimm.“ (…)

Das Thema bewegt Theaterleiter und Regisseur Stefan Merk schon seit langem. Als „fatal“ bezeichnet er es, dass Eltern behinderter Kinder, die sich gegen eine Abtreibung entscheiden, mehr und mehr unter Druck gesetzt werden: „Eltern von Kindern mit Down-Syndrom müssen sich heutzutage schon rechtfertigen, warum sie das Kind nicht getötet haben“, zeigt er sich empört.“

SOWEIT der interessante Zeitungsbericht  –  wir wünschen dem „Theater Augenblick“ viel Erfolg und hoffen, daß diese ebenso aktuellen wie zeitlosen Stücke viele Menschen zum Nachdenken animieren!

Kommentare

Eine Antwort

  1. Schön das sich diese behinderten Menschen dafür einsetzen. Jedoch ist es sicherlich sehr schwer . Der Gedanke das die Gesellschaft sie nicht möchte und deswegen tötet ist ja nunmal auch eine Tatsache die da angesprochen wird. Wir ( meine behinderte Tochter und mein 7 jähr. Sohn) waren letzten Sonntag zu einer Fotoausstellung. Dort wurden eindruckvolle Fotos von Menschen mit Behinderungen gezeigt. Besonders Liebevolle ausdrucksstarke Bilder. Jedoch fand man in den neusten Bildern höchstens nur noch ein Downkind den anderen behinderten Menschen sah man die Behinderung kaum an.Würde nur ein geschulter Blick sehen. Manchmal nur einen Elepsie -Helm
    deutete auf eine Behinderung hin. Ich glaub das noch viele andere Menschen mit körperl. behinderung schon im mutterleib getötet werden. Die Bilder gingen über einen Zeitraum von ca 25 jahre.

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